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Einkommensstatistik 2019 Löhne steigen, Geschlechter-Lohnschere bleibt

  • 2019 haben im Schnitt in der Schweiz alle etwas mehr verdient als im Jahr davor.
  • Die Lohnschere zwischen Mann und Frau ist dabei konstant offen geblieben.
  • Arbeitnehmende verdienten im Mittel 68'800 Franken, 600 Franken mehr als im Vorjahr.
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Aus dem Archiv: Mindestlohn gegen «Working Poor»-Problem
Aus Schweiz aktuell vom 16.06.2020.
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Einzig bei Frauen in Vollzeitstellen näherten sich die Löhne ganz minim denjenigen der mit selbem Pensum arbeitenden Männern an: 72'800 (Medianwert) erhielten Frauen 2019 für 90-100-Prozent-Stellen, Männer 86'000 Franken: Frauen hatten damit Ende Jahr 1300 Franken mehr in der Lohntüte, Männer nur 800 Franken zusätzlich, wie die neueste Jahresstatistik des Bundesamts für Statistik (BFS) vom Dienstag festhält.

Das wurde dann bei den Teilzeitstellen wieder kompensiert: Während Frauen wie im Vorjahr im Schnitt 38'500 Franken heimbrachten, erhielten Männer 48'100 Franken, ganze 2600 Franken mehr als 2018.

Im Büro ist das Niveau relativ konform

Ansonsten tat sich wenig in der Statistik: Am dicksten war die Lohntüte im Mittelwert bei Vollzeit-Führungskräften mit knapp 123'000 Franken – Frauen 105'700, Männer 130'00. Bei den relativ hohen Löhnen waren Frauen als Bürokräfte verglichen mit ihren männlichen Kollegen noch am besten dran, sie verdienten «nur» 9.2 Prozent weniger. Akademikerinnen hatten es mit minus 11 Prozent auch noch relativ gut verglichen mit dem Mann/Frau-Spalt bei den Löhnen von Führungskräften, der 18.7 Prozent betrug.

Am allerwenigsten verdienten weibliche Hilfsarbeitskräfte mit 19'400 Franken, Voll- und Teilzeit zusammengenommen. In ihrer Sparte waren auch die Geschlechter-Diskrepanzen am schärfsten: Männer verdienten im Schnitt drei Mal mehr – knapp 58'000 Franken.

SRF 4 News, 23.06.2020, 11 Uhr;

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Samuel Egger  (S.Egger)
    Ungerechtigkeiten in der Lohnfrage gibt es überall und auf jeder Stufe: eine Teilzeitarbeitende Person (auch Männer!) verdienen im Verhältnis weniger als Vollzeitarbeitende. Ein Quereinsteiger wird Chef, hat keine Ahnung von der Materie und man hat keine Ahnung was er den ganzen Tag macht. Aber er verdient bestimmt mindestens 20prozent mehr als einen langjärhigen Mitarbeiter welcher hart für die Firma schuftet.
  • Kommentar von Roger Ebischer  (RO.Ebi)
    Ausserdem hat die Untersuchung von Google ergeben, das Männer für die eigentlich geleistete Arbeit zu wenig verdienen, da Männer oftmals Zusatzarbeit "gratis" erledigen. Was auch noch interessant ist, weshalb Frauen weniger von der Armut betroffen sind als Männer und weshalb Frauen trotz des so tieferen Verdienst, fast gleich viel konsumieren?
    1. Antwort von Martin Egger  (Martin Egger)
      Frauen heiraten eben meist einen besser verdienenden Mann, und sehr selten einen armen Schlucker. Gütertrennung in der Ehe ist oft ein Tabuthema.
    2. Antwort von Peter Zurbuchen  (drpesche)
      Und die von Frauen geleistete immense Gratisarbeit in Familie und Gesellschaft kann man neben der grossartigen Zusatzarbeit der Männer natürlich grosszügig vergessen...
    3. Antwort von Martin Egger  (Martin Egger)
      Das habe ich nicht gesagt, Peter. Aber welcher Mann wäre nicht gerne bereit, unter günstigen Voraussetzungen Gratisarbeit zu leisten? Die Voraussetzungen für Männer sind diesbezüglich weniger gut.
  • Kommentar von Remo Kucera  (Remo Kucera)
    Wird auch Zeit, dass man Sozialberufe besser bezahlt...

    Also dort, wo mehr Frauen arbeiten. Weil dieser Unterschied kommt nur so zustande.

    Ja, man sollte alle Beruf nicht auf einen Haufen werfen. Das verfälscht eine leider Statistik komplett...
    1. Antwort von Manuel Nagel  (mkrm)
      Aber warum geht man dann in diese Berufe, obwohl man mit der Entlohnung unzufrieden ist? Das ist ja nicht erst seit heute so.
      Klar, viele mögen andere Prioritäten als Höhe des Lohns haben, aber dann bekommt man ja einfach das, was man wollte.
    2. Antwort von Peter Zurbuchen  (drpesche)
      Nein, Herr Kucera, der Unterschied kommt auch, aber sicher nicht "nur" so zustande. Steht ja im Text ausdrücklich, dass auch zum Beispiel bei Akademikerinnen noch ein Unterschied von 11% besteht.
      Mit grosser Wahrscheinlichkeit hat man andere Prioritäten, Herr Nagel. Aber bedeutet das, dass man deshalb diese Berufe nicht ansprechend entlöhnen muss? Die "Corona-Heldinnen" können wir wieder vergessen, wir haben ihnen ja geklatscht?