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«Le Constellation» in 3D Neue Erkenntnisse zur «verborgenen» Bar

SRF hat den Grundriss der Unglücksbar in Crans-Montana auf Basis von Fotos, Videos und Geodaten nachgebildet und enthüllt noch mehr vermutete Räume im Untergrund, wie die Bar «Le Clandestin».

Es geschah in der Silvesternacht, in der Bar «Le Constellation», nachts um 1:26 Uhr. Die schallisolierenden Schaumstoffmatten an der Decke der Bar im Untergeschoss fingen durch Sprühkerzen Feuer. 40 Menschen starben, 116 weitere wurden grösstenteils schwer verletzt.

Neues Modell rekonstruiert Untergeschoss

Eine Rekonstruktion des Grundrisses basierend auf Fotos und Videos auf Social Media, mehreren Zeugenaussagen sowie Geodaten, zeigt die verästelten Räumlichkeiten. Die Baupläne der Bar sind zwar unter Verschluss. Aber wie Recherchen von SRF nun zeigen, muss es hinter der Bar im Untergeschoss noch mehr Räume gegeben haben – unter anderem die Bar «Le Clandestin» und ein Fumoir. Im Slider sind die neuen Erkenntnisse grafisch festgehalten.

Die Bar «Le Clandestin» und die Raucherecke

Im hinteren Teil der Bar «Le Constellation» im Untergeschoss lässt sich nun eine weitere, kleine Bar namens «Le Clandestin» sowie ein Raucherbereich rekonstruieren. Ob die zu Deutsch «verborgene oder verruchte» Bar in der Neujahrsnacht geöffnet war, ist nicht bekannt.

Fluchtwege und Notausgänge

Über eine steile und schmale Treppe ins Erdgeschoss versuchten die Menschen, vor dem Feuer und dem dichten Rauch zu fliehen. Gemäss Videos auf Social Media war zum Zeitpunkt des Unglücks im Untergeschoss das grüne Notausgangsschild zur Treppe nicht beleuchtet.

Am Ende des Terrassenbereichs befindet sich der offizielle, schmale Ausgang der Bar. Durch das starke Gedränge an der Tür schafften es viele Menschen nicht, das Gebäude rechtzeitig zu verlassen.

Die Terrasse war verglast und überdacht. Die Scheiben waren zum Unglückszeitpunkt verschlossen. Auf einem Video auf Social Media ist ein Mann zu sehen, der von aussen eine solche Scheibe mit Kraft öffnete. Eine eingeschlossene Frau konnte sich so ins Freie retten. Ob dieser Fluchtweg auch von anderen Menschen genutzt werden konnte, ist offen.

Weiterer möglicher Notausgang im Untergeschoss

Im hinteren Bereich des Untergrunds zwischen der Hauptbar und dem «Le Clandestin» soll es auch einen Notausgang gegeben haben. Inwiefern er in der Nacht des Unglücks genutzt wurde und wo er genau war, bleibt weiterhin unklar.

Fluchtwegplan eines Untergeschosses mit roten Pfeilen.
Legende: Rekonstruktion SRF (Foto- Videoanalyse, Geoportale)

Ob die Fluchtwege im «Le Constellation» den Vorschriften entsprachen, ermitteln nun die Strafverfolgungsbehörden. Wie viele Menschen zum Unglückszeitpunkt in der Bar waren, ist nun Gegenstand der Ermittlungen. Klar ist: Auf der Website von Crans-Montana wurde das «Le Constellation» mit einer Kapazität von 300 Personen beworben.

Hinweis: Die 3D-Modelle enthielten zum Zeitpunkt der ersten Publikation am 07.01.2026 noch nicht alle Details, weil sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht zweifelsfrei rekonstruiert werden konnten.

10vor10, 06.01.2026, 21:50 Uhr ; 

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