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SRF-Reporter berichtet von der unbewilligten Demo in Aarau
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 08.05.2021.
abspielen. Laufzeit 04:22 Minuten.
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Gegen Corona-Massnahmen Rund 1500 Personen an unbewilligter Demo in Aarau

  • Die Polizei war mit einem Grossaufgebot an einer Corona-Massnahmen-Demonstration in Aarau im Einsatz.
  • Insgesamt rund 1500 Demonstrierende hätten sich versammelt, so die Schätzungen der Polizei.
  • Die Kundgebungen in Aarau und Wettingen AG waren zuvor von den Behörden verboten worden.

Die Polizei habe bewusst auf eine gewaltsame Auflösung der Gruppen verzichtet, heisst es in einer Mitteilung. Mediensprecherin Corina Winkler erklärte auf Anfrage, dass «Druck sofort Gegendruck erzeugt». Die Stimmung sei aggressiver gewesen als bei anderen Kundgebungen.

Zum Teil sei es denn auch zu Konfrontationen gekommen, die Polizei habe Zwangsmittel einsetzen müssen. Insbesondere hatten Beamte Reizstoffe gegen einige Demonstrierende eingesetzt beim Schlossplatz direkt neben der Altstadt. Sie hatten offenbar versucht, sich gewaltsam Zutritt zu verschaffen. Ein Mann habe einen Polizisten per Kopfstoss attackiert, er wurde vorläufig festgenommen.

Kundgebung auch in der Innenstadt

Eine «geschlossene Kundgebung» sei durch den Einsatz verhindert worden, so die Polizei weiter. Damit habe auch eine sehr dichte Ansammlung von Menschen unterbunden werden können. Mehrere Hundert Beamte standen am Samstag im Einsatz.

Praktisch keiner der Demonstrierenden trug eine Maske, wie SRF-Reporter vor Ort beobachteten. Auch die Polizei schreibt, die Schutzmassnahmen seien «mehrheitlich nicht eingehalten worden». Die Teilnehmenden der Kundgebung zogen im Verlaufe des Nachmittags mehrfach durch die Altstadt von Aarau und über die Bahnhofstrasse, die Hauptverkehrsachse der Aargauer Kantonshauptstadt. Es kam zu massiven Verkehrsbehinderungen. Die Kundgebung löste sich gegen 17:30 Uhr auf.

Die Aargauer Kantonspolizei hatte im Vorfeld der angekündigten unbewilligten Demonstration die Zufahrtsstrassen nach Aarau kontrolliert. So habe man «etliche Kundgebungswillige» von einer Teilnahme abhalten können. Es seien 180 Wegweisungen ausgesprochen worden, heisst es in der Mitteilung vom Abend. Die Polizei habe damit immerhin den angekündigten Aufmarsch von bis zu 5000 Personen verhindern können.

Organisatoren distanzierten sich offiziell

Das Aktionsbündnis hatte diese Woche mitgeteilt, es verzichte aufgrund der fehlenden Bewilligung auf die Durchführung einer Kundgebung in Aarau oder Wettingen. Man distanziere sich von der Organisation einer nicht bewilligten Demonstration. Gleichzeitig schrieb das Aktionsbündnis aber, man habe keinen Einfluss auf die Reaktion von mündigen Bürgerinnen und Bürgern auf das Verbot einer direktdemokratischen politischen Veranstaltung.

Am 24. April hatten in Rapperswil-Jona SG rund 4000 Personen – die meisten ohne Masken – gegen die Corona-Massnahmen demonstriert. Die nicht bewilligte Kundgebung verlief friedlich, die Polizei hielt sich zurück.

SRF 4 News; 8.5.21; 14 Uhr;

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166 Kommentare

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  • Kommentar von Erva Devilla  (ErvaDevilla)
    Es ist unerträglich, wie die Polizei durch dieses rechtsstaatlich fragwürdiges Verhalten ihre Glaubwürdigkeit verspielt, indem Sie die gesundheitsgefährdenden, rechtspopulistischen Coronaleugner gewähren lässt. Friedliche Frauen-, Klima- und Arbeiterkundgebungen wurden, obwohl die Teilnehmer Masken trugen, brutalst aufgelöst. Da die Gesetze offensichtlich nicht für alle Gesellschaftsgruppen gelten, ist dieses Verhalten staatszersetzend!
  • Kommentar von Manuela Weber  (Wello)
    Freiheit für das Volk oder den Virus? Die Zahlen sinken, immer weniger Einschränkungen, gegen was demonstrieren diese Menschen ? Schade für die Steuergelder die da ausgegeben werden müssen wegen dem Polizeieinsatz. Geniest das Wetter und das Leben. Und das bischen Maske, es gibt wirklich schlimmeres!
  • Kommentar von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
    Einfach eine Schande, diese Leute. Und noch mehr Schande über die Polizei von Aarau, die anscheinend wieder mal auf dem rechtsextremen Auge blind ist.