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Gesichtsmasken ausverkauft: Doch die Tessiner vertrauen den Behörden
Aus HeuteMorgen vom 26.02.2020.
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Erste Infektion mit Covid-19 Tessiner sind besorgt, vertrauen aber den Behörden

Die Tessiner sind angesichts der vielen Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus in Norditalien besorgt. Trotzdem bleiben sie ruhig.

Soeben hat dieser Mann erfahren, dass das Coronavirus das Tessin erfasst hat. Macht das Angst? «Nein, im Moment nicht. Aber ich werde jetzt wohl Menschenansammlungen meiden», sagt er.

Zu Menschenansammlungen kommt es etwa an der Fasnacht. Dort, in einer Beiz, sitzt ein Mann beim Bier. Er hat mulmige Gefühle. «Ich bin besorgt. Im Tessin sind wir zwar gut organisiert, aber Italien mit seinen vielen Fällen ist so nahe», sagt der Mann. «Wir sind sicher – und trotzdem haben wir Angst.»

Kranke sollen Hausarzt kontaktieren

Trotz der Angst herrscht Vertrauen in die Behörden. Diese wollen künftig an den Spitälern potenziell erkrankte und gesunde Menschen schneller voneinander trennen. Denn auch im Tessin suchen derzeit viele Menschen die Notaufnahmen auf.

Infoline des Bundes

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat für Fragen zum neuartigen Coronavirus eine Infoline eingerichtet:
Telefonnummer 058 463 00 00
Sie ist täglich während 24 Stunden erreichbar.

Auf der Webseite des BAG, Link öffnet in einem neuen Fenster gibt es tagesaktuelle Informationen.

Allerdings sei es viel besser, seinen Hausarzt anzurufen, wenn man verunsichert sei, empfehlen die Behörden. So sei das Risiko kleiner, möglicherweise weitere Menschen anzustecken. Der Hausarzt könne die vorgesehenen Massnahmen einleiten.

Bislang funktioniert der Plan

Diese sogenannte Massnahmenkette habe beim infizierten Tessiner, der sich nahe Mailand angesteckt hat, vorbildlich funktioniert, sagen die Behörden.

Komplett angstfrei sei er deswegen aber nicht, betont der Tessiner Gesundheitsdirektor Raffaele de Rosa. «Ich bin besorgt wie alle hier. Aber als Teil der Regierung müssen wir überlegt und vor allem den Verhältnissen entsprechend handeln.»

Drastische Massnahmen nicht ausgeschlossen

Je nachdem wie sich die Situation entwickelt, müssten auch Massnahmen erlassen werden, die den Alltag der Tessinerin verändern. «Die Idee, ganze Dörfer zu schliessen, ist sehr drastisch. Wir schliessen aber nichts kategorisch aus», sagt de Rosa. Man müsse sauber und anhand objektiver Kriterien entscheiden, denn diese Situation werde noch viele Monate dauern.

Gewisse Verhaltensänderungen hat es im Tessin bereits gegeben. So hat etwa die Diözese Lugano entschieden, dass die Hostien nur noch in die Hand und nicht mehr direkt in den Mund gegeben werden.

HeuteMorgen, 26.2.2020, 07:00 Uhr; snep;schm

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Karoline Thürkauf

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