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Google geht endlich hart gegen Teuer-Ticket-Börse Viagogo vor
Aus Espresso vom 18.07.2019.
abspielen. Laufzeit 02:22 Minuten.
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Keine Anzeigen mehr Google verbannt Viagogo auf die hinteren Plätze

  • Es hat lange gedauert, nun hat Google seine Ankündigung vom Herbst 2017 umgesetzt und die Ticketplattform Viagogo von den Anzeigen gesperrt.
  • Britische Medien zitieren einen Google-Sprecher mit den Worten: «Wir haben strenge Regelungen und müssen eingreifen, wenn eine Seite gegen unsere Richtlinien verstösst.»
  • Viagogo steht weltweit in der Kritik, weil dort Tickets zu massiv überhöhten Preisen verkauft werden.

Der Internet-Konzern Google geht gegen die Ticketplattform Viagogo vor: Google verbannt Viagogo aus den Werbeanzeigen. Das berichten verschiedene britische Medien unter Berufung auf einen Sprecher von Google. Dieser sagte demnach: «Wenn Menschen unsere Plattform nutzen, um sich Tickets für Veranstaltungen zu bestellen, wollen wir sichergehen, dass sie den Anbietern bestmöglich vertrauen können. Daher haben wir strenge Regelungen und müssen eingreifen, wenn eine Seite gegen unsere Richtlinien verstösst.»

Der Ausschluss von den Anzeigen soll auf unbestimmte Zeit angesetzt sein.

Screenshot Viagogo
Legende: Das 2006 gegründete Unternehmen, ist schon aufgrund zahlreicher Fälle öffentlich in Kritik geraten. Screenshot Viagogo

Lange Zeit nichts unternommen

Google hatte bereits im Herbst 2017 Massnahmen angekündigt, sollte sich Viagogo nicht an gewisse Auflagen halten. So wurde unter anderem verlangt, dass Ticketbörsen immer den Originalpreis des jeweiligen Tickets angeben müssen.

Doch ungeachtet der weltweit steigenden Klagen zu Viagogo liess Google die Ticketplattform gewähren. Dazu muss man wissen: Ticketbörsen bezahlen viel Geld an Google, um die Spitzenplätze in der Suche zu belegen.

Tickets nur im offiziellen Vorverkauf kaufen

Viagogo wurde also aus den Google-Anzeigen verbannt. Dennoch sollten Ticketkäufer weiterhin genau darauf achten, wo sie ihr Billett kaufen. Denn es gibt weitere Ticketbörsen, über welche Tickets ebenfalls zu überhöhten Preisen gehandelt werden.

Grundsätzlich gilt: Tickets für Veranstaltungen sollten nur bei offiziellen Vorverkaufsstellen bezogen werden. In der Schweiz sind das in der Regel Ticketcorner, Starticket und Ticketmaster sowie Fnac, Petzi und Ticketino. Die SMPA, der Branchenverband der Schweizer Konzert-, Show- und Festival-Veranstalter weist darauf hin, dass Veranstalter nicht selten mit mehr als einem offiziellen Ticketverkäufer zusammenarbeiten.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Käppeli  (Caep)
    Für manuelle Massnahmen in der organischen (also unbezahlten) Suche hat's nicht gereicht und Top-Rankings sind immer noch vorhanden. Jetzt werden ein paar Ad-Texte angepasst umd weiter geht's.
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  • Kommentar von Jack Cova  (cova)
    Das geht 1-2 Monate und Viagogo hat die Google Ads-Richtlinien implementiert. Ich wette sogar, dass Google dafür Spezialisten dem Kunden zur Verfügung stellt. Es geht hier schlussendlich immer noch für beide um Umsatz. So, und nun bitte schön die WEKO und BA, welche die existierende Event-Kartell-Mafia um Klaus Peter S. in der Schweizer Branche dem Erdboden gleich macht. Ich habe keine Lust dafür Geld in die Finger zu nehmen.
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  • Kommentar von Odilo Abgottspon  (Kassandra2)
    Viele kleine Betrügerlanden hinter Gitter. Schleierhaft, dass VIAGOGO weiterhin ihr Handwerk treiben kann. Googles Entscheidung ändert da nur ganz wenig.
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