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Positiver Corona-Test – Auf sich allein gestellt in der Quarantäne
Aus Puls vom 26.10.2020.
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Coronavirus Isolation und Quarantäne: Die besten Fragen aus dem «Puls»-Chat

Psychologin Yvik Adler, Dr. Martin Denz und Pflegeexpertin Andrea Käppeli standen am Montagabend Rede und Antwort. Eine Auswahl der besten Fragen.

Ich war letzten Freitag mit Freunden zusammen. Einer davon hatte zwei Tage davor Kontakt mit einer Person, die später positiv auf Covid-19 getestet wurde. Mein Bekannter hat keine Symptome, kann sich aber erst übermorgen testen lassen und geht jetzt für 10 Tage in Quarantäne. Wie soll ich mich verhalten?

Befolgen Sie die üblichen Schutzmassnahmen. Erst wenn Sie selbst Symptome haben, macht ein Test Sinn. Quarantänepflicht besteht auch (noch) nicht, da die Person, mit der Sie zusammen waren, kein positives Testergebnis hat.

Ein Kollege und ich hatten letzte Woche eine Arbeit mit Excel-Listen zu besprechen. Deshalb sassen wir während ca. 15 Minuten an einem Tisch übers Eck unmittelbar nebeneinander. Wir trugen beide eine Maske. Mittlerweile hatte er Symptome und wurde positiv getestet. Ist es möglich, dass ich mich von ihm angesteckt habe (Ich habe selbst keine Symptome)?

Die Quarantänepflicht umfasst grundsätzlich den Kontakt mit erkrankten Personen ohne Schutz. Wenn Sie beide ihre Masken korrekt anhatten, gelten Sie als geschützt und müssen nicht in Quarantäne.

Angenommen, ein Familienmitglied infiziert sich, die anderen sind negativ. Wie kann man den Alltag miteinander in einer kleinen Wohnung gestalten? Ein «Infektionszimmer» einrichten? Küche und Bad immer desinfizieren, stets Maske tragen?

Ja, genau! Wenn immer möglich, ein Einzelzimmer einrichten für die kranke Person. Küche nach Möglichkeit nicht durch die kranke Person benützen (essen im Einzelzimmer, Mahlzeitenzubreitung durch die anderen Familienmitglieder), Bad immer desinfizieren. In den Gemeinschaftsräumen Maske tragen, bzw. den direkten Kontakt vermeiden.

Was ist der Unterschied zwischen Isolation und Quarantäne?

Bei beidem geht es darum, durch Abschirmung von der Umwelt Infektionsketten zu unterbrechen und so die Weiterverbreitung des neuen Coronavirus einzudämmen. Begriffsdefinitionen zu «Isolation» und «Quarantäne» finden sich auf der FAQ-Seite des BAG, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Ich ziehe mit Partner und Tochter von Barcelona in die Schweiz. Darf ich während der Quarantäne in Randzeiten mit Maske an menschenleeren Orten mit meiner fünfmonatigen Tochter spazieren gehen? Ohne Einkaufen oder sonst was anderes...

Gemäss dem BAG sind in der Quarantäneempfehlung bei Kindern und Eltern «kurze Frischluftepisoden OHNE Kontakt ausserhalb der Familie» gestattet.

Darf man während der Isolation/Quarantäne mit dem Hund Gassi gehen?

Der Hundespaziergang ist in der Isolation untersagt, in der Quarantäne wird dies nicht explizit ausgedrückt, aber mit der Aussage, dass das Haus/die Wohnung nicht verlassen werden darf, gehört wohl der Hundespaziergang auch dazu.

Muss man nach durchgemachter Infektion erneut in Quarantäne, wenn man Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatte?

Man geht davon aus, dass nach durchgemachter Covid-Infektion Ihre Immunität rund drei Monate anhält. In dieser Zeit müssen Sie trotz Kontakt mit einer positiven Person nicht in Quarantäne.

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Puls, 26.10.2020, 21:05 Uhr;

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Johan Tobel  (naturfründ)
    Wie soll ich die Massnahmen ernst nehmen? Trotz Maskenpflicht steigen die Zahlen. Das wäre so, als wollte man Mücken mit Fischernetzen abwehren. Mir kommt die ständige Maskenpflicht eher wie eine hilflose Aktion vor, um die verängstigten und verunsicherten Bürger zu beruhigen. So nach dem Motto: Hauptsache wir tun etwas, auch wenn es nicht unbedingt viel hilft.
    1. Antwort von Christian Gerber  (cgk)
      Wie Sie vielleicht wissen, kann zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit bis zu 10 Tagen vergehen. Zudem schützen Masken unter Umständen nicht zu 100%, gerade wenn sie nicht korrekt getragen werden. Auch besteht die Maskenpflicht ja noch nicht lange in allen Kantonen. Wenn denn mal auskommt dass Masken nichts nützen, dann haben wir nicht viel verloren. Wenn es sich aber herausstellen sollte, dass sie genützt haben, dann haben wir viel gewonnen.
  • Kommentar von Claudio Bucher  (claudio86)
    Wie ist das eigentlich, wenn jemand vor mir raucht und ich diese abbekomme, befindet sich dann das Virus im Qualm?
    Generell; darf man am Bahnhof überhaupt noch rauchen? Es gilt ja Maskentragepflicht und nicht Maskendabeihabenpflicht
  • Kommentar von Astrid Meier  (Swissmiss)
    Einige Fragen zeigen klar, dass es an der Zeit wäre, die psychischen Belastungen durch die seit acht Monaten dauernde Ausnahmesituation, pardon! der „neuen Normalität“ zu beleuchten. Selbst ohne Existenzängste gehen wohl Viele bereits angeschlagen in die dunkle Jahreszeit.
    1. Antwort von Mike Steiner  (M. Steiner)
      Viele Fragen erinnern mich aber auch an einen Sketch von Martina Hill: "Angenommen, jemand hätte rein zufällig schwarze Farbe getrungen, müsste diese Person dann in ein Krankenhaus?" - oder anders gesagt: die Unreife gewisser Leute im Umgang mit selbständiger Informationsverarbeitung- und Beschaffung ist für mich extrem erschreckend!
    2. Antwort von Mark De Guingois  (MDG)
      Meier / Steiner Ja Sie beide haben recht. Mir tut dieser Elend leid, und viel helfen kann man auch nicht wirklich. Umso wütend bin ich wenn ich sehe, dass es immer noch genug Corona-Leugner gibt. Aber ein bisschen von einem bösen Erwachen spürt man schon.
      Mir tun vor allem Familien mit Kleinkindern sowie ältere und schwache Menschen die sich hier vielleicht gar nicht äussern können.
      Das bringt mich zum beten und Gott zu bitten sich für die Menschheit zu erbarmen.
    3. Antwort von Robert Frei  (RFrei)
      Man sollte versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Die psychische Belastung macht man sich selber. Durch positives Denken und aktivem Begegnen der neuen Situation lässt sich diese besser meistern als wenn man nur der alten Situation nachtrauert.