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Impfstrategie Kanton Bern
Aus Schweiz aktuell vom 14.12.2020.
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Impfung gegen Coronavirus So läuft der Berner Corona-Impfplan ab

Der Kanton Bern informierte am Montag über seinen Impfplan. Es ist die grösste Impfaktion in der Geschichte des Kantons.

Darum geht es: Bern stellte am Montagnachmittag als erster Kanton seinen Impfplan vor. Die Gesundheitsdirektion bereitet sich derzeit darauf vor, ab Mitte Januar in grösserem Umfang Corona-Impfungen durchzuführen. Bis Mitte des Jahres 2021 will der Kanton die Hälfte seiner Bevölkerung geimpft haben. Voraussetzung ist, dass in der Schweiz bald ein Impfstoff verfügbar sein wird.

Wo zuerst geimpft wird: Geimpft wird dezentral in Impfzentren, die von den Regionalspitälern betrieben werden. In Bern gibt es zusätzlich einen Standort im Migros-Park im Wankdorf. Für Personen, die nicht selber zu den Impfzentren gelangen können, sind in den Regionen mobile Teams im Einsatz. Sobald alles angelaufen ist, will der Kanton in Alters- und Pflegeheimen impfen.

Wer ebenfalls impfen darf: Die grössten Mengen an Impfstoff erwartet die Gesundheitsdirektion im zweiten Quartal 2021. Dann sollen auch Arztpraxen und – wenn es die Vorgaben des BAG erlauben – auch die Apotheken als Impf-Orte dazu kommen. Schliesslich würde es der Kanton Bern auch begrüssen, wenn die Spitex zur Impfung zugelassen würde.

Wie und wer geimpft wird: Wer sich impfen lassen will, kann sich online registrieren und einen Termin vereinbaren. Am Ort der Impfung erfolgt eine Kontrolle der Angaben und Personalien, worauf die Impfung durchgeführt und dokumentiert wird. Als Alternative wird die telefonische Anmeldung über ein Call Center oder die Anmeldung per Brief möglich sein.

Der Kanton Bern richtet seine Planung darauf aus, bis Mitte 2021 die Hälfte der Bevölkerung impfen zu können. Was die Priorisierung angeht, da erwartet der Kanton Bern weitere Angaben des BAG. Klar ist bisher, dass stark gefährdete Personen zuerst geimpft werden sollen.

Weitere Informationen: Wie viele Impfungen genau zur Verfügung stehen, sei noch nicht klar, sagt Frank Neff, Mitglied des Sonderstabs. Das sei Sache des BAG. Während der Startphase soll es mehrere hundert Impfungen pro Region geben. Das werde aber stark gesteigert.

Der Regierungsrat des Kantons Bern sei froh, diesen Impfplan präsentieren zu können. «Wir haben endlich einen Lichtblick», sagt Gesundheitsdirektor Pierre-Alain Schnegg. «Gesundheit ist das grösste Geschenk, und zu ihr müssen wir alle Sorge tragen.»

Quelle: Bundesamt für Gesundheit BAG, Kantonale BehördenStand: 17.12.20Besonders gefährdete Personen (ohne Schwangere)Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt undBetreuungspersonal von besonders gefährdeten PersonenEnge Kontakte (Haushaltsmitglieder) von besonders gefährdeten PersonenReihenfolge der ZielgruppenPersonen in Gemeinschaftseinrichtungen mit erhöhtem Infektions- und Ausbruchsrisiko und deren PersonalAlle anderen Erwachsenen,die sich impfen lassen möchtenCovid-19-Impfung in der Schweiz:Aktueller StandStart der Impfungen ab Januar 2021Swissmedic entscheidet über Zulassung von ImpfstoffModerna:4.5 Mio.AstraZeneca:5.3 Mio.Pfizer/Biontech:3 Mio. Kantone sollen Anfang 2021 bereit seinKantone verantworten ImpfungFür Immunität muss Person zweimal geimpft werdenx270'000 Impfungen pro Tag möglichKantonale ImpfzentrenZuständig ist die ArmeeapothekeKosten für den/die Patient/in werden von obligatori-scher Krankenpflegeversicherung (OKP) übernommenSpäter auch Arztpraxen, Apotheken, SpitälerImpfung auch durch Spitex denkbarImpfdosenInsgesamt: 12.8 Mio.ImpforteVerteilungKostenNeinImpfpflichtKosten für die Krankenversicherer: 200–250 Mio. Fr. (Schätzung)Kosten für den Bund: 200–250 Mio. Fr. (Schätzung)1.2.3.4.5.CHF

SRF 4 News, 14.12.2020, 15:00 Uhr;

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52 Kommentare

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  • Kommentar von Andrea Erb  (Anna Mania)
    Wo kann man sich registrieren? Danke für eine Antwort.
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  • Kommentar von Mike Steiner  (M. Steiner)
    Wenn wir subsidiär dann auch noch Coronaleugner und Impfgegner in den Intensivstationen wegtriagieren könnten (auch wenn es nur ein Beinbruch ist), dann sähe es bald besser aus.
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  • Kommentar von Andy Gasser  (agasser)
    Wer geimpft ist, kann diesen Covid-19 Zirkus endlich verlassen. Denn nach einer Impfung spielt das Virus keine Rolle mehr. Die Impfung schützt 94% vor einer Infektion und 100% vor eine schweren Erkrankung. Somit muss man selber keine Angst mehr von dem Virus haben, kann sein Leben wieder selber bestimmen, ohne Angst und Einschränkungen. Daher ist es auch nur gerecht, wenn Einschränkungen für Geimpfte so rasch wie möglich aufgehoben werden.
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    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Ich begreife nicht wieso man vor der Impfung Angst vor dem Virus haben sollte. Das nützt doch niemandem etwas? Also sehe ich auch nicht wie eine Impfung für mein Leben im Sinne von Selbstbestimmung usw. einen Einfluss haben sollte. Ausserdem konnte bis jetzt noch nicht schlüssig gezeigt werden, ob symptomlose geimpfte nicht trotzdem noch ansteckend sein könnten. So lange bis das geklärt ist, dürften die Geimpften verpflichtet sein alle Regeln trotzdem einzuhalten.
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