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Kündigung eingereicht Bundesanwalt Lauber hört Ende August auf

  • Der umstrittene Bundesanwalt Michael Lauber hat per Ende Januar 2021 seine Kündigung eingereicht. Dies teilte die Bundesanwaltschaft mit.
  • Wegen Ferienguthaben wird der 54-Jährige sein Amt bereits Ende August abgeben.

Damit würden die Amtsgeschäfte ab dem 1. September von seinen beiden Stellvertretern geleitet. Der operative Betrieb bleibe so gewährleistet und die hängigen Strafverfahren würden weitergeführt. Weitere Angaben machte die Bundesanwaltschaft vorerst nicht.

Lauber hatte am vergangenen Freitag nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in einer persönlichen Erklärung seinen Rücktritt angeboten. Das Gericht hatte festgestellt, dass Lauber mehrere Amtspflichtverletzungen begangen hatte und bestätigte damit teilweise die Vorwürfe der Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft (AB-BA).

Schwerwiegende Erinnerungslücke

Besonders schwer wog in den Augen des Gerichts die Erinnerungslücke bei einem Treffen mit Fifa-Präsident Gianni Infantino. An dieses Treffen vom 16. Juni 2017 konnte sich neben Lauber keiner der Beteiligten erinnern. Nach Faktenlage waren dabei auch André Marty, Informationschef der Bundesanwaltschaft, der Walliser Oberstaatsanwalt Rinaldo Arnold sowie eine mögliche fünfte Person anwesend.

Vorsätzlich Unwahrheit gesagt

Das Bundesverwaltungsgericht sah diese kollektive Erinnerungslücke nach allgemeiner Lebenserfahrung als unwahrscheinlich an. Lauber habe über dieses Treffen vorsätzlich die Unwahrheit gesagt und ein drittes Treffen mit Infantino gegenüber der Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft (AB-BA) verschwiegen.

Das sei eine schwere Amtspflichtverletzung. Auch Interessenkonflikte und Verstösse gegen die Stellvertretungsregeln sah das Gericht als erwiesen an. Lauber hatte die gegen ihn verhängte Disziplinarverfügung angefochten. Trotzdem reduzierte das Gericht den von der AB-BA verhängten Lohnabzug von acht auf fünf Prozent.

Video
Aus dem Archiv: Bundesanwalt Lauber bietet Rücktritt an
Aus Tagesschau vom 24.07.2020.
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SRF 4 News, 29.7.2020, 12:30 Uhr;

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40 Kommentare

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  • Kommentar von Samira Amgarten  (S Amgarten)
    Wahrscheinlich hat er schlichtweg vergessen, Ferien zu nehmen. Er ist ja ausgesprochen vergesslich...
  • Kommentar von Heiner Zumbrunn  (Heiner Zumbrunn)
    Der ist zum Brüllen: Herr Lauber hat 9 Jahre als Bundesanwalt gearbeitet, wenn man dem so sagen kann. Er war im Büro.
    4 Jahre davon hat er offenbar keine Ferien bezogen.
    Entweder hat der Staat Schweiz die Fürsorgepflicht für Arbeitnehmer nicht erfüllt -oder der Satz ist schlicht gelogen - um eine weitere für die Schweiz schädliche Arbeit fortzuführen. Wer was nun glaubt ist jedem überlassen. Aus meinem Beitrag kann man vermuten, welcher Meinung ich bin.
  • Kommentar von Konrad Pfister  (Konrad Pfister)
    Warum so viel Hass, man würde meinen, er hat alle die kommentieren persönlich geschädigt. Ist doch alles nur Seldwila oder Clochemerle.
    1. Antwort von Ivan Mathis  (Platon)
      @Pfister: Fakt ist, dass Lauber nachweislich mit seinen gezielten Lügen und rechtswidrigen Handlungen den Staat, den Suverän und somit jede(n) Schweizer(in) sehr wohl persönlich geschädigt hat; und dies nicht nur finanziell!!!