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Internationaler Klimastreik auch in Bern
Aus Tagesschau vom 19.03.2021.
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Fridays for Future Klimajugend streikt – Polizei interveniert

  • In mehreren Schweizer Städten haben Klimaaktivistinnen und -aktivisten mit Sitzstreiks für ehrgeizigere Ziele beim Klimaschutz demonstriert.
  • In Bern musste die Polizei intervenieren, weil mehr als die bewilligten 15 Personen anwesend waren.

Die Aktion auf dem Waisenhausplatz in Bern war von den Behörden zugelassen worden – aber nur für maximal 15 Personen. So viele Menschen dürfen sich derzeit in der Schweiz im Freien versammeln.

Die Polizei forderte die Aktivisten deshalb bereits kurz nach Beginn der Veranstaltung auf, den Versammlungsort zu verlassen, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Viele der 200 bis 300 Demonstrierenden hätten sich dann in kleinere Gruppen auf dem Waisenhausplatz aufgeteilt.

Trotzdem führte die Polizei Personenkontrollen durch und nahm Personalien auf. Dies stiess nicht bei allen Anwesenden auf Verständnis: Sie hielten ja die Abstände ein und trügen Masken, kritisierte eine Aktivistin.

Aktionen in 20 Städten

Auch in St. Gallen versammelten sich weit mehr als die vom Bund erlaubten 15 Personen. Nach Angaben eines Reporters von Keystone-SDA vor Ort kamen in der Marktgasse in der Innenstadt rund 100 Aktivistinnen und Aktivisten zusammen.

Aus Rücksicht auf die Corona-Vorschriften verzichteten die Organisatoren jedoch auf einen grossen Demonstrationszug, die Protestierenden bildeten stattdessen dezentrale Sitzstreiks. Ähnliche Aktionen waren in rund zwanzig Schweizer Städten geplant. Einige haben bereits am Morgen begonnen, andere waren für den Nachmittag angesetzt.

Netto null bis 2030

Der internationale Streiktag steht weltweit unter dem Motto #NoMoreEmptyPromises (keine leeren Versprechen mehr), wie die Organisation Klimastreik Schweiz mitteilte. Denn trotz anhaltender Proteste falle die bisherige Bilanz «trübe» aus. Auch in der Schweizer Klimapolitik werde viel zu wenig gemacht.

In der neuen Klimastrategie des Bundesrats hat sich die Landesregierung das Ziel gesetzt, die Schweiz bis 2050 in die Klimaneutralität zu führen. Das ist den Aktivistinnen zu wenig ambitiös. Die Klimastreikbewegung strebt an, dass die Schweiz bis 2030 klimaneutral wird, also netto null CO2-Emissionen produziert.

Anfang Jahr hatte die Klimastreikbewegung deshalb einen 377-seitigen Aktionsplan vorgestellt, der aufzeigen soll, wie das Ziel von netto null Treibhausgasemissionen bis 2030 zu erreichen ist. Die Protestierenden fordern gleichzeitig einen «grundlegenden Wandel» hin zu einer «ökologischen und sozialen Gesellschaft».

Tagesschau, 19.03.2021, 12:45 Uhr;

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40 Kommentare

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  • Kommentar von Bernhard Zwahlen  (B.Zwahlen)
    Aber eine Coronademo in Liestal mit 5000 Leuten ohne Maske toleriert man?

    Also die Polizei und Demos: irgendwie gibt es wohl je nach Grösse der Demo, Alter oder Geschlecht der Teilnehmenden unterschiedliche vorgehensweisen. Oder?
  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Ein Witz, diese Vorschläge, dabei weiss man seit jeher, was zu tun od.zu lassen wäre, hat sich aber von Anfang an nicht als Teil der Natur gefühlt, ihre Gesetze respektiert. Wer glaubt denn ernsthaft, dass sich das innert nützlicher Frist ändern würde? Wachsen wir expon.über 1.2%/J weiter wie seit 20J, wird sich die Menschheit in ca 55J verdoppelt, werden letzten Ressourcen auf dem Altar unserer Bedürfnisse geopfert, sämtl.Massnahmen umsonst sein und die Erde sich unser schonungslos entledigen.
  • Kommentar von Albert Bachmann  (AFB)
    Warum schreitet hier die Polizei ein und verteilt Anzeigen obwohl alle Masken tragen? Bei Coronademonstrationen wird zugeschaut, obwohl sich die allerwenigsten an die Massnahmen halten. Dort sollte doch ebenfalls durchgegriffen und gegen alle Maskenverweigerer eine Anzeige erstellt werden! Wenn sie aber bei diesen Covidleugnern nicht durchgreift, dann sollte sie es hier auch nicht tun!
    1. Antwort von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
      Eben, steht ja da oben: "In Bern musste die Polizei intervenieren, weil mehr als die bewilligten 15 Personen anwesend waren."