Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Video Französischer Kampfjet wird getestet abspielen. Laufzeit 01:57 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.05.2019.
Inhalt

Evaluation von Kampfjets Die Rafale im Testprogramm

In der letzten Evaluation war vor allem der Preis des französischen Jets ein Thema. Diesmal könnte das Geld für mehr Flieger reichen.

Rafale nennen die Franzosen eine Böe oder einen Windstoss – und so nennen sie auch ihren modernsten Kampfjet. Eine Eigenentwicklung, die zurzeit in Payerne von Schweizer Spezialisten getestet wird.

Vor sieben Jahren galt der Rafale als Favorit. Doch der Bundesrat entschied sich für den Kauf des günstigeren Gripen aus Schweden, was das Stimmvolk dann ablehnte. Für den französischen Hersteller Dassault ist das bis heute eine bittere Niederlage. «Eigentlich hatten wir verloren, weil wir nicht ausgewählt wurden», sagt Philippe da Silva Passos von Dassault Aviation. «Bei der technischen Evaluation aber hatten wir den ersten Platz erreicht.»

Maximal sechs Milliarden Franken

Der Rafale gilt als teures Flugzeug. Es stellt sich die Frage, ob teure Jets überhaupt noch eine Chance haben, nachdem Verteidigungsministerin Viola Amherd letzte Woche eine maximale Kaufsumme von sechs Milliarden festlegte.

Aviatik-Experte Hansjörg Bürgi geht davon aus, dass deutlich mehr als das oft genannte Minimum von 30 Flugzeugen finanzierbar ist. «Wenn man diese sechs Milliarden durch 40 teilt, gibt das einen Systempreis von 150 Millionen», sagt Bürgi. Für dieses Geld bekomme man das Flugzeug, das die Schweiz brauche.

Nur noch Kompensation von 60 Prozent

Ein zweiter Entscheid des Bundesrates könnte teure Kampfjet-Typen deutlich billiger machen. Die Hersteller müssen neu nicht mehr hundert Prozent der Kaufsumme mit Gegengeschäften an die Schweizer Industrie kompensieren, sondern nur noch 60 Prozent. «Der Preis dürfte dadurch sinken, das heisst, die Schweiz bekommt mehr Flugzeuge zu einem besseren Preis», so Bürgi.

Wird das Flugzeug billiger bei nur 60 Prozent Kompensation? Er gehe nicht auf solche wirtschaftlichen Überlegungen ein, sagt Philippe da Silva Passos. «Sie sind geheim, sowohl für uns als Hersteller als auch gegenüber dem Schweizer Kunden.»

Neben dem Rafale werden noch vier weitere Kampfjets hier in Payerne getestet. Ganz am Schluss, Ende Juni dann auch wieder der Gripen aus Schweden.

Datenblatt Rafale B
Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

38 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Alex Kramer  (Kaspar)
    kann ich davon ausgehen, dass die Ablehner meines Kommentars weder ABC-Drill erfahren noch jemals einen ABC-Schutzanzug getragen haben?
    oder mögt Ihr einfach völkerrechtswidrige Aktionen?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Alex Kramer: Wir haben das alles auch erlebt waren aber, im Gegensatz zu Ihnen, froh, wenigstens die paar Stunden geschützt zu sein.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Alex Kramer  (Kaspar)
    Der Rafale hat sich bereits im Krieg bewährt, steht da (beim F/A-18 und F-35 ebenso). Dass man im ö-r Bereich Werbung betreiben kann mit einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg in Libyen, bei unserer ausgesuchten Neutralität?
    Für mich ist das Heuchelei höchsten Grades. So wie 1991 in der RS, als man uns mit Pelerine und Plastikhandschuhen gegen ABC-Angriffe drillte und 3 Jahre später erklärte, dass der neu eingeführte Schutzanzug höchstens für die paar Stunden der Evakuierung Schutz biete.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Achim Frill  (Afri)
    2125km/h. Für was brauchen wir einen Flieger, der in 8 Minuten von einer zur anderen Landesgrenze fliegen kann? Das ist für so ein kleines Land, dazu noch neutral, ein beispiellos übertriebener Wahnsinn, in dem es doch nur darum geht, dass die Rüstungswirtschaft beglückt wird. Ein paar schnelle, gut bewaffnete Kampfhelikopter wären für unser Land deutlich effektiver gegen BöFeis. Und überhaupt: heutige Bedrohungen kommen doch zu 99% aus dem Netz. Mein Nein zum jedem Fliegervorschlag ist sicher.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Achim Frill: Ich nehme an, Sie fahren mit Ihrem Auto auch nicht mit 250 km/h herum, auch wenn der Tacho bis dorthin geht.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Das sind Höchstgeschwindigkeiten, welche im normalen Betrieb nicht ansatzweise erreicht werden aber im Notfall eben doch zur Verfügung stehen. Kampfhubschrauber ersetzen keine Flugzeuge... Wie soll ein Heli ein Zivilflugzeug überprüfen können bei dessen Geschwindigkeit und Flughöhe?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen