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Mit Plakaten allein erreicht man Ausländerinnen und Ausländer nicht
Aus HeuteMorgen vom 18.03.2020.
abspielen. Laufzeit 02:02 Minuten.
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Coronavirus in der Schweiz So gelangen Migranten an die wichtigen Informationen

Auch Menschen, die keine Landessprache verstehen, müssen die Corona-Verhaltensregeln kennen. Der Bund setzt dabei teilweise auf Migranten-Medien.

Alle Menschen in der Schweiz, egal, welche Sprache sie sprechen, müssten die Botschaften des Bundes zum Coronavirus verstehen. Das sagt Simone Eigenmann, Kampagnenleiterin des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).

Deshalb seien die roten Plakate mit den Verhaltensregeln in einfacher Sprache gehalten und mit Piktogrammen gestaltet. Auch würden die Informationen und Plakate laufend in weitere Sprachen übersetzt.

Migrationsmedien springen ein

Auf der Kampagnen-Webseite werde in den Sprachen Albanisch, Arabisch, Mandarin, Portugiesisch, Serbisch, Spanisch und Türkisch informiert.

«Weitere Sprachen folgen: Farsi, Kurdisch, Somali, Tamilisch und Tigrinya», sagt Eigenmann. Doch um die vielen Migrantinnen und Migranten in der Schweiz zu erreichen, brauche es mehr.

«Wir sind deshalb auf Migrationsmedien und -organisationen zugegangen und haben ihnen die Faktenblätter zur Verfügung gestellt», so die BAG-Kampagnenleiterin.

Es handelt sich dabei um Migrationsmedien wie Miges-Media – die Medienplattform des Roten Kreuzes. Oder auch Diaspora TV – ein Internet-Kleinstsender, der von Migrantinnen und Migranten ehrenamtlich betrieben wird.

Porträtaufnahmen von acht Personen.
Legende: Die Moderatoren und Moderatorinnen bei Diaspora TV informieren Migrantinnen und Flüchtlinge in diversen Sprachen. zvg/screenshot

Grosser Erfolg für Migranten-Sender

Mit Plakaten allein könne man die Migranten nur schwer erreichen, sagt Emmanuel Mark Bamidele, Gründer und Chefredaktor von Diaspora TV. «Plakate anzuschauen oder Flyers zu lesen, ist kein Migranten-Ding», sagt er.

Deswegen produziert Diaspora TV nun mit dem BAG-Material kurze Videos und übersetzt die Hygiene- und Verhaltensregeln in elf Sprachen.

Nach eigenen Angaben hat Diaspora TV mit den Corona-Videos innert drei Tagen mehr als 300'000 Views auf Facebook erzielt. Damit informiert es eine Community, die für die offiziellen Kommunikationskanäle des Bundes oftmals schwer erreichbar ist.

Heute Morgen vom 17.3.2020, snep

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Margrit Holzhammer  (Margrit Holzhammer)
    Wer in die Schweiz kommt und hier leben will, soll sich integrieren und möglichst schnell die Sprache lernen. Dann versteht ER oder SIE auch diese Plakate.
  • Kommentar von Thomas Leu  (tleu)
    In solchen Situationen sind jetzt diejenigen Migranten froh, welche sich rasch um das Erlernen einer der Landessprachen und der Kultur ihres Gastlandes gekümmert haben.
    1. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      Wobei "rasch" eher relativ ist. Deutschland schliesst eine Integrationsvereinbarung mit den Ankommenden ab, welche den Spracherwerb obligatorisch macht. Nicht von ungefähr sprechen Migraten in erster, aber in zweiter Generation sicher wunderschönes Hochdeutsch nach einer relativ kurzen Zeit.
    2. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Manuela Fitzi: Ich dachte eher an die Eigenverantwortung der Migranten, die sich jetzt auszahlt, für diejenigen die sie ernst genommen haben.
    3. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      Herr Leu, auf Eigenverantwortung zu setzen ist hier fahrlässig. Aber natürlich ein schöner, humaner Gedanke, passt zur Schweiz.
    4. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Manuela Fitzi: Dar Staat hat nicht die Mittel den hintersten und letzten zu bemuttern. Etwas muss schon noch von den Beteiligten kommen. Sonst ist man vielleicht im falschen Film, bzw. im falschen Land.
  • Kommentar von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
    Supersache! Es verrückt an was alles die Ministerien denken müssen. Das wäre vielleicht auch die Chance mit guten Programmen auf den verschiedenen Kanälen diesen Menschen auch andere Eigenheiten, sowie Kultur und Sprache den Menschen näher zu bringen. Man sollte dies auch außerhalb dieser Viren Zeit mehr benützen um diese Menschen zu erreichen. Doch jetzt wäre vielleicht der geeignete Zeitpunkt damit zu beginnen?