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Kirche und «Ehe für alle» Oberster Protestant befürwortet Homo-Ehe

  • Der höchste Reformierte der Schweiz hat sich in einem Interview für die Homo-Ehe ausgesprochen.
  • Homosexualität entspreche Gottes Schöpfungswillen, sagte Gottfried Locher, Präsident des Evangelischen Kirchenbunds. Die Reformierten sind in der Frage gespalten.
Legende: Video Aus dem Archiv: «Ehe für alle» spaltet reformierte Landeskirche abspielen. Laufzeit 04:25 Minuten.
Aus 10vor10 vom 08.08.2019.

Locher sagte gegenüber Zeitungen des Tamedia-Verlages, er sei persönlich der Meinung, dass Ehe und Trauung auch für gleichgeschlechtliche Paare gelten sollen. Es stehe der Landeskirche gut an, den neuen gesellschaftlichen Konsens ernst zu nehmen. Die Ehe sei für die Reformierten keine Bekenntnisfrage und gehöre nicht zu den Grundfragen des Glaubens.

Es existiere das bewährte System, dass der Staat die Ehe definiere, die die Reformierten mit dem Segen Gottes ausstatten würden, sagte der 52-jährige Theologe. Das System solle beibehalten werden. «Wenn sich der Staat zur gleichgeschlechtlichen Ehe hin öffnet, sehe ich keinen Grund, warum wir ihm nicht folgen sollten.»

Locher sieht Spaltungspotenzial

Die reformierten Kantonalkirchen konnten sich bisher nicht zu einer Parole durchringen. Die Abgeordnetenversammlung soll am 4. November eine Stellungnahme beschliessen. Laut Locher hat das Thema das Potenzial, die Kirchen zu spalten.

Die Öffnung der Ehe für alle Paare unabhängig von der Geschlechterzusammensetzung ist in einer im Juni zu Ende gegangen Vernehmlassung durch die Rechtskommission des Nationalrats auf breite Unterstützung gestossen. Mit Ausnahme der SVP fand das Vorhaben bei grossen Parteien und betroffenen Organisationen Zuspruch. Die Kirchen äusserten sich zurückhaltend.

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105 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Es gibt ein Mantra das direkt zu Gott führt. Alles was ich tue geschieht nicht wegen mir sondern trotz mir. Das ist ein Punkt den vorallem die Christen nicht beherzigen ausser jenen vielleicht 10 Prozent die es verstanden haben. Ich bin ja ehemals reformiert, doch ich konnte einfach nicht in der Enge des christlichen Glauben hängen bleiben, da erstickt ein wirklicher Sucher.
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  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Hast du schon einmal die ruhige aufsteigende Flamme einer Kerze betrachtet? Im leisesten Lufthauch flackerte sie hin und her. Ebenso zart ist die Aufgabe, Gott zu sehen. Wie selbstlos auch deine guten Werke sein mögen - äusserlich mögen sie vollkommen erscheinen - , wenn sich in deinem Innern auch nur der Schatten eines identifizierenden Wunsches, einer Begierde regt, wird deine Verwirklichung Gottes wie eine Kerze vom Winde auslöschen.“ Deshalb, lass deine Begierden bei den Sinnen enden. R u R
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  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Wir sind alle gleich, ja das stimmt, als Bewusstsein sind wir alle gleich, wir sind aber auch alle verschieden. Das ist ja gerade die Herausforderung des Lebens, wie kann man trotz Vielheit/Verschiedenheit das Einssein leben. Es ist nicht einfach, das genau ist die Herausforderung die Gott sich selbst durch jeden Menschen gegeben hat. Gelingt es bis ins Innerste dann nenn ich das Erleuchtung. Wir sollen bei unserer Verschiedenheit bleiben denn das bedeutet Reichtum.
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