Der Sommer ist da – eigentlich schon fast der Hochsommer. Über die Pfingsttage war Schwitzen angesagt und Abkühlen im Wasser oder in den Bergen. Die letzten Tage sind die Temperaturen zum ersten Mal dieses Jahr auf 30 Grad und mehr gestiegen. Auch die nächsten Tage soll es in der ganzen Schweiz so weitergehen. Wie besonders das aktuell warme Wetter ist, und ob es so bleibt, beantwortet SRF-Wetterexperte Simon Eschle.
Wie aussergewöhnlich sind so hohe Temperaturen Ende Mai?
Es ist aussergewöhnlich: einerseits die Dauer dieser Hitzephase, andererseits die Intensität. Das sieht man etwa bei der Anzahl Hitzetage: Ein Hitzetag wird als solcher bezeichnet, wenn 30 oder mehr Grad erreicht werden. Das ist normalerweise nicht in jedem Jahr im Mai der Fall. Und in diesen Tagen gibt es Messstationen, die gleich mehrere solche Hitzetage verzeichnen. Es ist also sehr aussergewöhnlich.
Wie lange bleibt es so sonnig und heiss?
Grob gesagt bis Samstag. Dann zeichnet sich eventuell ein kurzer Wetterwechsel ab. Die Temperaturen gehen dann etwas zurück, es bleibt aber warm. In den nächsten Tagen geht es also sonnig und auch heiss weiter.
Erste Hitzetage in der Schweiz – die besten Bilder
-
Bild 1 von 17. De Sommer isch da! Pünktlich zu Pfingsten lockt frühsommerliches Wetter die Menschen an die Sonne und ans Wasser. Bei Muri bei Bern sind erste Wasserfahrende auf der Aare unterwegs. Bildquelle: Marianne Binggeli.
-
Bild 2 von 17. Morgenstille . Am Gantrischseeli kann man die Morgenstille geniessen. Bildquelle: Brigitte Blatti .
-
Bild 3 von 17. Sommer... Auch in Wädenswil ZH ists am Wasser am schönsten. Bildquelle: charlotte stocker.
-
Bild 4 von 17. ...Sonne... Bei Münsingen BE geniessen Böötlerinnen und Böötler die Fahrt auf der Aare – die Saison ist eröffnet. Bildquelle: Silvia Burri .
-
Bild 5 von 17. ...Sonnenschein! Bereits am Samstag knackten erste Gemeinden im Wallis und im Baselbiet die 30-Grad-Grenze. Im Tessin reichte es mit 29 Grad knapp nicht. Bildquelle: Werner Caviezel .
-
Bild 6 von 17. Fussballfieber 1. Tausende Fans des FC St. Gallen marschieren bei sommerlichen Temperaturen an den Cupfinal Richtung Stadium Wankdorf in Bern. Bildquelle: SRF.
-
Bild 7 von 17. Fussballfieber 2. Fans des FC St. Gallen feiern am Public Viewing in der St. Galler Innenstadt das erste Tor ihrer Mannschaft am Cupfinal gegen Lausanne-Ouchy. Gegen die Hitze helfen Getränke und Hüte und Mützen aller Art. Bildquelle: Keystone/GIAN EHRENZELLER.
-
Bild 8 von 17. Bald wird gepaddelt. Am Klöntalersee warten Boote auf Kapitäne. Oder mindestens auf Paddler. Bildquelle: Andrea Marty.
-
Bild 9 von 17. I am sailing... Die grosse Freiheit erleben, bei Sisikon auf dem Vierwaldstättersee. Bildquelle: Daniela Chirici.
-
Bild 10 von 17. Segeln mit den Mythen im Hintergrund. Bildquelle: Karolin Schilling.
-
Bild 11 von 17. Stau zäme! Auch hier wars heiss: Vor dem Nordportal des Gotthard-Strassentunnels sorgte hohes Verkehrsaufkommen am Samstag zeitweise für Stau über 20 Kilometer. Bildquelle: (KEYSTONE/Urs Flueeler).
-
Bild 12 von 17. Auch Hockeyfans haben heiss. Schweizer Kühe im Hockeyfieber: Fans feiern den Sieg der Nati gegen Ungarn in der Vorrunde der Eishockey-Weltmeisterschaft in Zürich. Bildquelle: KEYSTONE/Andreas Becker.
-
Bild 13 von 17. Der frühe Vogel... Herrliche Morgenstimmung am Inkwilersee bei Bolken SO. Bildquelle: Marlise Wyss .
-
Bild 14 von 17. Sonnenbrille und Hut. Beim Oberaargauischen Schwingfest in Niederbipp gehörten Sonnenbrille und Hut zur Standardausstattung des Publikums. Bildquelle: KEYSTONE/Peter Klaunzer.
-
Bild 15 von 17. Beste Sommerlaune . Wolkenlos und in bester Sommerlaune präsentiert sich der Himmel beim Blick von Betlis SG über den Walensee. Bildquelle: Anita Heeb.
-
Bild 16 von 17. Morgenstund... Auch auf dem Urnerboden lohnt es sich, früh aufzustehen. Bildquelle: Thomas Zimmermann.
-
Bild 17 von 17. Auch der Sihlsee SZ präsentiert sich von seiner besten Seite. Bildquelle: Eveline Helfenstein-Furrer.
Warum ist es so schnell so heiss geworden?
Der Grund ist ein kräftiges Hochdruckgebiet, welches uns erreicht hat. In einem solchen Hochdruckgebiet spielen mehrere Faktoren mit: Erstens sinkt die Luft ab, wird zusammengedrückt, komprimiert und erwärmt sich dabei. Zweitens ist in einem Hochdruckgebiet meist schönes Wetter, es ist wolkenlos. Die Sonne hat also den ganzen Tag Zeit, die Erde zu erwärmen. Ein dritter Faktor ist warme Luft aus dem Süden, die zu uns geführt wird. Und eine Kombination dieser drei Faktoren ergibt eine solche Hitzephase, wie wir sie derzeit erleben.
Lässt sich jetzt schon etwas für den kommenden Sommer ablesen?
Nein, man kann keine direkte Schlussfolgerung ziehen. Es gibt aber Wettermodelle, welche eine Tendenz für den Sommer anzeigen. Diese Modelle gehen davon aus, dass es wärmer wird. Was bereits klar ist: Es ist aktuell sehr trocken. Das heisst, wir starten schon mit einem Regendefizit in den Sommer. Dann wird sich die Frage stellen, ob dieses Defizit noch grösser wird oder dann doch irgendwann einmal der grosse Regen kommt.