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Freiwilliger Rachenabstrich - zum Schutz der Betagten
Aus Rendez-vous vom 15.12.2020.
abspielen. Laufzeit 03:39 Minuten.
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Modell aus Basel Pflegeheim findet mit Schnelltest sieben infizierte Angestellte

Der Versuch mit Schnelltests in einem Basler Pflegeheim ist ein Erfolg. Der Kantonsarzt will das Modell weiterempfehlen.

Vor der Arbeit ein Schnelltest, der ähnlich wie ein Schwangerschaftstest funktioniert und rasch anzeigt, ob man sich mit Corona angesteckt hat oder nicht. In einem Basler Pflegeheim konnten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über mehrere Wochen täglich testen lassen.

«Wir haben unter den rund 100 Mitarbeitenden im Heim sieben weitere Fälle entdeckt. Es hat sich also gelohnt», bilanziert Kantonsarzt Thomas Steffen. Alle betroffenen Mitarbeitenden hatten keine Symptome gezeigt.

80 Prozent der Belegschaft machte mit

Vor drei Wochen war in dem nicht näher genannten Basler Pflegeheim ein Viertel der Bewohnerinnen und Bewohner positiv auf Corona getestet worden. Ein grosser Ausbruch. Darum entschied man sich zum Versuch mit den Schnelltests.

Die Tests wurden laut Steffen von geschulten Heimangestellten durchgeführt. 80 Prozent der Belegschaft machten mit und liessen sich auch mehrmals testen. Das Ziel sei damit erreicht.

Angebot an weitere Pflegeinstitutionen

Die Schnelltests sollen nun bei ähnlichen Ausbrüchen auch anderen Alters- und Pflegeheimen in Basel als Option angeboten werden. Dazu gehöre die Schulung und die Ausrüstung mit Tests.

Steffen beton allerdings, dass die flächendeckenden Corona-Schnelltests für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kein Ersatz für andere Schutzmassnahmen seien. Denn gerade bei Schnelltests gebe es häufiger falsch-negative Testresultate.

Es ist auch ein gutes Gefühl, nicht im Nachhinein zu erfahren, dass man positiv war und möglicherweise jemanden angesteckt hat.
Autor: Urs BaudendistelLeiter, Alters- und Pflegeheim Johanniter, Basel,

Interesse geweckt

Urs Baudendistel, Leiter des Alters- und Pflegeheims Johanniter in Basel, ist froh um den Pilotversuch. Sein Altersheim sei zwar von heftigen Coronaausbrüchen verschont geblieben bisher. Aber, wenn dies passieren würde, dann sei er überzeugt, dass die Angestellten zum Wohl der über 130 Bewohnerinnen und Bewohner mitmachen würden. «Es ist auch ein gutes Gefühl, nicht im Nachhinein zu erfahren, dass man positiv war und möglicherweise jemanden angesteckt hat.»

Der Versuch in Basel zeigt, wie dies dank Schnelltests verhindert werden kann. Denn positiv getestete Personen ohne Symptome können nach Hause geschickt werden.

BAG prüft neue Teststrategie

In der Schweiz ist man noch am Ausprobieren, wie die Corona-Schnelltests sinnvoll eingesetzt werden können. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt Schnelltests zurzeit für Personen mit Corona-Symptomen und solche, die eine Meldung der Covid-App erhalten haben. Die Evaluation laufe, ob künftig breiter getestet werden soll, heisst es auf Anfrage. Auch die Resultate der Pilotprojekte in Basel würden in die neue Teststrategie einfliessen.

Rendez-vous, 15.12.2020, 12:30 Uhr

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Mir fehlt an der Coronakrise der Ganzheitliche Ansatz. Hier ein Beispiel. Wir nehmen am Anfang unserer Überlegungen eine PCR Test der nicht mal lebende von Toten Viren unterscheiden kann oder die Infektion v. d. Infeziösität. Jede Heizung braucht eine Umwälzpumpe, steigt diese aus ist die Heizung/Warmasser Tod. Diese Umwälzpumpe im Körper sind die Niren, sie ist einer der Hauptdruckregulierer. Die ACE Hormone/Enzyme sind ein Schlüsselkrterium im Coronageschehen Stirbt die Niere stirbt der Mensch
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  • Kommentar von Sebastian Mori  (Sebastian Mori)
    Hat sich von euch Allen eigentlich Niemand gefragt, ob diese schnelltests auch genuegend genau sind.
    Ein arbeitskollege wurde im altersheim pos getestet, zuvor war dieser mehrere tage auf engstem raum mit den grosseltern seiner soehne, diese haben sich testen lassen, beide neg........
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  • Kommentar von Dani Furer  (einfach statt kompliziert)
    Und jetzt? Müssen alle Mitarbeiter in Quarantäne?
    Mitarbeiter gerettet, Altersheiminsassen verwahrlost gestorben, wegen zuwenig Personal.

    Wenn ich nicht aus nächster nähe wüsste, würde man meinen, es sei ein Witz.

    Altersheim:
    Patient erhält 10 Tage kein Arztbesuch, kein Hustensaft, wegen Angst vor Ansteckung.
    Resultat: Corona negativ

    Spitex droht Bauchweh-Patient 10 Tage nicht mehr zu waschen und zu pflegen, wenn sie sich nicht Testen lässt.
    Resultat: Corona negativ
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    1. Antwort von Astrid Meier  (Swissmiss)
      Wie hätte sich der Hustensaft denn anstecken sollen? Vielleicht bekam der Patient keinen, weil das nicht die richtige Therapie war! Meine Mutter hat ihre letzten vier Lebensjahre keinen Arzt in ihr Zimmer im Altersheim gelassen, war aber trotzdem ärztlich betreut. Auch Pflegepersonal kann den Zustand eines Menschen an den Hausarzt weiterleiten. Und dass Tests negativ sind, ist doch kein Grund, nicht zu testen?
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