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Kantone wollen mehr und schneller öffnen
Aus Echo der Zeit vom 21.02.2021.
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Kampf gegen Corona «Turbos» und Vorsichtige: Die Kantone zu den Lockerungsmassnahmen

Es sind vor allem die Restaurants, bei denen Bund und Kantone unterschiedlicher Meinungen sind. Während der Bund sie erst ab April und dann auch nur im Aussenbereich und bei tiefen Fallzahlen wieder öffnen will – geht das vielen Kantonen zu langsam, etwa dem Kanton Graubünden – er ist einer der Bergkantone, in denen die Terrassen der Skirestaurants für den Take-Away-Betrieb seit Wochen bereits wieder geöffnet sind.

Es ist an der Zeit, in den Aussenbereichen in den Gemeinden und den Städten schweizweit die Restaurantbetriebe zu öffnen.
Autor: Mario CavigelliRegierungspräsident Graubünden

Das hat beim Bund für Unmut gesorgt – doch der Bündner Regierungspräsident Mario Cavigelli sagt, das habe sehr gut funktioniert. Auch deswegen sei die Regierung nun der Überzeugung: «Jetzt, nachdem die Entwicklung der Zahlen günstig ist, ist es an der Zeit, in den Aussenbereichen in den Gemeinden und den Städten schweizweit die Restaurantbetriebe zu öffnen.» Und zwar schon ab Anfang März.

Auch anderen Kantonen ist der Bund nicht schnell genug: Thurgau, St. Gallen, beide Appenzell, Uri oder Glarus – wollen die Aussenbereiche der Restaurants ebenfalls ab dem 1. März wieder öffnen – der Kanton Waadt plädiert für den 15. März und will die Restaurants dann tagsüber gleich ganz wieder öffnen. Und der Tessiner Staatsrat will die Restaurants und Bars spätestens am 22. März zumindest tagsüber wieder öffnen.

Altersgrenze für Sport soll erhöht werden

Nicht nur die Gastronomie gibt zu reden. So soll auch die Altersgrenze für Sport und Kultur erhöht werden, um den Jugendlichen wieder mehr Freiraum zu geben. Das fordern mehrere Kantone. Statt den vom Bund vorgeschlagenen 18 Jahren soll die Grenze auf 25 Jahre rauf, fordert zum Beispiel der Kanton Freiburg.

Man muss die Gesundheit als Ganzes sehen. In diesem Gleichgewicht haben wir den Eindruck, dass die Öffnung ein wenig schneller vonstattengehen könnte.
Autor: Jean François SteiertRegierungspräsident Freiburg

Regierungspräsident Jean François Steiert sagt, es brauche ein Gleichgewicht, dass einerseits möglichst wenige Leute erkranken, aber auch: «Gesundheit ist nicht nur Covid, sondern auch soziale oder psychische Gesundheit. Man muss die Gesundheit als Ganzes sehen. In diesem Gleichgewicht haben wir den Eindruck, dass die Öffnung ein wenig schneller vonstattengehen könnte.»

Doch es gibt auch andere Stimmen: Zur Vorsicht mahnt zum Beispiel der Kanton Aargau. Die Aussenbereiche der Restaurants sollen geschlossen bleiben, zumindest vorerst, schreibt die Aargauer Regierung und fordert vom Bund auch, dass er nicht nur von einer günstigen Entwicklung ausgehe, sondern auch ein Worst-Case-Szenario einberechne.

Das alles sind Hinweise – doch Bild bleibt unvollständig. Denn wichtige, bevölkerungsreiche Kantone wie Bern, Zürich, Basel oder Luzern, haben sich bis jetzt nicht dazu geäussert oder werden ihre Vernehmlassungsantworten gar nicht öffentlich machen. Der Bundesrat wird am Mittwoch entscheiden.

Echo der Zeit, 21.02.2021, 18:00 Uhr

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74 Kommentare

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  • Kommentar von Conny Hasler  (conhas)
    @pius Merz
    Der Bundesrat über nimmt keine Verantwortung?wer musste im Herbst schärfere Massnahmen einführen?ein kleines Beispiel die Maskenpflicht.Und haben die meisten Kantone bei stark steigenden Fallzahlen reagiert?entweder zu spät oder gar nicht und der Bundesrat musste es richten.Z.B. Kanton St.Gallen,der jetzt schneller lockern will,hat sich nicht gerade im Bewältigen der Fallzahlen gut angestellt,im Gegenteil
  • Kommentar von Fritz Rueegsegger  (Matterhorn+234)
    Natürlich wird mit unterschiedlichen Ellen gemessen. Restaurantterrassen mit Schutzkonzept dürfen nicht öffnen, die Nonfood-Verkaufsgeschäfte schon. Und was mich bei letzteren stört. Schon wird Werbung gemacht für Eröffnungsrabatte, um möglichst viele Kunden in die Geschäfte zu locken. Und bei Grossdemonstrationen wie dieses WE in Wohlen schaut der Staat hilflos zu, weil die Ordnung nicht durchsetzbar ist, dafür werden kleinere Corona-Vergehen gebüsst.
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Egal für welche Veränderungen auch immer entschieden wird, eines ist wichtig für das Gelingen im Mini-Land = "gesamtschweizerische Entscheidungen"!