Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Daten der Gesundheitsförderung Jedes sechste Kind in der Schweiz ist übergewichtig

  • 17.2 Prozent der Kinder und Jugendlichen in der Schweiz sind übergewichtig.
  • Dies zeigt eine Studie der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz, welche die Daten von 29'000 Kindern aus neun Kantonen und vier Städten ausgewertet hat.
  • Für die Erhebung wurde der Zeitraum der Schuljahre 2017/18 bis 2019/20 berücksichtigt.
Video
Aus dem Archiv: «Quetschies» im Test – viel Zucker und Säure
Aus Kassensturz vom 09.02.2021.
abspielen

Die Daten, welche die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz in ihrer Studie analysiert hat, repräsentieren elf Prozent aller in der Schweiz lebenden Kinder der entsprechenden Altersgruppen. Daraus resultiert: 4 Prozent aller untersuchten Kinder und Jugendlichen waren adipös und 13.2 Prozent übergewichtig.

Diese Kantone und Städte machten mit

Box aufklappen Box zuklappen

Neun Kantone und vier Städte haben für die vergleichende statistische Analyse Daten geliefert, teilt die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz mit. Es sind dies die Kantone Aargau, Basel-Stadt, Genf, Graubünden, Jura, Luzern, Obwalden, St. Gallen und Uri sowie die Städte Bern, Freiburg, Winterthur und Zürich.

Gesundheitsförderung Schweiz misst das Übergewicht von Kindern seit 2010.

Der Anteil der übergewichtigen Kinder und Jugendlichen sinkt seit zehn Jahren leicht.

In der Primarschule hat sich die Lage in den letzten Jahren verbessert: In der Grundstufe vom Kindergarten bis zur dritten Klasse waren 12.4 Prozent der Kinder zu dick.

An der Mittelstufe vom 3. bis 7. Schuljahr stellten die Übergewichtigen 17.4 Prozent der Schülerschaft.

Auf der Sekundarstufe I verharrt der Anteil der Übergewichtigen hingegen auf hohem Niveau: Im 8. bis 11. Schuljahr betrug der Anteil der zu schweren Jugendlichen 21.4 Prozent.

Stadtkinder öfters übergewichtig als Landjugend

Auch zwischen den ländlichen und urbanen Wohnregionen gibt es Unterschiede:

Der Stadt-Land-Graben zeigt sich allerdings erst auf der Mittel- und der Oberstufe, nicht aber auf der Basisstufe. Erklären liessen sich die Unterschiede laut der Stiftung unter anderem mit der demografischen Zusammensetzung: So sei in Städten der Anteil ausländischer Kinder höher als in ländlichen Gegenden.

Soziale Herkunft spiegelt sich auf der Waage wider

Die Studie bringt weiter zum Ausdruck: Beim Thema Gewicht spielt auch der kulturelle Hintergrund eine Rolle. So sei knapp jedes vierte ausländische Kind übergewichtig oder adipös – bei Schweizer Kindern dagegen jedes siebte, wie die Stiftung in einer Mitteilung schreibt.

Ein Zusammenhang zeigt sich ferner bei der sozialen Herkunft: So sei fast jedes dritte Kind von Eltern ohne nachobligatorische Ausbildung übergewichtig oder adipös – nämlich 29.9 Prozent. Zum Vergleich: Die Anteile übergewichtiger Kinder von Eltern mit einem Abschluss der Sekundarstufe II (19.3 Prozent) oder der Tertiärstufe (9.2 Prozent) sind deutlich geringer.

Übergewicht: Kanton Aargau macht erstmals bei Monitoring mit

Box aufklappen Box zuklappen

Zeitgleich mit der Studie der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz hat heute auch der Kanton Aargau das Resultat einer Datenerhebung zum Thema Übergewicht mitgeteilt.

Konkret hat der Aargau erstmals beim vergleichenden Monitoring des Body Mass Index (BMI) teilgenommen. Das Fazit: Auf der Grundstufe ist mehr als jedes zehnte Kind übergewichtig – auf der Oberstufe mehr als jeder fünfte Jugendliche. Dies teilte das kantonale Departement Gesundheit und Soziales (DGS) mit.

Auf der Grundstufe liegen die Werte bei 13.4 Prozent und auf der Oberstufe bei 22.4 Prozent. Der Schweizer Durchschnitt aller teilnehmenden Kantone und Städte liegt bei 12.4 Prozent auf der Grundstufe und 21.4 Prozent auf der Oberstufe.

Regierung verlängert Gesundheitsprogramm

Für das DGS steht fest: Es besteht «nach wie vor Handlungsbedarf». Daher hat der Regierungsrat das Programm «Bewegung und Ernährung» um weitere vier Jahre bis 2024 verlängert. Dieses setzt vor allem auf Fachpersonen wie Hebammen oder Ärzte sowie auf Fachorganisationen wie der Caritas. Diese sollen Projekte und Angebote in Schulen, Kindertagesstätten, Spielgruppen, Gemeinden oder Freizeiteinrichtungen umsetzen.

Die Aargauer Daten stammen aus den Schulärztlichen Untersuchungen der Jahre 2018/2019 und beinhalten Angaben einer repräsentativen Stichprobe von 3894 Schülerinnen und Schüler.

SRF 4 News, 23.09.2021, 10:00 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

21 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Urs Barrer  (Barrer)
    Übergewicht/ Untergewicht: alles eine Frage der Definition des Normalgewichts. Die Idealvorstellungen der Gesellschaft sind einem kontinuierlichen Wandel unterworfen, niemand weiss ob das heute Normalgewicht morgen noch eine normierende Gültigkeit hat. Ich kann diese Diskussion nicht mehr allzu ernst nehmen.
    1. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      @ Herr Barrer: Da haben Sie wohl nicht ganz unrecht. Es ändert aber leider nichts daran dass sich ein Grossteil der heutigen Kinder und Jugendlichen falsch ernährt und zu wenig bewegt.
    2. Antwort von Elias Rüegg  (EliasR.)
      @Barrer, das Normalgewicht ist sehr wohl definiert. Nicht aufgrund von gesellschaftlichen Idealvorstellungen sondern aufgrund von Fakten.
      Weder Über- noch Untergewicht ist gesund. Beides kann schwere Krankheiten begünstigen und schränkt die betroffene Person im Alltag ein. Bei Übergewicht z.B. schweres Atmen beim Treppensteigen oder bei Untergewicht extremes Kälteempfinden oder Kraftlosigkeit.

      Das Normalgewicht ist also das gesündeste Gewicht.
  • Kommentar von Alex Volkart  (Lex18)
    Eine Kollegin, eine Lehrerin, sagte mir mal das Problem der heutigen Jugendlichen ist nicht das häufigere Übergewicht, sondern dass sich die meisten wenig bewegen und kaum eine wirkliche Ausdauer haben. Viele wissen in der Theorie sehr gut was man tun sollte, setzen es aber kaum um.
  • Kommentar von Erik Eisermann  (ECATWEAZLE)
    Guten Tag.
    Der Ernährung und dem Freizeitverhalten mit Smartphone und Gaming sei dank.
    Bravo.
    Freundliche Grüsse, ee