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Legende: Video Der Streit um die 5G-Antennen geht weiter abspielen. Laufzeit 02:07 Minuten.
Aus Tagesschau vom 20.07.2019.
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Neue Antennen 5G-Gegner wollen Netzausbau blockieren

Die 5G-Technologie: Schlüssel für das Internet der Zukunft – oder unsichtbare Gefahr? Von letzterem sind die Mitglieder des Vereins Schutz vor Strahlung überzeugt. Deshalb wollen sie nun auf gesetzlichem Weg verhindern, dass die 5G-Antennen jemals mit voller Stärke strahlen.

Konkret geht es um das sogenannte Beam forming, bei dem 5G-Antennen ihre Funkstrahlen wie Schweinwerfer fokussiert auf Internetnutzer richten und verstärken. Dadurch erhalten diese volle Leistung, während gleichzeitig in der Umgebung die Strahlenmenge sinkt. Insgesamt soll dadurch die Strahlenbelastung kleiner werden.

Höhere Strahlung: zulässig oder nicht?

Anfang Jahres erklärte der Bundesrat diese temporär höheren Strahlungen deshalb für zulässig. Bis jetzt strahlt noch keine der 5G-Antennen mit Beam forming. Wann und ob die neuen Antennen vollständig in Betrieb gehen, muss das Bundesamt für Umwelt mit den Kantonen prüfen.

Der 5G-Ausbau in der Schweiz

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Seit Anfang April 2019 stehen in der Schweiz die ersten 5G-Antennen. Sunrise machte den Anfang, die Swisscom zog am Ende desselben Monats nach. Letztere will bis in zwei Jahren ein schweizweit flächendeckendes 5G-Netz haben. Sunrise rechnet mit drei bis vier Jahren. Von Salt sind die Pläne noch nicht bekannt.

Die 5G-Gegner legen nun ein Rechtsgutachten vor, das zum Schluss kommt, dass diese Verordnungsanpassung nicht rechtmässig ist. So steht darin, ein flächendeckendes 5G-Netz berge «eine nicht abschätzbare Gefahr schädlicher Strahlung». Dass die neuen Antennen insgesamt weniger strahlen, dafür fehle der wissenschaftliche Beleg.

5G als Wirtschaftsmotor

Der technische Berater des Vereins doppelt gegenüber SRF nach. Die Strahlung beim Beam forming sei nicht so punktuell, wie man immer höre. «Auch alles was zwischen Antenne und Empfänger ist, ist der Strahlung ausgesetzt». Und: je näher am Sender, desto stärker die Strahlung.

Paul Steffen, Vizedirektor des Bafu hält entgegen, dort wo sich Menschen aufhalten, seien «die Schweizer Vorgaben zehnmal strenger als im Ausland». Eine noch deutlichere und vehementere Position für 5G nehmen Industrie und gewisse Parlamentarier wie FDP Nationalrat Thierry Burkart ein. Solange es keinen Beleg für eine Gesundheitsgefährdung gebe, dürfe man 5G nicht ausbremsen. «Wir sind ein innnovativer Standort. Wer gegen den Fortschritt ankämpft, der gefährdet Schweizer Arbeitsplätze».

Dies sehen die 5G-Gegner freilich anders. Den Worten ihres Rechtsgutachtens sollen Taten folgen. Die Anwaltskanzlei, welche das Gutachten erstellte, empfiehlt «die Beschreitung des Rechtswegs».

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79 Kommentare

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  • Kommentar von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
    Bei aller Diskussion habe ich heute doch mal ausprobiert, wie leistungsfähig das heutige Netz mit meinem Mini Abo ist. Ich konnte also HD Filme anschauen, face time lief tadellos, alle Internetseiten laufen perfekt und schnell, Filme die ich verschickte waren ruckzuck beim Empfänger. Wie gesagt, und dass bei meinem Mini Abo, dem kleinsten und schwächsten das es zur Zeit wohl auf dem Markt gibt. Ich denke nicht, dass die Leistung ein sinnvolles Pro Argument ist.
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Ich möchte hier gerne auf die neuste Oekoskopnummer 19_2 von den Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz AefU hinweisen. Sie beschäftigen sich schon länger mit solchen brisanten Themen und wie ich finde machen sie es gut und seriös.....
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  • Kommentar von Wolfgang Nivard Wolfsgruber  (Nivi)
    Dass das Glasfasernetz jetzt wenige Meter vor der Haustür gestoppt wird, ist nicht nachvollziehbar, nachdem man viele Jahre gigantische Summen dafür ausgegeben hat. Ausserdem ist Glasfaser viel schneller und sicherer. 5G wird vor allem für Spiele und dem herunterladen von Filmen gebraucht werden und wird uns mindestens 20 Mdr. kosten. Die Bäume stellen für 5G ein unüberwindbares Hindernis dar, also werden sie wohl wegmüssen. Dann wird es in den Städten noch wärmer und mit grün ist dann Schluss!
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