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Ein Augenschein vom Testcenter in St. Moritz
Aus Regionaljournal Graubünden vom 11.12.2020.
abspielen. Laufzeit 01:04 Minuten.
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Coronavirus So laufen die Massentests in Graubünden ab

Eindruck aus dem im Corona-Testcenter in St. Moritz: Improvisiert aber geordnet starten die Massentests in Graubünden.

Eigentlich würden hier Schülerinnen und Schüler den Felgaufschwung üben oder Fangen spielen, doch heute ist die Turnhalle Dorf eines von drei Corona-Testcenter in St. Moritz. «Für uns ist es ein Dienst an der Allgemeinheit», sagt eine Frau, die gerade die Turnhalle betritt.

Turnhalle mit Tischen drin, Personen in Schutzanzügen
Legende: SRF

Die Kapazität dieses Centers reicht für 600 Tests pro Tag. Für den ersten Tag haben sich 500 angemeldet, spontane Anmeldungen könnten dazukommen. Langsam aber stetig tröpfeln die Testpersonen herein. Sie haben bei der Anmeldung einen Termin erhalten. So wird vermieden, dass Wartezeiten entstehen.

Für uns ist es ein Dienst an der Allgemeinheit.
Autor: Testperson in St. Moritz

Die Atmosphäre ist ruhig und geordnet – trotz des improvisierten Charakters in der Turnhalle. Geleitet wird das Testcenter von einem lokalen Arzt, die Probe entnehmen geschulte Fachpersonen. Für die Anmeldung und Koordination der Testpersonen wurden aber auch viele zusätzliche Personen aufgeboten – beispielsweise von der Feuerwehr oder der Gemeindeverwaltung.

Fachperson entnimmt Probe mit einem langen Wattestäbchen
Legende: SRF

Die Testpersonen melden sich an, zeigen die ID und nehmen auf einem Stuhl Platz. «Ich möchte auch einfach über meine eigene Gesundheit Bescheid wissen», sagt ein älterer Mann, der soeben Platz genommen hat. Dann kommt der unangenehmste Teil: Die Probeentnahme aus Nase und Rachen. Anschliessend wird die Testperson entlassen und erhält etwa eine halbe Stunde später per SMS ihr Testergebnis.

Resultat Test
Legende: SRF

«Ich hoffe, so erhalten die Behörden ein besseres Bild der Lage und können auf die Pandemie reagieren», sagt eine junge Frau, die soeben den Test durchlaufen hat.

Wie viele Personen sich wirklich testen lassen, das wird wohl erst am Montag klar. Rund 10'000 Anmeldungen sind bis Freitag beim Kanton Graubünden eingegangen. Man kann sich aber auch spontan bei einem Testcenter anmelden.

Die ersten Zahlen lassen vermuten, dass die Testbereitschaft im Oberengadin und Bergell besser ist als im Unterengadin und im Münstertal. Insgesamt 35'000 Personen inklusive Touristen sind in den 18 Gemeinden angesprochen. Ziel der Behörden ist es, von Freitag bis Sonntag 20'000 Tests zu machen.

Regionaljournal Graubünden; 11.12.2020; 12:03 Uhr;

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