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Bundesrat präsentiert präventive Szenarien für den Herbst
Aus Tagesschau vom 30.06.2021.
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Massnahmen gegen die Pandemie Bundesrat erstellt Corona-Plan für den Herbst

  • Die epidemiologische Lage in der Schweiz sei aktuell gut, sagte Gesundheitsminister Alain Berset.
  • Das Virus sei noch nicht verschwunden. Die meisten Menschen würden sich früher oder später damit infizieren, so der Bundesrat.
  • Deshalb hat er drei Szenarien ausgearbeitet, wie sich die Situation im Herbst und Winter entwickeln könnte.

Die vorgestellten Szenarien bewegen sich auf einem Spektrum. An einem Ende ist der positive Ausgang der Coronapandemie. Fallzahlen würden nicht mehr markant steigen und der Bundesrat würde die Krise für «zu Ende» erklären.

Am anderen Ende des Spektrums ist das Negativ-Szenario. Demzufolge würden eine oder mehrere neue Virusvarianten auftreten, welche den Impfschutz aushebeln. Es wäre mit einer neuen Welle zu rechnen und entsprechenden Schutzmassnahmen.

Bundesrat rechnet mit Anstieg

Im Zentrum der mittelfristigen Planung steht für den Bundesrat jedoch ein Szenario zwischen den beiden Extremen. «Wir gehen davon aus, dass die Fallzahlen im Herbst wieder steigen», sagte Gesundheitsminister Alain Berset vor den Medien in Bern. Dieser Anstieg könnte das Gesundheitssystem derart belasten, sodass der Bundesrat Massnahmen wie die Maskenpflicht oder Abstandsvorschrift weiterführen bzw. wiedereinführen müsste.

Nun habe der Bundesrat erstmals die Möglichkeit, über mehrere Monate hinweg zu planen. «Das ist auch eine Rückkehr zur Normalität», ergänzte er. So müsse nicht immer alles innerhalb eines sehr kurzen Zeitraumes entschieden werden.

Der Werkzeugkasten des Bundesrats

Um sich auf die Herausforderungen des weiteren Verlaufs der Coronapandemie einzustellen, hat der Bundesrat eine Reihe an Strategien und Instrumente vorgestellt. So will der Bundesrat etwa die Auffrischung der Impfungen gegen das Coronavirus vorbereiten.

Wie lange die Impfung schütze, sei derzeit noch nicht bekannt. Es dürften frühestens ab nächstem Winter Auffrischungsimpfungen für gewisse Personengruppen oder gar für alle bereits Geimpften notwendig sein. Der Bundesrat schliesst auch nicht aus, dass die Impfstoffe aufgrund neuer Virusvarianten angepasst werden müssten.

Mit den neuen Varianten, die auftreten, sei das Impfen noch wichtiger geworden. «Früher oder später werden wir alle mit dem Virus in Kontakt kommen, sei es mit einer Impfung oder einer Ansteckung», erklärte Berset.

Contact Tracing bleibt wichtig

Um besorgniserregende Virusvarianten schnell zu identifizieren, hat der Bundesrat vorsorgliche Massnahmen beschlossen. Ziel ist ein Überwachungssystem, das Mutanten aufspürt und deren Verbreitung misst.

Hier spiele auch das Contact Tracing eine wichtige Rolle, weshalb der Bundesrat es weiterführen will. Hier sieht er die Kantone in der Pflicht, nötige Kapazitäten für das Contact Tracing aufrechtzuerhalten oder rasch wieder aufbauen zu können.

Check-in-Funktion bei Veranstaltungen

Der Bundesrat hat dazu entschieden, die Swiss-Covid-App per Anfang Juli um eine Check-in-Funktion zu erweitern. Veranstalter können ihre Gäste mit der App registrieren. Wird eine Person nach einer Veranstaltung positiv auf das Coronavirus getestet und gibt den Covidcode in die App ein, erfolgt eine automatische Benachrichtigung an alle Gäste.

Die Teststrategie bleibe weiterhin bestehen. Wenn alle Impfbereiten Erwachsene geimpft seien, würden aber präventive Test zurückgefahren. Der Bundesrat fordert die Kantone auf, weiterhin in Schulen repetitive Tests durchzuführen. So soll der Schulbetrieb ohne einschränkende Massnahmen möglich sein.

SRF 4 News, 30.06.2021, 15:00 Uhr;

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66 Kommentare

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  • Kommentar von Dimitri Hauri  (Dimitri Hauri)
    Im Kanton Schwyz melden sich kaum noch Leute zum Impfen an. Diese Impfverweigerer nehmen verschärfte Massnahmen im Herbst bewusst in Kauf. Nur: warum soll ich mir aufgrund solcher Leute eine verschärfte Maskenpflicht, die auch im Freien wieder kommen wird, als vollständig Geimpfter wieder aufzwingen lassen? Das werden viele vollständig Geimpfte nicht mehr mitmachen
  • Kommentar von Michael Fuchs  (mfuchs)
    Für diejenigen, die selten Zahlen anderer Länder betrachten: Saisonale Einflüsse mögen gross sein, aber sie sind definitiv nicht einzige Faktor. Russland zeigt dies eindrücklich. Bitte bleibt also vorsichtig und lasst euch impfen, während ihr den Sommer geniesst. Ihr schützt damit nicht nur euch selbst, sondern auch andere, und tragt zu einem positiveren Szenario für den Herbst/Winter bei. Vielen Dank!
  • Kommentar von Manuel Castillo  (Beresina)
    Verantwortungsvoll wäre wohl eine sofortige Quarantänepflicht für heimkehrende Fussballfans... Volle Stadien ohne Masken sind wohl die effektivste Variante um Viren schnell zu verteilen!
    1. Antwort von Tobias Flückiger  (Töbu)
      Da wurde so viel gefeiert, dass es meiner Ansicht nach auf Einschleppungen auch nicht mehr ankommt. Nur ein Gefühl.
    2. Antwort von Richard Liu  (richard-liu)
      Wer weiss, der eine oder andere - ob glücklich oder enttäuscht - heimkehrende Fan überlegt sich sicher, ob er nicht fünf Tage zu Hause in Quarantäne bleibt und danach sich einem Schnelltest unterzieht. Das würde Familie, Freunde, Kollegen vor unerwünschten Mitbringseln schützen.