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Transparent von Klimaschützern über dem Walensee (Quelle: Campax/Petitgregiore)
Aus News-Clip vom 21.01.2020.
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Kreativer WEF-Protest Hat Trump diese Botschaften gesehen?

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos hat US-Präsident Donald Trump eine grosse Bühne geboten. Seine Anreise am Dienstagmorgen war von hunderten Schaulustigen verfolgt worden. In seiner WEF-Eröffnungsrede nutzte Trump die Gelegenheit, die Wirtschaft seines Landes und seine eigene Politik in den höchsten Tönen zu loben.

Trumps Darstellung der eigenen Verdienste sorgt dabei nicht nur für Zuspruch. Protest gegen das WEF an sich und gegen den US-Präsidenten im Speziellen regt sich nicht nur auf den Strassen von Davos.

Einige Schweizer haben die Tatsache, dass Trump per Helikopter nach Davos geflogen kam, genutzt – für Botschaften, die sich nur aus der Luft gut lesen lassen.

Spruch auf Wiese
Legende: Hebi Dobler

In Wernetshausen (ZH) etwa hat der Sägerei-Besitzer Hebi Dobler Stunden dafür aufgewendet, neben seiner Sägerei eine Botschaft mit acht mal acht Meter grossen Buchstaben mit Sportplatzfarbe auf eine gepachtete Wiese gepinselt. «Make Trump Small Again» steht dort nun, in Anspielung auf Trumps eigentlichen Slogan «Make America Great Again».

«Es gibt sicher viele Leute mit guten Ideen dort. Aber am Ende bringt es doch nichts. Ein riesiger Aufwand, viel Pomp, aber wenig Effekt», schilderte Dobler seine Gedanken zum WEF gegenüber «Züriost».

Banner an Felswand
Legende: Screenshot Campax/Petitgregiore

Ebenfalls an den US-Präsidenten richtet sich das Banner, das Aktivistinnen und Aktivisten der Kampagnenorganisation Campax am Dienstag an einem Aussichtspunkt über dem Walensee entrollten. Statt den Iran zu bekämpfen, so ihr Vorschlag, sollten die USA lieber dem Klimawandel etwas entgegensetzen. Das 35-Meter-Transparent prangte auf Augenhöhe der vorbeifliegenden Helikopter.

Diagramm in den Schnee gemalt
Legende: Robert Kenner

Nicht nur an den US-Präsidenten, sondern an die WEF-Teilnehmer insgesamt ist dieses Diagramm gerichtet, das auf den zugefrorenen Davoser See gemalt wurde. Es sollte die einfliegenden Teilnehmer am Dienstag an die extreme Ungleichheit auf der Welt erinnern. Laut dem Tax Justice Network besitzen 0.1 Prozent der Weltbevölkerung 80 Prozent des weltweiten Finanzvermögens.

Sendebezug: SRF 4 News, 9.30 Uhr

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Burri  (B.Burri)
    Doch, leider schon.
  • Kommentar von Pirmin Meier  (historiker)
    Trump hat im Gegensatz zu anderen, die auch wenig übers Klima in 50 bis 100 Jahren wissen, in seiner Propagandabotschaft gestern nichts davon gesagt, Fake News also anderen überlassen. Wie es sich mit dem Iran auswirkt, bleibt unklar, ausser dass es im Moment hauptsächlich dem Mullah-Regime schadet. Seine Auftritte waren, mitten im Impeachment, nicht ungeschickt. Sollte er im Herbst wiedergewählt werden, hat er "rein politisch" alles richtig gemacht. Dümmer als seine Kritiker ist er wohl nicht.
    1. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      Die Klimakatastrophe ist keine Fakenews sondern leider eine unbestreitbare Tatsache.
  • Kommentar von Erich Furrer  (rico1)
    Wieso wenden wenden sich unsere Jungen und Medien nicht gegen Präsidenten in deren Ländern die Menschenrechte mit Füssen getreten werden. Es ist halt einfacher mit der Masse mitzubrüllen. Vergessen wir nicht, wir haben den Amerikanern viel zu verdanken.
    Ich schäme mich ein Schweizer und Europäer zu sein.