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Impfoffensive des Bundesrats So bewegt der 50-Franken-Gutschein die SRF-Community

«Irritiert!», «schockiert und sprachlos!», «Gaht's no?»: So fällt der Grossteil der Reaktionen in den Kommentarspalten von SRF News auf die neue mögliche Massnahme des Bundesrats aus. Diese sehen einen 50-Franken-Gutschein vor für Personen, die jemanden vom Impfen überzeugen können.

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Berset: Es ist unkonventionell, aber wir versuchen aus der Krise zu kommen
Aus News-Clip vom 01.10.2021.
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Auch wenn Bundesrat Alain Berset an der Medienkonferenz mehrmals betonte, man sei sich bewusst, dass ein solcher Impfbonus eine unkonventionelle Massnahme sei, hätte man sich wohl mehr Zustimmung erwünscht. Denn das Ziel des Bonus sei die Förderung eines Diskurses über die Impfung, sagt Michael Beer, Leiter Projekt Impfoffensive.

Eine nicht repräsentative Umfrage bei SRF News zeigt: 68 Prozent der Userinnen und User würden den Impfbonus nicht begrüssen. Wieso das so ist und welche Chancen dennoch gesehen werden, zeigt ein Blick in die Kommentarspalte.

Förderung des Diskurses oder der Unglaubwürdigkeit?

Die unkonventionelle Motivationsspritze des Bundesrats wirkt auf viele schlicht unglaubwürdig. User Uwe W. schreibt: «Je verzweifelter der Bundesrat versucht, Impfwillige zu finden, desto unglaubwürdiger wird das Ganze». Zahlreiche weitere befürchten, dass der Impfbonus genau das Gegenteil bewirke: «Nun sollen Bürger missionieren und andere überzeugen. Der Bundesrat fördert damit die Spaltung der Gesellschaft finanziell!», meint Dieter S.

Solche Anreize machen noch misstrauischer. Geld bekommen fürs Impfen?
Autor: Doris F. SRF-Userin

Ganz anders sieht Anna B. die Massnahmen: «Sie setzen auf Informationen und Überzeugungsarbeit und sollen zum Nachdenken und Diskutieren anregen - alles positive Anreize, die die Menschen wieder näher bringt.» Auch Lukretia C. befürwortet die Impfoffensive grundsätzlich, sagt aber: «Das mit der Belohnung für private Impfberatung ist eine Schnapsidee. Ich hätte mir damit zwar schon einige Gutscheine verdient, aber verzichte gerne darauf.»

Das wichtigste wäre eine Kampagne gegen Fake-News!
Autor: Lukretia C. SRF-Userin

Fragwürdig finden auch viele User, dass Personen, die andere zum Impfen bewegen, selber nicht geimpft sein müssen: «Wie kann man jemanden überzeugen von etwas, wovon man selber nicht ganz überzeugt ist, denn sonst wäre man ja geimpft.» kritisiert Christine H.

Wer lässt sich so überzeugen?

«Der 50-Franken-Gutschein ist eine Massnahme, die verzweifelt tönt, aber nicht nötig ist. Wer sich bis jetzt nicht hat impfen lassen, wird sich doch durch diese Werbung nicht überzeugen lassen.», wie Christa W. sind viele der Meinung, dass der «Impfmarkt» gesättigt ist und selbst monetäre Anreize in dieser Situation nicht wirken, «Ich kenne schon Personen, die auf jedem Anlass anzutreffen sind, wo es eine Gratisbratwurst gibt. Aber die Impfskeptiker, die ich kenne, lassen sich damit nicht überzeugen.»

Es geht hier nicht darum, Impfgegner umzustimmen.
Autor: Katharina B. SRF-Userin

Anders sieht das Katharina B. und glaubt, dass es schon Leute gibt, die sich so impfen lassen: «Die Impfoffensive ist eine gute Sache, um die Leute zu erreichen, die bisher zu träge oder zu schlecht informiert waren.»

Tatsächlich hat die Ausweitung der Zertifikatspflicht Anfang September gezeigt, dass sich viele Ungeimpfte bis zu diesem Zeitpunkt nicht mit der Frage beschäftigt hatten oder eine Impfung aufgeschoben hatten. Erst die Ausweitung der Zertifikatspflicht hatte sie dazu bewegt.

Es stellt sich also die Frage: Wie viele Schweizerinnen und Schweizer lassen sich noch impfen? Wie viele Unentschlossene, «Noch-Nicht-Informierte» und «Impf-Aufschieber» gibt es tatsächlich noch, die das BAG durch so eine Impfoffensive erreichen könnte? Dies werden die nächsten Wochen und Monate zeigen, sofern der Massnahmenvorschlag erfolgreich die Konsultation bei den Kantonen durchläuft.

01.10.2021; SRF Tagesschau, 19:30 Uhr

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133 Kommentare

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  • Kommentar von Lilli Roffler  (Lilli Roffler)
    Üblicherweise werden Impfentscheide zwischen Ärzten und Ratsuchenden, anhand einer Risiko/Nutzenanalyse ergebnisoffen besprochen. Frage mich unter welchem Druck der Bundesrat steht, dass er zu solchen Mitteln, wie 50.- Franken Gutscheinen greift. Die Gesundheit der Bevölkerung kann nicht der Bewegrund sein.
  • Kommentar von Heinz Brüllhardt  (Bueggu)
    Haben wir eigentlich schon bemerkt, das Die Pandemie nur dort ist wo auch Geld ist.
    Wo sind die Mio Toten in der dritten ungeimpften Welt?
    1. Antwort von Katharina Bleuer  (Blk)
      Geben Sie in der Suchmaschine Ihrer Wahl "Covid Todesfälle weltweit" ein, und Sie erhalten Ihre Antwort.
    2. Antwort von Thomas Spirig  (lalelu)
      da wird alles gewissenhaft erfasst ...
    3. Antwort von René Svhönauer  (RSch)
      @Katharina: Ich gehe davon aus, dass die Frage von Bueggu nicht darauf abzielte. O.k. vielleicht nicht genau das Thema im speziellen betrifft, jedoch eine interessante These enthält.
    4. Antwort von Thomas Spirig  (lalelu)
      nein die these ist schwurblig.
  • Kommentar von alex bätscher  (ça va ou quoi?)
    also wenn's dazu noch ne bratwurst und kuchen gibt überleg'ich's mir...hey sorry aber ça va OU QUOI...???
    1. Antwort von Mike Filter  (Mike Filter)
      Bratwurst und es Mutschli würde mir schon reichen….
    2. Antwort von Heinz Emmisberger  (Heinz Emmisberger)
      Aber nur wenn es eine St.Gallerbratwurst ist!
      Dieser „Lockvogel“ 50.00 Fr. Ist unwürdig und
      total daneben.