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Wenig Anrufe am 1. August: Gespräch mit Schutz und Rettung Zürich
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 02.08.2021.
abspielen. Laufzeit 03:44 Minuten.
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Ein Abend für die Geschichte So ruhig war der 1. August in Zürich noch so gut wie nie

Schutz und Rettung Zürich spricht von einem der ruhigsten Nationalfeiertage aller Zeiten. Das war nicht überall so.

Das Jahr 2021 dürfte als eines der aussergewöhnlichsten in die Geschichtsbücher der Zürcher Rettungskräfte eingehen. Die rekordverdächtigen Schneemassen im Januar führten im Kanton Zürich zu hunderten Einsätzen der Feuerwehr. Und auch Mitte Juli sorgten heftige Unwetter dafür, dass bei Schutz und Rettung Zürich in nur einer Nacht über 1000 Notrufe eingingen.

Aussergewöhnlich war aus Sicht der Zürcher Rettungsorganisation auch der 1. August – aussergewöhnlich ruhig. Schutz und Rettung Zürich spricht gar von einem der ruhigsten Nationalfeiertage aller Zeiten.

Ein einziger Einsatz im Zusammenhang mit Feuerwerk

Insgesamt verzeichnete Schutz und Rettung Zürich 47 Anrufe auf der Notfallnummer 118. Daraus hätten sich dann 26 Alarmierungen ergeben, sagt Urs Eberle von Schutz und Rettung Zürich. Das sei weit weniger als an einem normalen Nationalfeiertag – über das ganze Kantonsgebiet hinweg. In einem gewöhnlichen Jahr seien es jeweils um die 100 Einsätze. Dies bestätigten gemäss Eberle auch langjährige Mitarbeiter. Diese sagten, «dass es wirklich aussergewöhnlich ruhig war.»

14 Mal rückte die Feuerwehr in der letzten Nacht aus, weil besorgte Zürcherinnen und Zürcher einen Brand gemeldet hatten. «In sämtlichen Fällen handelte es sich jedoch lediglich um ein Höhenfeuer», so Eberle weiter. Zu 7 Bränden sei es insgesamt gekommen, diese hätten Container, Mulden oder Abfalleimer betroffen. Weiter leistete Schutz und Rettung Zürich 82 Rettungsdiensteinsätze. «Auch das ist im Vergleich zu anderen Jahren absoluter Durchschnitt», so Eberle weiter. Im Zusammenhang mit Feuerwerk sei sogar nur ein einziger Fall bekannt, in Winterthur sei ein Mann dadurch im Gesicht verletzt worden.

Legende: Kaum Rettungseinsätze: Im Zusammenhang mit Feuerwerk rückte die Sanität im Kanton Zürich nur zu einer verletzten Person aus. Keystone

Zu den Gründen kann Schutz und Rettung Zürich nur Vermutungen anstellen. Es sei aber schon sehr wahrscheinlich, dass die schlechten Wetterverhältnisse dazu beigetragen haben. Viele Gemeinden hätten die Feierlichkeiten am 1. August ins Trockene verschoben oder ganz abgesagt. Somit sei vermutlich auch deutlich weniger Feuerwerk gezündet worden wie in einem normalen Jahr.

Partys in St. Gallen, Lärm in Bern

Während Zürich also auf einen der ruhigsten Nationalfeiertage aller Zeiten spricht, blickt St. Gallen auf eine arbeitsreichere Nacht zurück. Es sei über das Wochenende zu zahlreichen Ruhestörungen gekommen, heisst es in der Mitteilung. In rund 25 Fällen sei die Kantonspolizei zu Kontrollen vor Ort gerufen worden – wegen Partys oder wegen des Abbrennens von Feuerwerk zu später Stunde.

Auch im Kanton Bern kam es zu rund 40 Lärmbeschwerden, teilweise sei es auch zu Sachbeschädigungen durch Feuerwerk gekommen. Das Feuerwerksverbot in der Berner Altstadt sei aber gut eingehalten worden, teilt die Kantonspolizei auf Anfrage mit. Zu Verletzungen sei es nur in einem Fall gekommen. In Brienz habe sich eine Person beim Abbrennen von Feuerwerk an der Hand verletzt.

SRF 1, Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 02.08.2021, 06:31 Uhr;

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17 Kommentare

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  • Kommentar von andreas furrer  (andfurrer)
    so lange die steuernj tief sind - und sich niemand darum kümmert - ist es hier egal. da ändert auch die unsingbarste landeshymne nichts daran.
  • Kommentar von Thomas Aeschbacher  (Aeschbi)
    Ein schöner 1. August, Vulkane, Raketen und einige Batterien gezündet, dazu ein feines Abendessen. In der heutigen Zeit wohl asozial und politisch nicht korrekt, aber von mir ist an 364 weiteren Tagen wenig zu hören und die Umwelt belastige ich nicht mehr als nötig.
    Auch dies soll es geben.
  • Kommentar von Sarah Willi  (Sarah Willi)
    Von ruhig war in Albisrieden / Altstetten Zürich keine Spur. Im Wald oberhalb unserer Strasse wurde ein gigantisches Feuerwerk veranstaltet. Ca. 20 Minuten dauerte es. Im Wald (!). Ich möchte nicht an all die armen Tiere denken! Danach war alles im Feinstaub-Nebel und es schneite schwarze Feuerwerksteile. Was mich dünkt; die Knaller werden jedes Jahr lauter. Ich denke es wird Zeit, diese Knallerei zu überdenken. Wir sollten von unserem Ignoranz-Egotrip herunterkommen und ans grosse Ganze denken.
    1. Antwort von Jürg Suter  (Sut)
      Die einen in den südlichen Statten müssen Brände löschen und die andern in der nördlichen Hemisphäre heizen das Klima mit Raketen und Knallkörper an.