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Impftermine in Zürich – Wer zuerst kommt, wird zuerst geimpft
Aus Tagesschau vom 09.05.2021.
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Mehr Impfwillige als Termine Corona-Impfung: Zürcher Wer-zuerst-kommt-Verfahren in der Kritik

Wer zuerst kommt, wird zuerst geimpft: An der Vergabe der Impftermine im Kanton Zürich gibt es Kritik.

Die Impfdosen sind ein begehrtes Gut. Auch, weil sich mancherorts nun alle Erwachsenen impfen lassen können. So hat der Kanton Zürich am Freitagvormittag 180'000 Impftermine aufgeschaltet, für die man sich online eintragen konnte.

Nur gab es mehr Impfwillige als Termine. Deshalb gilt im Kanton Zürich: Wer zuerst kommt, wird zuerst geimpft. Dieses Vorgehen sei unfair, kritisiert Adrian Wüthrich, Präsident des Gewerkschaftsdachverbands Travail Suisse.

«Das erachten wir als Problem»

«Arbeitnehmende, die nicht am Computer arbeiten und nicht Gelegenheit haben, auf die Homepage des Kantons Zürich zu gehen, werden benachteiligt», so Wüthrich. Dadurch würden gerade diejenigen Personen, die eine grosse Exponiertheit hätten, später geimpft werden. «Das erachten wir als Problem.» Wüthrich spricht zum Beispiel von Personen, die im Detailhandel arbeiteten.

Angesprochen auf diese Kritik sagt Patrick Borer, Sprecher der Zürcher Gesundheitsdirektion: «Neben dem Online-Buchungstool können die Termine auch per Hotline oder mobiler Buchung getätigt werden.» Damit wolle man allen Personen, die sich impfen lassen möchten, einen einfachen Zugang zur Impfung anbieten.

Arbeitsort soll nicht mehr entscheidend sein

Dass im Kanton Zürich die Schnelligkeit bei der Anmeldung oder in einigen Kantonen der Zeitpunkt der Registrierung entscheidend sind, findet der Präsident der Eidgenössischen Impfkommission nicht sinnvoll.

Auch bei den unter 65-Jährigen müsse das Alter ausschlaggebend sein, sagt Christoph Berger. «Aus Sicht der Impfkommission wäre es wünschenswert, wenn sich alle Personen registrieren könnten.»

Die Termine sollten anschliessend gemäss Risiko absteigend nach Alter vergeben werden, meint Berger. «So hätten auch diejenigen Personen eine Chance, die sich schon lange hätten impfen lassen können, sich aber erst jetzt dafür entschliessen.» So hätte auch der Arbeitsort keinen Einfluss mehr auf den Impfzeitpunkt.

Tagesschau, 09.05.2021, 19:30 Uhr;

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99 Kommentare

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  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    Es ist so, dass die Spitäler nun mit 40+ voll sind. Der Begriff "Risikopatient" hat also durchaus mit dem Alter zu tun. Und dieses hat sich in die jüngere Generation verschoben. Unverständlich daher, dass ZH nun ohne Filter allen den Impftermin vergibt. Zumal musste man bei der Registrierung dazumal das Alter, allfällige vorerkrankungen angeben und wurde dementsprechend in Impfgruppen A bis Z aufgeteilt.
  • Kommentar von Fabrizio Gamp  (Fgamp)
    Kritik zur Impfhotline darf nicht abhandenkommen: Die auf ZH-Website aufgeführte TelNr +41 84 833... scheint geschickt getarnt, es ist extrakostenpflichtige Nr. 0848 33... und bei Amt-Kontaktangabe immer noch nicht klar deklariert. Sprich, Online einfach&üblich, Telefon kostet zusätzlich. Bei Pizzadienst ok, aber bei Motivation zur Impfung und angeblich vom Staat übernommenen Kosten dafür, lächerlich. Tipp: auf andrer ZH-Website, wo es nicht direkt um Impfregistrierung geht, steht 0800 044...Hä?
  • Kommentar von Enzo Brack  (Kritischer Denker)
    Ich persönlich hätte es aus im Artikel erwähnten Gründen am fairsten gefunden, wenn die Termine unter den registrierten Personen ausgelost worden wären. Das "Dä schneller isch de gschwinder" Prinzip ist schon nicht fair gegenüber Leuten, die weniger affin mit dem Internet sind, das Handy am Arbeitsort nicht zur verfügung haben oder keine vorgängigen Infos hatten. Natürlich hätte dafür allerdings eine Registrierungsaufforderung und Information seitens der Behörden vorgängig stattfinden müssen.
    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Das Losglück ist geauso unfair wie "first come first serve".