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Coronavirus Kantone warten auf Startschuss für Impfungen

  • Während in gewissen Ländern wie Grossbritannien und den USA bereits Corona-Impfkampagnen gestartet sind, steht der Impfbeginn in der Schweiz noch aus.
  • Doch schweizweit laufen derzeit die organisatorischen und logistischen Vorbereitungen auf Hochtouren.
  • Die meisten Kantone stehen in den Startlöchern für den Impfbeginn.
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Aus dem Archiv: Hat das Ausland früher einen Impfstoff?
Aus 10 vor 10 vom 27.11.2020.
abspielen. Laufzeit 3 Minuten 35 Sekunden.

In vielen Kantonen sind Impfzentren vorgesehen, auch mobile Impf-Equipen sind geplant. Ab Januar sollen diese vielerorts bereitstehen. Bei der Frage, wer vorrangig geimpft werde, richten sich die Kantone nach den Zielgruppen und -vorgaben gemäss der Impfstrategie des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

Im Kanton Bern wird laut Gesundheitsdirektion zunächst nur in einigen, über das Kantonsgebiet verteilten Impfzentren geimpft. Im Kanton Zürich soll als Referenz-Impfzentrum das Zentrum für Reisemedizin in der Stadt dienen. Geplant seien auch mobile Impf-Equipen, etwa für Heime. Standorte für mögliche Impfzentren würden derzeit evaluiert.

Kantone evaluieren Standorte von Impfzentren

Auch der Kanton Aargau möchte der Bevölkerung rasch Impfungen ermöglichen. Noch ist offen, ob dies vor allem über bestehende Strukturen oder Impfzentren umgesetzt wird. Im Kanton Schaffhausen sind die Vorbereitungen «in vollem Gang», wie eine Sprecherin des Gesundheitsamtes sagt. Im Kanton Solothurn sind Anzahl und Standorte der Impfzentren in Evaluation.

Westschweiz informiert nächste Woche

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In der Westschweiz wollen in den kommenden Wochen die Kantone Jura, Freiburg und Neuenburg über das Vorgehen informieren. Unabhängig von der Entscheidung von Swissmedic sei Genf auf alle Szenarien vorbereitet, heisst es dort. Man rechne jedoch nicht vor Ende des ersten Quartals 2021 mit einer Impfung.

In der Waadt soll laut Gesundheitsdirektion in Zentren und mit mobilen Teams, die in Altersheimen zum Einsatz kommen sollen, geimpft werden. Im Wallis werde sich die Verabreichung der Impfdosen auf drei Pfeiler stützen; auf die Hausärzte, die Apotheken und die drei Impfstellen, teilt die Gesundheitsdirektion mit.

Ebenfalls wollen die Kantone Baselland und Basel-Stadt Anfang 2021 bereit sein. Baselland will vorerst mit einer zentralen Station für Corona-Impfungen starten. In Basel-Stadt soll in den Bauten der Messe Basel ein Impfzentrum bereitstehen.

Der Bund gibt den Takt vor

Die Kantone der Zentralschweiz lassen zum Teil noch offen, wie sie die Impfaktion durchführen wollen. Im Kanton Luzern werden Impfzentren sowie dezentrale Möglichkeiten wie Praxen und mobile Teams als Standorte geprüft. Sobald der Kanton vom Bund die nötigen Informationen erhalten habe, werde der Kanton die Bevölkerung informieren. Unverzüglich mit dem Impfen starten, sobald der Corona-Impfstoff zur Verfügung stehe, wollen auch Uri, Schwyz und Obwalden.

Der Kanton Zug plant derweil ein Impfzentrum sowie eine mobile Impf-Equipe. Nidwalden ist ab Januar grundsätzlich bereit für eine Impfkampagne, wie Kantonsarzt Peter Gürber verlauten lässt. Es sei angedacht, die Impfung dezentral in den Arztpraxen und Apotheken durchzuführen. Es bestehe aber auch ein Konzept für ein Impfzentrum.

Video
Aus dem Archiv: So funktioniert eine mRNA-Impfung
Aus SRF News vom 16.11.2020.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 40 Sekunden.

Auch die Ostschweizer Kantone wollen im Januar bereit sein. Nach derzeitigem Planungsstand dürfte es im Kanton Thurgau Impfzentren geben, wie die Staatskanzlei mitteilt. Auch im Kanton Appenzell Ausserrhoden ist angedacht, Impfzentren zu eröffnen. Es sei aber auch möglich, dass mit mobilen Impf-Equipen oder in Praxen geimpft werde. In Appenzell Innerrhoden werden Impfzentren im Spital und in den Hausarztpraxen eingerichtet, wie die Innerrhoder Ratskanzlei mitteilt.

Impfstoff-Zulassung ist noch hängig

In Graubünden und Glarus steht noch nicht abschliessend fest, wo geimpft wird. In Glarus könnte man sich ein kantonales Impfzentrum vorstellen, in Graubünden beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe mit dem Thema. Im Kanton St. Gallen laufen zurzeit die Vorbereitungsarbeiten zu den Impfungen und es soll nächste Woche darüber informiert werden. Im Tessin soll in bis zu sechs Impfzentren sowie bei Ärzten und in anderen medizinischen Einrichtungen geimpft werden, auch ein mobiles Team ist geplant.

Wann der Startschuss für die ersten Schweizer Corona-Impfungen fällt, liegt jedoch letztlich nicht in den Händen der Kantone. Denn sie müssen die Zulassung der Impfstoffe via Swissmedic und die Auslieferung durch den Bund abwarten.

Video
Aus dem Archiv: Swissmedic prüft Zulassung für Corona-Impfstoff
Aus Tagesschau vom 16.11.2020.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 46 Sekunden.

SRF 4 News, 13.12.2020, 05:30 Uhr;

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45 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Schmid  (W. Schmid)
    Melde mich freiwillig für die Impfung. Wenn ich dann in 10 Jahren eventuell Fischschuppen bekomme, dann gibt es sicher eine Gegenimpfung. Wichtig ist einfach für die Zukunft, Reisen ohne Impfausweis bedeutet, man muss einen gültigen vor 48 erstellten Corona Test mitführen.
    1. Antwort von Luc Villanueva  (Jesus mein Herr)
      Ja sicher...Sie gehören zu der Wunschklientel der Pharmaindustrie...
  • Kommentar von Susanne Lüscher  (Lol)
    Impfzentren? Testzentren? Alles damit die Leute kein persönliches Gespräch mit dem Fachpersonal ihres Vertrauens führen können.
    1. Antwort von Paul Dodd  (PaulD)
      Sie können immer noch ein Termin beim Arzt*In vereinbaren für Gespräche. Die Impfstoffe können leider nicht per Post an die Arztpraxen geliefert werden, wegen der besondere Kühlung und sehr grösse Stückelung. Um sehr viel Personen zwei Impfdosen in kurze Zeit abzureichen, machen Zentren durchaus Sinn.
  • Kommentar von Claudio Ferrarini  (Freedom4all)
    Wer denkt nach der Impfung wieder „frei“ zu sein, wird sein blaues Wunder erleben!
    1. Antwort von Andy Gasser  (agasser)
      Erstmals muss die Risikogruppe durchgeimpft werden. Ist das passiert, und steht die Impfung allen offen, dann können wir die Massnahmen herunterfahren. Dann ist die Gefahr vor Covid "Eigenverantwortung". Einzig bei internationalen Reisen werden Impfgegner dann noch Probleme haben.
    2. Antwort von Claudio Ferrarini  (Freedom4all)
      Herr Gasser mich stört der Begriff;
      „Muss“ die Risikogruppe durchgeimpft werden. Ich kenne sehr viele Menschen in der Sogenannten Risikogruppe die auf keinen Fall eine Impfung wollen.
    3. Antwort von Andy Gasser  (agasser)
      @Ferrarini: Das ist ihr gutes Recht, nur dürfen diese Leute dann nicht erwarten, dass die Gesellschaft zu ihrem Schutz weiter Einschränkungen akzeptieren wird. Das Risiko für über 80 Jährige an Covid zu sterben ist übrigens über 30%. Da auf eine Impfung zu verzichten ist nicht wirklich Nachvollziehbar.
    4. Antwort von Paul Dodd  (PaulD)
      Was meinen Sie dass wir erleben werden? Nachdem alle in die Riskogruppe und die Pflegepersonal die Möglichkeit hatten, geimpft zu werden, sollte doch das Leben langsam wieder zu Normalität zurückkehren. Es ist schön möglich dass einige Massnahmen wie etwa Maskentragen im ÖV und Händehygene usw. bleiben bis April, aber Schliessungen, Sperrstunde und die meiste Zahlen Begrenzungen sollte dann aufgehoben sein.