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Die Grenzen öffnen am 15. Juni
Aus Tagesschau vom 13.05.2020.
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Griechenland oder Balkonien? Herr und Frau Schweizer bleiben lieber zu Hause

Gut möglich, dass man auch dieses Jahr – mit Einschränkungen – Auslandferien machen kann. Doch will das überhaupt wer?

Ab dem 15. Juni gehen die Grenzen zumindest in den Nachbarländern der Schweiz – ausser Italien – auf, wenn die Ansteckungszahlen nicht wieder steigen. Und auch andere Ferienregionen wie Griechenland, die Türkei und Kroatien wollen ausländischen Touristen die Einreise ermöglichen. Zumindest in einigen europäischen Ländern könnten Sommerferien am Strand oder ein Städtetrip möglich sein.

Doch Frau und Herr Schweizer bleiben lieber zu Hause, wie eine nicht-repräsentative Umfrage unter den Usern von SRF News ergibt. Wir fragten, ob Sommerferien im Ausland eine Option seien. Über 18'000 Personen haben geantwortet. 69 Prozent davon wollen darauf verzichten.

Zu früh für Öffnung?

Bedenken haben die User vor allem, dass sich durch das Reisen das Virus in den Reiseländern verteilt oder in die Schweiz zurückgebracht wird. A. Flück meint dazu: «Genau diese Mobilität führt zur rasanten Ausbreitung des Virus.» Ob Ferien im Ausland zwingend notwendig und unverzichtbar seien, fragt er: «Eher nicht. Vor allem nicht, wenn dadurch die Gesundheit anderer gefährdet wird.»

Dieses Jahr machen wir doch mal Ferien in der schönen Schweiz.
Autor: M. ZelgerKommentatorin

Zu Bedenken führt auch das Tempo der Öffnungsschritte. So wäre es für M. Zelger sinnvoller, «wenn dieses Jahr die Grenzen noch zublieben, damit man die Entwicklung der Fallzahlen beobachten könnte». Schwäche sich die Pandemie bis Ende Jahr ab, könne man dann über die Grenzöffnung für den Tourismus reden. «Aber dieses Jahr machen wir doch mal Ferien in der schönen Schweiz», sagt sie und freut sich, dass ab dem 8. Juni Bergbahnen öffnen und die Schiffe «uns wieder über unsere wunderschönen Seen führen werden».

Mit dem Gedanken, noch zuzuwarten, bis eine grosse Anzahl von Menschen immun sei oder ein Impfstoff gefunden werde – was Jahre dauern könnte –, damit tut sich M. Sommer schwer, der auch zu bedenken gibt, dass es viel mehr Leute in der Schweiz habe, wenn niemand ins Ausland fahre.

Mit gesundem Blutdruck ins Ausland

31 Prozent der mehr als 18'000 Umfrage-Teilnehmer hält allerdings nichts von einer Reise ins Ausland ab – wenn auch die Reiselustigen in den Kommentaren ihre Argumente weniger anbringen. R. Künzi verweist auf seinen gesunden Blutdruck. D. Beck hofft auf Ferien in Deutschland oder Österreich, weil er dem Lärm und Geknalle des 1. August entgehen will.

Das griechische Volk ist mir sehr sympathisch (...). Gerne lasse ich mein Feriengeld dort zurück.
Autor: M. KaiserUser

Und M. Kaiser zeigt sich solidarisch mit den Ferienregionen: «Das griechische Volk ist mir sehr sympathisch, ähnlich bescheiden wie viele andere ärmere Länder. Gerne lasse ich mein Feriengeld dort zurück.»

Stay at Home auch in den Ferien

Und dann gibt es noch jene, die weder im Ausland noch in der Schweiz Ferien machen wollen, sondern auf Balkonien bleiben wie M. Bossert: «Ich würde zurzeit zwar nicht ins Ausland in die Ferien gehen, aber auch nicht in der Schweiz. Man bezahlt den vollen Preis, erhält aber nur beschränkte Angebote und Bewegungsfreiheiten.» Auch hierzulande werde es kaum wilde Partys geben, begründet er seinen Entscheid, seine schönsten Tage im Jahr auf die Zeit nach Covid-19 zu verlegen.

Ein normaler Sommer wird es nicht, für niemanden von uns.
Autor: Margrethe VestagerEU-Kommissarin

Eines ist klar: «Ein normaler Sommer wird es nicht, für niemanden von uns», wie es EU-Kommissarin Margrethe Vestager am Mittwoch formulierte.

Empfehlungen für Tourismusbetriebe in EU-StaatenQuelle: Europäische KommissionKlare Kommunikation der SicherheitsmassnahmenStändiger Kontakt zu den lokalen Gesundheitsbehörden Massnahmenpläne für den Fall einer Infektion im BetriebSchulung der Mitarbeiter zur Erkennung der Covid-19-SymptomeMinimierung des Personals pro TagVerringerung des physischen Kontakts zwischen PersonenEinhaltung der gängigen HygieneregelnPrüfung der Gäste beim Eintreffen auf SymptomeSicherstellung der Kontaktdaten der Gäste für ein mögliches TracingFestlegung einer maximalen Anzahl von Gästen in Restaurants, Bars, LobbyZuweisung von Zeit-Nischen für Essenszeiten, Poolbesuche oder FitnessstudiosEmpfehlung zum Maskentragen oder Trennwände in engen RäumenKeine Planung grösserer VeranstaltungenRäume öfter lüften, Oberflächen öfter desinfizieren

Tagesschau vom 13.05.2020, 19.30 Uhr

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Marlies Artho  (marlies artho)
    Komisch diese Erwähnung, (Griechenland oder Balkonien) ich denke es wird den Menschen einmal mehr etwas suggeriert, was so nicht stimmt. Die Schweiz besteht nicht nur aus Balkone, sie bietet viele schöne Sehenswürdigkeiten, leider sehen dies die Touristen eher und Wertschätzen die schöne Alpenlandschaft.Vielleicht gehen ja die meisten CHler Sonnenbaden um braungebrannt nach Hause zu kommen.Trotz der Warnungen vor Hautkrebs.Ob sie das fremde Land mit all den Schönheiten sehen sei dahingestellt.
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    1. Antwort von Marlies Artho  (marlies artho)
      Ergänzung: diejenigen die mit einem Ausländer/in verheiratet sind gehen natürlich gerne zu den Verwandten in die Ferien, dies sind bestimmt nicht wenige. So finde ich Balkonien eine Abwertung der Menschen und Land weil sie hier bleiben und im eigenen Land Ferien machen wollen, sorry
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  • Kommentar von Christian Baumann  (Christian Baumann)
    Auch wenn man jetzt auf mich einknüppeln wird:
    Es heisst, die Coronakrise ist die schlimmste Krise seit WK2. Im Sommer 1945 war man in Europa froh, dass man etwas zum beissen hatte. Da war nix mit Ferien. In einer angeblich vergleichbaren Situation lamentieren wir heute, wenn wir Ferien im GR, TI oder NE machen müssen (!?!). Was sind wir doch satt, fett, feist und faul geworden.
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    1. Antwort von Erich Singer  (liliput)
      Danke Herr Baumann Bin genau derselben Meinung; möchte einfach noch hinzufügen: masslos verwöhnt....!!
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  • Kommentar von Bernhard Bizer  (Avidya)
    Dieses feilschen um inländische Touristen nervt zusehends. Wenn am 15. Juni 2020 die Reisebeschränkungen aufgehoben sind, werden die, die es sich nicht leisten können oder wollen im Inland Urlaub zu machen oder die die schon seit vielen Jahren ihren Urlaub im benachbarten Ausland verbringen dies auch wieder tun. Und umgekehrt, werden sicher dann auch wieder Gäste aus den EU Staaten in der Schweiz Ferien machen.
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