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Afghanen in der Schweiz: «Wir müssen Afghanistan helfen»
Aus SRF News vom 17.08.2021.
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Diaspora in der Schweiz Bangen um die Angehörigen in Afghanistan

Die afghanische Gemeinschaft in der Schweiz verfolgt ganz genau, was in der Heimat vor sich geht. Die schnelle Machtübernahme durch die Taliban beschäftigt die rund 20'000 Afghaninnen und Afghanen, die hier leben. Viele sorgen sich um Familienangehörige.

Sie wollen natürlich fliehen, aber sie können nicht, momentan sind alle Grenzen geschlossen
Autor: Djafar Scharifi

«Sie wollen natürlich fliehen, aber sie können nicht, momentan sind alle Grenzen geschlossen», sagt zum Beispiel Djafar Scharifi, Vorstandsmitglied des afghanischen Kulturvereins Bamian aus dem Kanton Zürich. «Wir sind schockiert, niemand glaubte, dass die Taliban in zehn Tagen ganz Afghanistan übernehmen», erklärt er.

Kontakt zu den Schwestern abgebrochen

Kioskbetreiber Hamid Zolfekari besuchte seine Schwestern noch im April in Kabul. Doch vor ein paar Tagen brach der Kontakt zu ihnen ab. Auch seine Gedanken sind bei seinen Familienangehörigen. «Ich mache mir Sorgen. Ich mache mir auch für andere Afghanen Sorgen. Wir leben hier, alle dort haben jetzt eine sehr schwierige Situation und Angst», sagt Zolfekari.

Aman Afzali flüchtete als 15-Jähriger in die Schweiz. Für ihn ist klar: Angehörige von ihm sind jetzt in Lebensgefahr, denn in der Vergangenheit verlor er bereits Familienmitglieder. «Ein paar wurden abgeschlachtet, sind umgebracht worden auf eine schreckliche Weise.... Die, die jetzt in Afghanistan, in Kabul und Behsud leben, die haben Angst, ob sie noch zwei Stunden später am Leben sind oder nicht.»

Die, die jetzt in Afghanistan leben, haben Angst, ob sie noch zwei Stunden später am Leben sind oder nicht.
Autor: Aman Afzali

Djafar Scharifi vom Kulturverein Bamian plagt die Ungewissheit: «Alle von meiner Familie haben Angst, sie wissen nicht, was passiert. Das Problem ist, dass sie nicht wissen, wann die Taliban kommen, um anzugreifen und alle Leute umzubringen... Sie haben Angst um ihr Leben.»

 Angst, kein Kontakt, Ungewissheit. Hoffnung dürfte für sie in den nächsten Tagen und Wochen kaum aufkommen.

Tagesschau, 17.08.2021, 19:30 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Danny Kinda  (Kinda)
    Ich würde jetzt erst mal abwarten. Die Aussagen der Taliban klingen im Grunde nicht schlecht. Man kann sich sicher mit den Leuten arrangieren. Das Ziel muss sein das die Afghanischen Bürgerinnen und Bürger wieder in ihr Land zurück können. Ich halte nichts davon massenhaft Frauen und Kinder in die Schweiz zu holen. Das wäre nicht gut für den sozialen Frieden und würde zu Spannungen führen. Am Ende hat niemand etwas davon ausser Ärger und Mehrkosten und ein weiterer Riss durch die Gesellschaft.
    1. Antwort von Roman Weibel  (Roman67)
      Warum sind Sie überzeugt, dass „man sich sicher mit den Taliban arrangieren kann“? Nur weil die aktuellen Aussagen der Taliban moderat tönen? Sie wissen schon, dass sich die Taliban an die letzten Abmachungen damals mit Trump nicht gehalten haben?
    2. Antwort von Maciek Luczynski  (Steine)
      @Roman Weibel
      Welchen Sinn sollte es für die Taliban geben, die Flüchtlinge aufzuhalten ?
      Wenn die Taliban Massaker an den Flüchtlingen verüben, dann werden selbst Chinesen sehr sehr vorsichtig sein, mit den Anbieten von Hilfen/Services.
      Und selbst die Taliban, werden kann Land regieren wollen, dass dann komplett (von der Welt) abgeschottet ist
    3. Antwort von Simon Liechti  (SimonLiechti)
      Und ich halte nichts davon Extremisten schönzureden, um weder Ärger noch Mehrkosten in Kauf zu nehmen, während andere ihr LEBEN lassen müssen.