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Zweiter Impfstoff kurz vor Zulassung
Aus Tagesschau vom 10.01.2021.
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Kampf gegen Covid-19 Die Schweiz braucht dringend einen zweiten Impfstoff

Bald könnte in der Schweiz ein zweiter Impfstoff die Zulassung erhalten. Dies wird der Impfkampagne wohl neuen Schub verleihen.

Im Kampf gegen das Coronavirus ist Impfen das effizienteste Mittel. Zurzeit mangelt es aber an Impfstoff-Dosen. Im Einsatz ist in der Schweiz bisher nur ein Produkt, nämlich dasjenige von Pfizer/Biontech. In den nächsten Tagen könnte die Zulassungsbehörde Swissmedic jedoch einen zweiten Impfstoff für die Schweiz bewilligen.

Momentan sei die Nachfrage viel grösser als das Angebot, so SRF-Wissenschaftsredaktor Thomas Häusler. «Kommt der zweite Impfstoff, können im Januar wohl zusätzlich 120'000 Personen geimpft werden, im Februar nochmals 250'000 Personen zusätzlich. Davon profitieren alles Risikopatienten, die besonders gefährdet sind. Das heisst, der Effekt wäre sehr gross.»

Moderna-Impfstoff bringt Vorteil bei der Lagerung

Der zweite Corona-Impfstoff kommt aus der Schweiz: Die amerikanische Firma Moderna lässt von der Lonza in Visp 400 Millionen Dosen für die ganze Welt herstellen.

Die Impfstoffe von Pfizer und Moderna funktionieren beide mit der neuen mRNA-Technologie. Beide Hersteller geben eine Wirksamkeit von 95 Prozent an. Und beide verlangen eine zweite Impfung: Pfizer nach 21, Moderna nach 28 Tagen.

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Aus dem Archiv: So funktioniert eine mRNA-Impfung
Aus SRF News vom 16.11.2020.
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«Die beiden mRNA-Impfstoffe sind sehr gut vergleichbar, sie sind sehr ähnlich bezüglich Wirksamkeit und Verträglichkeit», sagt Christoph Berger, Präsident der eidgenössischen Kommission für Impffragen, der die Studien beider Hersteller kennt. «Es spielt also keine Rolle, ob eine Person den einen oder den anderen Impfstoff bekommt.»

Einen Unterschied gibt es aber bei der Lagerung: Statt bei minus 70, wird der Moderna-Impfstoff bei minus 20 Grad transportiert. Das hat Folgen: Transport und Lagerung bei minus 70 Grad sind aufwändiger. Der Pfizer/Biontech-Impfstoff wird zudem nur in Tausender-Packungen geliefert.

«Der Moderna-Impfstoff wird in Hunderter-Packungen geliefert und kann aufgetaut einen Monat lang in einem normalen Kühlschrank aufbewahrt werden», so Häusler. «Das heisst, dieser Impfstoff kann in einer normalen Hausarzt-Praxis geimpft werden.»

Die Impfung ist etwas, das in der Schweiz durch die Hausärzte erfolgt, die Grundversorger.
Autor: Christoph BergerPräsident Kommission für Impffragen

Die Verteilung über die Hausärzte ist im Schweizer-Impfrennen ein bedeutender Vorteil des Moderna-Produkts. «Die Impfung ist etwas, das in der Schweiz durch die Hausärzte erfolgt, die Grundversorger», sagt Christoph Berger. Und es sei immer das Beste, wenn man auf das übliche Versorgungssystem zurückgreifen könne und nicht neue Strukturen schaffen müsse.

Die Dosen von Moderna könnten der Impfkampagne neuen Schub verleihen. Im besten Fall schon am Montag.

COVID-19ImpfstoffQuelle: BAG, sda, Biontech/Pfizer, Stand: 23.12.2020Der Covid-19-Impfstoff* – vom Labor zum ImpfstartAnwendungBeschleunigtes Zulassungsverfahren:Swissmedic lässt Impfstoff ab dem 19. Dezember 2020 in der Schweiz zu.EntwicklungVirusanalyse von Biontech (D) und Pfizer (USA)Drei Testphasen inkl. Tests an Tieren und später an ca. 30‘000 PersonenProduktionProduktion des Impfstoffs schon während des Zulassungsverfahrens mit Risiko auf NichtzulassungLagerungBehörden machen aus Sicherheitsgründen keine Angaben zum Lieferweg.Erste Lieferung von 107'000 Impfdosen am 22. Dezember 2020Bestellt sind 3 Mio. Impfdosen (Biontech/Pfizer)Armeeapotheke liefert Impfstoff an die Kantone.Anzahl der Impfdosen prozentual zur kantonalen BevölkerungszahlImpfstoff wird bei -70 bis -80 Grad gelagert.Bis zu 5 Tagen Lagerung im Kühlschrank möglichZulassungLieferung in die SchweizLieferung an die Kantone*von Biontech/PfizerImpfstart in der SchweizImpfungen erfolgen in Impfzentren (später auch in Spitälern und Apotheken)Impfstoff muss aufgewärmt sein, um ihn zu spritzenPro Person sind zwei Impfdosen notwendigMindestens 21 Tage Differenz zwischen 1. und 2. DosisSchutz tritt ca. 7-14 Tage nach 2. Impfung einWoche ab 21. DezemberWoche ab 28. DezemberWoche ab 4. JanuarWoche ab 11. JanuarZeitpunkt noch unbekanntGEVDNEFRVSBEJUSOBLBSAGZHSHTGSGAIARGRTIGLURNWOWLUSZZG

Tagesschau, 10.01.2020, 19:30 Uhr;

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34 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Schmid  (BSchmid)
    Und kein Wort über die Kosten. Das ist wie wenn man nach einem Fussball-match nicht über die Anzahl Tore berichtet.
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    1. Antwort von Hans Meuri  (hmeuri)
      Es geht um die Gesundheit und Menschenleben. In einem der reichsten Länder der Erde mit einer der tiefsten Verschuldungen darf in diesem Fall Geld keine Rolle spielen.
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  • Kommentar von Patrick Steiner  (vb22)
    Anzahl Impfung ist nur einseitig von Bedeutung.
    Was nirgends steht ist die Feststellung, nach wie vielen Impfungen der Risikogruppe alle anderen wieder zu einem normalen Leben übergehen können.
    Ist die nach der Durchimpfung der willigen Risikogruppe der Fall, oder erst nach der Impfwelle jungen Bevölkerung.
    Da hätte ich gerne mal ein Statement der Verantwortlichen.
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  • Kommentar von Peter Gemperle  ((Frei Wähler))
    Frau Jordi, Herr Petterson (mit Beitrag von gestern um 23.13 Uhr) hat nie und nimmer gesagt, dass Norwegen in Sachen impfen etwas mit der EU zu tun hat. Zum besseren Verständnis für Sie. Der Impfstoff AstraZeneca wird demnächst in der EU zugelassen. Petterson ergänzt ohne einen Bezug zur EU zu nennen, dass in Schweden und Norwegen bereits über 3 Millionen geimpft wurden. Sind Sie nun einverstanden mit Herr Petterson???
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