Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Was bringt 5G und wer profitiert davon? abspielen. Laufzeit 03:47 Minuten.
03:47 min, aus Echo der Zeit vom 11.05.2019.
Inhalt

Mobilfunk-Gerüchte Die wichtigsten Antworten in der 5G-Debatte

In der Debatte um 5G gibt es viele Behauptungen. Doch welche sind wahr und welche falsch? Eine Einordnung.

5G ist unsicher

Tatsächlich haben ETH-Forscher Sicherheitslücken im 5G-Protokoll aufgedeckt. Diese Lücken dürften mittlerweile geschlossen sein. Man wird aber neue finden. Jede Software kann geknackt werden und wird dies auch irgendwann. Offene Plattformen zu betreiben, über die sich möglichst viele Partner austauschen können, ist mit Unsicherheiten verbunden. Laut Sicherheitschef Philippe Vuilleumier wehrt alleine die Swisscom pro Monat rund zwei Millionen Angriffe auf ihr Netz ab.

5G-Handys spionieren uns aus

Die US-Regierung warnt eindringlich vor dem Mobilfunkausrüster Huawei, weil dieser mit dem chinesischen Geheimdienst zusammenarbeite. Die Verantwortlichen von Huawei bestreitet das. Es ist klar, dass sich keine chinesische Firma ohne gute Beziehung zur Regierung entwickeln kann. Beweise, dass Huawei für China spioniert gibt es aber nicht. Sicherheitsexperten geben zu bedenken, dass auch in Ausrüstung von Cisco, Nokia oder Ericsson chinesische Komponenten eingebaut sind. Zudem ist die US-amerikanische NSA die einzige, die bisher beim Anzapfen von Telekommunikationseinrichtungen erwischt wurde.

Elektromagnetische Strahlung löst Krankheiten aus

Eine 2018 durchführte Studie des Schweizerischen Tropeninstitut mit 700 Jugendlichen ergab, dass hochfrequente elektromagnetische Felder die Gedächtnisleistung beeinträchtigen können. Ebenfalls ist bekannt, dass Teilchen durch elektromagnetische Schwingungen in Bewegung geraten. Die dadurch erzeugte Reibungswärme im Körper ist aber laut Untersuchungen minimal. Zwar haben Labortiere, die über längere Zeit einer hochdosierten Strahlung ausgesetzt waren, überdurchschnittlich häufig Krebs entwickelt. Das Resultat lässt sich aber nicht auf den Menschen übertragen, auch weil die Strahlung weit stärker war als beim Mobilfunk. Ausserdem dringt hochfrequente Strahlung, wie jene von 5G, nicht in tiefe Körperschichten ein. Man müsste also eher Auswirkungen auf die Haut untersuchen.

5G tötet Vögel

Die Geschichte über die toten Vögel im Huygenspark in Den Haag geistert immer noch durch die Medien. Mittlerweile wurde von lokalen Behörden widerlegt, dass an dem Tag in der Gegend 5G-Versuche stattgefunden haben. Ausserdem wurden über mehrere Tage verteilt tote Stare gefunden. Sie sind also nicht «plötzlich vom Himmel» gefallen. Andere Berichte über auffälliges Verhalten von Tieren im Umfeld von 5G-Tests stellten sich als Behauptungen von Leuten heraus, die sich gar nicht vor Ort befanden.

Ohne 5G keine Digitalisierung

Interessengruppen aus Politik und Wirtschaft sagen, dass die Schweiz ohne einen 5G-Ausbau wirtschaftlich ins Abseits gerät. 5G ermöglicht, dass spezifische Datenpakete fast verzögerungsfrei transportiert werden. Dies kann die Produktion sowie die Logistik präziser und schneller machen. Noch aber gibt es aber kaum grosse 5G-Anwendungen in der Praxis. Deshalb lässt sich noch nicht sagen, ob diese Behauptung stimmt. Über Glasfaser können heute zum Teil ähnliche Resultate erzielt werden. Allerdings ist der Ausbau des Glasfasernetzes viel teurer.

Mehr zum Thema

Logo-Schriftzug der Sendung «Echo der Zeit»

Mehr zum Thema hören Sie heute Abend im «Echo der Zeit» um 18 Uhr auf SRF 1, um 19 Uhr auf SRF 2 und SRF 4 News.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

87 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    @trütsch: Sie scheinen viel zu Wissen auf dem Gebiet. Wie so manche andere hier auch. Energie, Wellen, was ist den Klang anderes als Wellen und Energie. Wer Gesängen von tibetischen Mönchen oder Taiko Trommlern zuhört hat weiss, wie mächtig Klang, Wellen sind. Also finde ich es angebracht, dass unterschiedliche Ansichten über physikalische/sonstige Phänomene im Raum nebeneinder stehen dürfen ohne, dass da der andere kleingeredet wird.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Jakob Meier (J.A)
    Sie schreiben, Zitat: 'Es ist klar, dass sich keine chinesische Firma ohne gute Beziehung zur Regierung entwickeln kann.' Und dies soll nur in China gelten?
    Dieses Verhältnis ist insbesondere in den USA ausgeprägt. Dort müssen die privaten Konzerne - auch ohne richterliche Anordnung (!) - persönliche Daten von Bürgern preisgeben. Zudem bezahlen die Firmen Millionen an Wahlspenden für diese 'gute Beziehung'.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Simon Johannes (simon.johannes)
    Ich bin 5G Gegner. Aus zwei Gründen. Zum Einen ist die massenhafte Anwendung einer solchen Technologie nicht ausreichend erforscht. Noch strärker stört mich, dass damit Kontrollen der Bevölkerung mögliuch werden, wie im Labor mit markierten Mäusen. Wer sich über die technischen Aspekte einmal ein unideologisches Bild machen möchte, schaue sich die naturwissenschaftlich hervorragende Doku von Norman Investigativ auf Youtube an. Er befürwortet 5G, versucht aber ohne Scheuklappen zu informieren.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen