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«Es werden laufend Intensivstationen eröffnet»
Aus Echo der Zeit vom 30.03.2020.
abspielen. Laufzeit 02:58 Minuten.
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Coronavirus in der Schweiz Schwenkt das BAG auf eine neue Kommunikationstaktik um?

Wie viele freie Intensivpflegeplätze es aktuell gibt, hat das Bundesamt bis anhin nicht bekannt gegeben. Nun überlegt es, ob es sie veröffentlichen soll.

Daheim bleiben, Kontakte vermeiden, Abstand halten: Diese Massnahmen dienen in erster Linie dazu, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Es ist nämlich schon heute klar, dass sich ein grosser Teil der Bevölkerung mit dem Coronavirus anstecken wird. Die Menschen sollen aber nicht alle gleichzeitig infiziert werden, damit für alle, die es benötigen, genügend Betten in der Intensivpflege vorhanden bleiben.

Wie viele dieser Betten zur Verfügung stehen und wie viele davon belegt sind, zeigt, ob die behördlich verordneten Geschäftsschliessungen und Distanzaufrufe wirken. Daniel Koch, oberster Epidemiebekämpfer des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) sagt dazu: «Wir schauen diese Zahlen genau an. Ich kann Ihnen versichern, dass die Kapazitäten im Moment ausreichen.»

BAG möchte den Kantonen nicht reinreden

Der koordinierte Sanitätsdienst der Armee erhebt die Zahlen zu den verfügbaren Plätzen auf den Intensivstationen der Schweizer Spitäler. Mit dieser Stelle diskutiere das BAG nächstens, ob es einen Sinn ergebe, diese Daten zu publizieren.

Da müsse man behutsam vorgehen, erklärt Koch: «Die Unterschiede zwischen den Kantonen sind recht gross. Wir möchten nicht unbedingt korrigierend eingreifen. Aber wir werden die Frage studieren und entscheiden, was man publizieren kann.»

Kapazität wird laufend erhöht

Noch vor zehn Tagen gab Daniel Koch bekannt, dass es achthundert Intensivbetten in der Schweiz gebe. Am letzten Freitag waren es bereits 400 mehr. Zusätzliche Beatmungsmaschinen sind bestellt, es braucht aber auch genügend Personal, um diese Maschinen einzusetzen.

Es ist ein Rennen gegen die Zeit. Und je mehr Informationen laufend verfügbar sind, desto besser ist einschätzbar, wo die Schweiz in diesem Rennen steht. Und desto besser ist für die Bevölkerung nachvollziehbar, wie angemessen die weitgehende Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit und ihres Soziallebens ist.

Video
Coronavirus: Wie lange noch? Und wie viele Tote?
Aus Tagesschau vom 29.03.2020.
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Echo der Zeit vom 30.03.2020, 18 Uhr

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91 Kommentare

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  • Kommentar von Armin Schweigler  (Armin)
    Dass ist ein Szenario. Das Wetter wird wärmer und schöner das ist schlecht für die Prognose. Dann wollen die Leute wieder vermehrt das Haus verlassen. Den Leuten vor allem den jungen Leuten fällt die Decke heute schon auf den Kopf aber noch kennen sie ja nicht die Nebenwirkungen von Corona die Spätfolgen sollten diese Impotenz und Unfruchtbarkeit sein würden wohl die meisten jungen und alten vorsichtiger sein und sich an die Regeln halten? Noch kennt man die Spätfolgen nicht
  • Kommentar von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
    Was sagt uns dieser Artikel bezüglich Zahlen? Dass gemäss dem augenblicklich gültigen Szenario 22'693 Menschen bis am 31.8.20 sterben? Das würde bedeuten in den nächsten 153 Tagen mehr als 22'300 Menschen. Von gestern auf heute waren es ca. 70. Tendenz zunehmend, allerdings nimmt der Zuwachs an Fällen bereits ab. China zeigt wie der Verlauf sein wird. Nicht plausible, alarmistische oder verharmlosende Szenarien gehören in die Welt der Fake News. Das mittlere Szenario ist zu pessimistisch.
  • Kommentar von Eva Werle  (Eva Werle)
    Wenn man die Kommentare im Verlauf der Krise betrachtet, dann kann man verstehen, dass die Veröffentlichung von Zahlen wohl bedacht sein muss. Sind die Zahlen schlecht, tritt Panik auf, sind sie gut, wird nach Aufhebung der Massnahmen geschrien. Kaum jemand scheint vernünftig zu reagieren und zu verstehen, dass die Massnahmen für gute Zahlen nötig und verantwortlich sind. Und niemand scheint über den Tellerrand zu schauen, sonst könnte man an Italien sehen, wie anders es sein könnte.