Sie sind der Hingucker des Tierparks in diesen Tagen: die beiden Jungbären. Über Ostern haben sie sich zum ersten Mal den Gästen gezeigt.
Die letzten Wochen haben die Jungtiere geschützt in der Winterhöhle verbracht. Nun entdecken sie gemeinsam mit ihrer Mutter, der achtjährigen Braunbärin Tamar, die Aussenanlage.
Die beiden Jungtiere sind am 11. Januar 2026 zur Welt gekommen. Vater ist der 18-jährige Syrische Braunbär Takis.
Der Zeitpunkt der Geburt entspricht laut dem Natur- und Tierpark Goldau den «natürlichen Fortpflanzungsbedingungen» von Braunbären. Nach der Paarung im Frühjahr erfolge die sogenannte Keimruhe. Die Entwicklung des Embryos ist darauf abgestimmt, dass Jungtiere während der Winterruhe zur Welt kommen.
Die Geburt ist die erste im Tierpark seit 18 Jahren – damals kam Takis, der Vater der beiden, zur Welt. «Wir sind unglaublich froh, dass wir wieder junge Bären bei uns haben», sagt Pascal Marty, Kurator des Natur- und Tierparks Goldau. Es sei ein Zuchterfolg – aber auch ein Gewinn aus Sicht des Artenschutzes: Tamar, Takis und ihr Nachwuchs gehören zu den gefährdeten Syrischen Braunbären.
Beim Besuch von SRF bleiben die Bären zunächst im Verborgenen. «Zu welchen Zeiten unsere Jungbären sichtbar sind, lässt sich nicht voraussagen. Das wird von Tag zu Tag variieren», sagt Pascal Marty. «Aktuell brauchen sie vor allem ihre Mutter, Milch und viel Schlaf. Daher können wir nicht versprechen, dass sich die Jungtiere zeigen.»
In den nächsten Wochen dürften sich die Bären immer häufiger aus der Höhle wagen. «Die Überlebenschancen der beiden sind relativ gross», sagt Pascal Marty. «Sie sind nun zwölf Wochen alt und haben die kritische Phase überstanden.» In der freien Wildbahn, umgeben von Raubtieren, wäre es nun wesentlich gefährlicher für die Jungbären.
Noch ist nicht klar, ob die Jungtiere langfristig in Goldau bleiben, so Pascal Marty. Die Bären seien in einem europäischen Erhaltungszuchtprogramm. «Es kann gut sein, dass sie dereinst in einen anderen Zoo kommen.»