Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Gerissene Nutztiere Bund lehnt Abschussgesuch für zwei Bündner Jungwölfe ab

  • Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) hat ein Abschussgesuch Graubündens für zwei Jungwölfe im Bündner Oberland abgelehnt.
  • Die Kriterien für einen Eingriff in das Rudel sind nicht erfüllt, wie das Bundesamt mitteilt.
  • Mindestens zehn Tiere in einer Herde mit Schutzmassnahmen müssten von den Wölfen gerissen werden, damit ein Eingriff gerechtfertigt ist.
Audio
Aus dem Archiv: Bund muss Abschüsse von Wölfen bewilligen
01:26 min, aus Regionaljournal Graubünden vom 27.07.2021.
abspielen. Laufzeit 01:26 Minuten.

Die vom Stagias-Rudel verursachten Schäden liegen unter der Schwelle, die für eine Regulierung erreicht werden müsse, schrieb das Bafu am Mittwoch. Gemäss der aktuellen Jagdverordnung dürfen nur Risse angerechnet werden, wenn bei den betroffenen Herden zumutbare Schutzmassnahmen ergriffen wurden. Das bedeutet etwa das Aufstellen von Zäunen oder der Einsatz von Herdenschutz-Hunden.

Die vom Kanton Graubünden aufgeführten gerissenen Nutztiere seien aber nicht alle geschützt gewesen, so das Bundesamt. Es hat das Gesuch des Kantons um eine Abschussbewilligung deshalb abgelehnt. Graubünden kann gegen den Entscheid Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erheben.

Anderes Rudel reguliert

Hingegen hatte der Bund erst am 6. September einem Abschuss von drei Jungwölfen aus dem Beverin-Rudel in Mittelbünden zugestimmt. Die Wölfe hatten sich wiederholt Menschen genähert und liessen sich nur schwer vertreiben. Nur Tage nach der Bewilligung gelang es der Wildhut, zwei Jungtiere zu schiessen.

Als Reaktion auf den in verschiedenen Gebieten des Landes stark wachsenden Wolfsbestand passte der Bundesrat Ende Juni die Jagdverordnung an. Die Schwelle für den Abschuss von Wölfen wurde deutlich gesenkt. Gleichzeitig sollte der Herdenschutz mit «verbesserten Voraussetzungen» gestärkt werden.

Info 3, 22.09.2021, 12:00 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Johannes Hansemann  (Johannes Hansemann)
    Viele machen sich keine Vorstellung, wie schwierig es ist, ein totes Tier auf einer Alp zu finden. Und es zählen nur diejenigen, die gefunden werden und auch nachweislich vom Wolf getötet wurden. D.h. alle, die auf der Flucht zu Tode stürzen, die die nicht gefunden werden, die "nur" schwer verletzten und natürlich alle Ungeborenen zählen nicht. Somit wird vom Wolf viel mehr Schaden angerichtet als allgemein bekannt.
  • Kommentar von Toni Brunner  (Toni Br.)
    Wolfsfreunde sollten mal einige resten der Schafe zusammen lesen.
    Mal schauen ob sie dann immer noch Tierfreund des Wofes sind.
  • Kommentar von Pia Müller  (PiMu)
    Danke Bafu !!!