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Werbefirmen müssen kreativer werden
Aus HeuteMorgen vom 05.05.2021.
abspielen. Laufzeit 01:46 Minuten.
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Harte Zeiten wegen Corona Schweizer Werbebranche muss sich neu erfinden

Werbefirmen leiden unter den Massnahmen. Die Branche wird vermutlich nicht mehr dieselbe sein wie vor der Pandemie.

Kaum Werbung für Reisen, Grossanlässe und Restaurantbesuche – eine Milliarde Franken hat die Werbebranche letztes Jahr verloren, zeigen Zahlen des Dachverbands Kommunikation Schweiz.

Aber dennoch: Aufgrund der Erfahrungen nach dem ersten Shutdown ist die Werbebranche optimistisch. Als die Läden und Restaurants wieder offen waren und gereist wurde, zogen auch die Werbeumsätze wieder an. Das könnte sich nach der Pandemie wiederholen.

Doch einfach den alten Plan für die Werbung aus der Schublade holen und so weitermachen, als wäre nichts gewesen, werde nicht funktionieren, meint Benno Frick, Geschäftsführer des Agenturnetzwerkes ASW für Werbeagenturen.

Kanäle überdenken

Das Netzwerk hat beobachtet, dass Social-Media-Plattformen in den letzten 14 Monaten extrem an Glaubwürdigkeit verloren haben. Das habe mit Verschwörungstheorien zu tun, die auf sozialen Medien kursieren, und welche die Nutzerinnen und Nutzer misstrauisch gemacht hätten.

Dies bedeute, dass bei den vielen Kanälen, die heute zur Verfügung stünden und von Firmen zur Kommunikation von Werbung genutzt würden, eine Triage stattfinden müsse, so Frick. Es sei wichtig, darüber nachzudenken, ob man auf den richtigen Kanälen unterwegs sei.

Zurück zu alten Strukturen

So habe der Kanal Briefkasten, also die adressierte Werbung, die nach Hause geschickt wird, in den letzten Monaten zum Beispiel an Bedeutung gewonnen. Dies, weil viele Menschen bereits den ganzen Tag vor dem Bildschirm sitzen und abends zur Abwechslung wieder vermehrt in Papier blättern wollten.

Ob auf alten Kanälen oder neuen: Werberinnen und Werber seien jedenfalls stark gefordert, meint Filippo Lombardi, der Präsident des Dachverbands Kommunikation Schweiz. Es sei klar, dass unter den jetzigen Bedingungen eine erhöhte Kreativität gefragt sei.

Mehr Kreativität, bestehende Kanäle überdenken – das kostet. Die Branche hofft deshalb, dass Unternehmen nun nicht ihre Werbebudgets kürzen.

SRF 4 News, 05.05.2021, 06:00 Uhr

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Jean-Pierre Schibich  (spectator)
    Nachtrag: Die beste Werbung ist immer noch die Mund-zu-Mund-Propaganda, gerade bei Dienstleistern, Restaurants und Läden.
  • Kommentar von Jean-Pierre Schibich  (spectator)
    Natürlich will Werbung zum Kauf animieren und kann durchaus informativ, intelligent und witzig sein. Einige Slogans sind aber offenbar mehr der Verzweiflung der WerbetexterInnen als der Kreativität entsprungen und bewegen sich auf Teletubbies-Niveau. Die nicht gewählten Varianten will ich mir gar nicht mehr vorstellen. Beispiele gefällig? "Jetzt isch tsch tsch!" bzw. "Grillitarier"; "Bring back the wow ..." (für ein Gerät); My taste away (Sandwichverpackung, kein Warnhinweis!).
  • Kommentar von Kev Baumann  (kevlar)
    Werbung ist reine Manipulation und bedient sich unserer Denkfehler.
    Ein Produkt wird ausschliesslich dann beworben, wenn es nicht läuft.