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Hilfesuchende im Pandemiejahr Dargebotene Hand: Mehr Anrufe von Männern und Chats für Teenager

  • Das Hilfsangebot «Die Dargebotene Hand» Zürich hat im letzten Jahr nach eigenen Angaben über 32'200 Gespräche registriert.
  • Das seien praktisch gleich viele wie im Vorjahr.
  • Chat-Beratungen sind aber stark angestiegen.
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Aus dem Archiv: Die angeschlagene Psyche leidet besonders
Aus Puls vom 02.11.2020.
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Psychische Belastungen sind und waren schon vor dem Coronavirus eine «Pandemie», wie die Organisation am Sonntag mitteilt. So ist in den vergangenen fünf Jahren die Zahl der Anrufe bei 143 in Zürich um 46 Prozent gestiegen.

Mehr männliche Anrufer

Verändert hätten sich allerdings die Anrufenden und die Themen. So wählten gut 20 Prozent mehr Männer die Nummer 143.

Im Jahr 2020 ging es bei Ausbruch der Pandemie noch um die Angst vor dem Virus, später dann um die Auswirkungen. Die Sorgen während der zweiten Welle drehten sich vor allem um Arbeit und Ausbildung, Paarbeziehungen und Suchtverhalten.

Mehr Beratungen für Jugendliche

Mit 52 Prozent ist die Zahl der Chat-Beratungen stark gestiegen. Auf diesem Weg suchten vor allem Jugendliche und junge Erwachsene Hilfe. In jedem fünften Chat wurde das Thema Suizid angesprochen. Das sind 30 Prozent mehr als im Vorjahr und zeigt, dass die junge Bevölkerung besonders stark von der Pandemie getroffen ist, wie es in der Mitteilung heisst.

Hinter dem Hilfsangebot steht in Zürich ein Freiwilligenteam von 108 speziell ausgebildeten Frauen und Männern. Für die Chatberatung wurden im vergangenen Jahr zwölf neue Mitarbeiterinnen ausgebildet, die Hälfte davon ist unter 30 Jahre alt.

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Pro Juventute, Link öffnet in einem neuen Fenster, Hotline für Kinder- und Jugendliche: 147 (24x7)

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Suchthilfe Schweiz, Link öffnet in einem neuen Fenster: Hotline für Jugendliche im Lockdown 0800 104 104 (Di. bis Do. 9 bis 12 Uhr)

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SRF 4 News; 14.3.21; 12:30;

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Lukas Müller  (LukMu)
    An die Herren Kommentierenden vor mir: Nein, es geht uns jungen Leuten nicht nur um Ramba Zamba, saufen und Drogen konsumieren.
    Was uns Sorgen macht, ist unter anderem die Lage am Arbeitsmarkt, d.h. die stark angestiegene Arbeitslosenquote.
    Obwohl uns Junge die Krankheit unmittelbar am wenigsten betrifft, werden wir die Folgen der Massnahmen noch am längsten zu spüren bekommen.
    Auch wir haben das Recht auf eine Zukunft!
    1. Antwort von Silvio Kohler  (lordprong)
      Die Sorge um die Zukunft habe ich in meinem vorigen Kommentar ausgeblendet. Sicher ist sie vollkommen berechtigt. Noch etwas, was uns 'älteren' zu wenig bewusst ist zurzeit. Aber machen Sie sich nicht zu viele Sorgen, Herr Müller: der Kapitalismus hat immer Wege gefunden, Beschäftigung zu generieren. Ich würde Ihrer Generation eher anraten, die richtigen politischen Schlüsse zu ziehen. Denn das hat meine Generation und die meiner Eltern, leider, leider verpasst. Freundliche Grüsse und alles Gute
    2. Antwort von Hans Meuri  (hmeuri)
      Die Jugendarbeitslosigkeit liegt mit derzeit 3.3% nur leicht höher als der 10-Jahresschnitt (Quelle: SECO). In der Pflege und IT-Branche hat es zudem sehr viele offene Stellen.
  • Kommentar von Silvio Kohler  (lordprong)
    Mit Anfang 20 war es für mich sehr wichtig und befreiend, am Wochenende mit Freunden 'um die Häuser zu ziehen' und den Alltag hinter mir zu lassen. Auch in einer reichen Gesellschaft haben junge Menschen viele Fragen und Ängste. Freunde und Erlebnisse ausserhalb von zuhause sind grade dann wichtig! Ich bin 38 jährig und muss nicht mehr jede Woche Ausgang haben. Ich verstehe aber all die jungen Erwachsenen, denen diese Möglichkeit jetzt genommen wird. Mit Verzichtenkönnen hat das nichts zu tun!
  • Kommentar von Hans Meuri  (hmeuri)
    Dass besonders die junge Bevölkerung betroffen ist, ist eine direkte Folge einer falschen Erziehung in einer wohlstandsverwöhnten Gesellschaft. Wenn man nie gelernt hat zu verzichten, so kann man es auch nicht. Verzicht war bei der Erziehung unserer Kinder ein wesentlicher Bestandteil. Verzicht auf Markenklamotten, Verzicht auf auf Smartphones bis 16 Jahre, immer mal wieder Verzicht auf Ferien. Mit der Coronasituation haben sie null Probleme, sie befolgen die Massnahmen sogar strenger als nötig
    1. Antwort von Silvio Kohler  (lordprong)
      Das ist keine Frage der Erziehung oder des Verzichtenkönnens, Herr Meuri. Sie und ich wissen nicht, wie das ist, als Heranwachsender seine Freunde nur unter Pandemiebedingungen treffen zu dürfen. Oder erinnern Sie sich nicht auch gern an die Zeit Ihrer frühen Adoleszenz? Diese Zeit dauert vieleicht 3-5 Jahre, und ein Jahr hat die junge Generation schon verloren. Man kann auf Markenklamotten und Smartphones verzichten, aber was ist mit Erinnerungen mit Freunden in den prägenden Jahren?
    2. Antwort von Lukas Müller  (LukMu)
      Schon mal von der hohen Arbeitslosenquote gehört, insbesondere unter Jugendlichen?
      Die wird noch viel höher werden, wenn die Kurzarbeit wegfällt.
      Hier geht es um den Verzicht auf die Möglichkeit, den Lebensunterhalt zu verdienen. Hat mit Smartphones und Markenkleidern nichts zu tun!
    3. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Nein Herr Meuri das sehe ich nicht als Folge einer falschen Erziehung an,
      Verbote auszusprechen. Was sie sich zusätzlich leisten wollten, konnten sie sich ja in den Semesterferien erarbeiten und somit gleichzeitig lernen, wie teuer manche Hobbys sind. Jetzt ist auch dieses nicht mehr möglich, weil es kaum noch Jobs gibt.