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Corona-Krise: Labors sind bereit für mehr Tests
Aus Tagesschau vom 13.04.2020.
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Labore wären bereit Schweiz erhöht Kapazitäten für Corona-Tests

Die Laboratorien sind nicht ausgelastet. Doch der Bund will die Testvorgaben für COVID-19 derzeit nicht lockern.

Viele Epidemiologen raten seit längerem, man solle möglichst viele Leute auf das Coronavirus testen. Die Schweiz fährt die Testkapazitäten hoch – auch wenn sich noch immer nicht jeder Patient mit Symptomen testen lassen kann.

Testgerät vom Format eines Kleinwagens

Das Universitätsspital Bern geht morgen mit einem neuen Testgerät in Betrieb. Es ist ungefähr so gross wie ein Kleinwagen und kostet mehrere hunderttausend Franken. Das Gerät funktioniert praktisch vollautomatisch.

Was immer auch kommt, (...) wir sind bereit, und das ist das Beruhigende in dieser Situation.
Autor: Franziska Suter-RinikerLeiterin Diagnostik IFIK Universität Bern

Dank der Maschine steigen die Testkapazitäten von bisher maximal 600 Tests pro Tag auf 1600 Tests pro Tag. Diese Kapazitäten sollen sich bald auszahlen, sagt die Leiterin der Diagnostik, Franziska Suter-Riniker: «Was immer auch kommt, ob es mehr kranke Personen gibt, ob die Spitze noch kommt, von der alle sprechen oder ob die Testindikation angepasst wird – wir sind bereit, und das ist das Beruhigende in dieser Situation.»

Momentan ist das Labor der Universität Bern nicht ausgelastet, erst recht nicht mit der neuen Technologie. Und auch in anderen Laboren werden die Mittel nicht ausgeschöpft. Die Universität Zürich macht laut «NZZ am Sonntag» täglich nur rund 450 von 3000 möglichen Tests.

Auch Patienten mit milden Symptomen testen?

Ein Blick auf die in der Schweiz durchgeführten Tests zeigt: Die Zahlen stagnieren, sind in den letzten zwei Wochen gar leicht gesunken – obwohl die Labore eigentlich mehr testen könnten.

Die Diskussion um weniger strenge Testkriterien ist im Gang. Suter-Riniker erklärt: «Jetzt, wo man die Testkapazitäten erhöhen konnte und die Laboratorien in der Schweiz bereit sind, wird diskutiert, dass man auch Leute testen könnte, die eben nur mildere Symptome haben.» Solche also, die die Kriterien, wie sie jetzt vorgegeben sind vom Bundesamt für Gesundheit (BAG), nicht erfüllen.

Wir haben festgestellt, (...) dass nach wie vor die Versorgung mit genügend Reagenzien für die Tests nicht sichergestellt ist.
Autor: Daniel KochDelegierter BAG für COVID-19
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Koch: Noch immer Lieferschwierigkeiten
Aus News-Clip vom 13.04.2020.
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BAG ändert Strategie nicht – vorerst

Doch beim BAG will man die Tests weiterhin nicht auf Menschen erweitern, die nur leichte Symptome haben. Daniel Koch, BAG-Delegierter für COVID-19, begründet das mit Lieferschwierigkeiten von Testmaterialien. «Wir haben festgestellt, als wir das überprüft haben, dass nach wie vor die Versorgung mit genügend Reagenzien für die Tests nicht sichergestellt ist. Deshalb sind wir nicht weitergegangen.»

So werden die Überkapazitäten momentan nicht genutzt. Wenn der Bund die Teststrategie anpassen würde, wäre man in den Laboren bereit.

Tagesschau vom 13.04.2020, 19.30 Uhr;

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48 Kommentare

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  • Kommentar von Jean Piere Grano  (J.-P. Grano)
    Wenn nur ein Bruchteil der effektiv Infizierten (und somit Andere ansteckenden) getestet wird sind all diese grosspurig angekündeten Apps, welche bei den in den letzten Tagen von einem Infizierten Kontaktierten Alarm schlagen, wenn dieser positiv getestetet wurde praktisch sinnlos. Wieso investieren Apple und Google nichts in die Ermöglichung von viel mehr Tests? Ok: Das ist nicht ihr Kerngeschäft. Daher hätte es kaum Bedeutung für das Marketing ihrer Apps ... auch wenn diese nichts bringen ...
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  • Kommentar von Haller Hans  (H.Haller)
    Auch nach dem Test kann man sich infizieren mit dem Corona-Virus. Daran wird sich nichts ändern, egal wie viele Tests gemacht werden. Und eine Lockerung des Lock-Downs birgt immer auch das Risiko in sich, dass es zu einem Rückfall kommen kann und wieder reagieren muss. - Das Dilemma bei der Bekämpfung dieser Pandemie ist es ja gerade, dass man diesen Lock-Down nicht unbegrenzt aufrecht erhalten kann, selbst wenn man wollte, es geht einfach nicht. Man bekämpft eine Krise und bekommt eine Krise.
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  • Kommentar von Roger Stahn  (jazz)
    Um brauchbare Daten zu haben, hätte man zu Beginn der Pandemie breite Massentests durchführen müssen. Jedoch, «Wir haben festgestellt, (...) dass nach wie vor die Versorgung mit genügend Reagenzien für die Tests nicht sichergestellt ist.» Verantwortliche Behörden/Politik, haben auf ganzer Linie versagt, indem sie (nicht 'wir') die Abhängigkeit lebenswichtiger Güter (Desinfektionsmittel, Schutzmittel, Reagenzien usf.) ins Ausland auslagerten, im naiven Glauben an die «Just in Time» - Produktion.
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