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Einsamkeit: Die Dargebotene Hand hat viel Arbeit
Aus 10vor10 vom 14.04.2020.
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Isolation in Corona-Zeiten «Einsamkeit ist etwa so schädlich wie Rauchen»

Die aktuelle Situation macht Menschen einsamer. Beim Sorgentelefon der Dargebotenen Hand haben die Anrufe zum Thema Einsamkeit im März im Vergleich zum letzten Jahr um rund ein Drittel zugenommen. Psychiater Thomas Ihde erklärt, was Einsamkeit bedeuten kann.

SRF News: Wie schädlich ist Einsamkeit?

Einsamkeit kann leider tatsächlich körperliche und psychische Folgen haben. Es gibt Studien, die belegen, dass Einsamkeit schädlicher ist als hoher Blutdruck oder etwa so schädlich wie Rauchen. Mittelfristig steigt bei einsamen Menschen das Risiko für Depressionen, Schlafstörungen, sogar für Herzinfarkte. Wenn jemand aber nur ein paar Wochen lang einsam ist, hat dies noch keine gravierenden längerfristigen Auswirkungen.

Thomas Ihde

Thomas Ihde

Präsident des Stiftungsrats bei Pro Mente Sana

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Dr. med. Thomas Ihde ist Chefpsychiater im Regionalen Spitalzentrum fmi im Berner Oberland und Präsident des Stiftungsrats bei Pro Mente Sana.

Es gibt momentan diverse Angebote wie Hotlines, Telefonketten, Brieffreundschaften. Helfen diese virtuellen Kontakte gegen Einsamkeit?

Solche Angebote sind sehr nützlich. Menschen merken aber trotzdem, dass ohne unmittelbaren Kontakt einfach etwas fehlt. Unser Hirn ist unterstimuliert. Zum Beispiel ist unser Geruchsinn recht aktiv, wenn wir jemandem begegnen. Bei virtuellen Gesprächen sind unsere Stresshormone erhöht, unsere Bindungshormone hingegen unteraktiv. Diese hormonellen Veränderungen reagieren weniger auf ein Gespräch über Skype als den Besuch der Nichte, was nun aber nicht möglich ist.

Angebote für Einsame

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Was kann man denn tun, wenn man sich einsam fühlt?

Wichtig ist, dass man die verschiedenen Kanäle ausnutzt. Vielleicht kann man ja auch mit den Nachbarn über den Balkon direkt kommunizieren. Wenn das nicht geht, sind Telefonieren, soziale Medien oder auch eine Skype-Kaffeepause mit den Arbeitskollegen hilfreich.

Das Gespräch führte Mirjam Spreiter.

Nationaler Glückskette-Sammeltag am 16. April

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Logo der Glückskette
Legende:glueckskette.ch

Die Glückskette führt in Zusammenarbeit mit der SRG einen nationalen Sammeltag zur Corona-Krise durch. Der Sammeltag vom 16. April wird wegen der Schutzmassnahmen des Bundes in einem aussergewöhnlichen Rahmen stattfinden. Im Mittelpunkt steht die Online-Spende.

Spenden können Sie auf:

«10vor10», 14.04.2020, 21:50 Uhr;

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31 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Bossert  (EEE)
    Danke an SRF für diesen längst überfälligen Beitrag.
    Alle sprechen von Solidarität und davon, dass Gesundheit an oberster Stelle sei.
    In Wirklichkeit geht es nur um die Solidarität und die Gesundheit gegenüber den Covid19-Patienten und -Risikogruppen.
    Es gibt aber noch unzählige andere Probleme, Erkrankungen, Risikogruppen. Diese werden zurzeit einfach ignoriert.
    Man kann also eher von einem extremen Exklusivrecht für alle Covid19-Patienten sprechen "Solidarität". Das ist sehr ungesund.
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Es ist hilfreich, sich auch während einer gewissen Isolationszeit, Alltagsstrukturen zu geben. Wem es möglich ist (gesundheitlich) , sollte sich auch täglich in die Natur begeben.
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  • Kommentar von David Brunner  (db)
    Wenn man in Zukunft die Coronageschichte auswertet, wird man eine Übersterblichkeit feststellen. Nur: Wie viele Menschen sind am Virus gestorben und wie viele an den Massnahmen? Ausserdem verursachen diese (und das Virus?) Folgeschäden, die nicht gleich zum Tod führen. aber Menschen (und das Gesunheitswesen) enorm belasten werden. Bis jetzt habe ich bei den Verantwortlichen der (m.E. z.T. völlig überzogenen Massnahmen) viel Selbstbeweihräucherung, aber wenig Selbstkritik vernommen.
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