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Neue Krankheitsbilder Deutlicher Anstieg von psychischer Arbeitsunfähigkeit

  • In der Schweizer Wirtschaft haben die Arbeitsausfälle wegen psychischer Erkrankungen ein Rekordhoch erreicht.
  • Die Zunahme beträgt zwischen 15 und 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
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Archiv: Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen nimmt zu
aus Echo der Zeit vom 23.03.2022. Bild: Imago Images
abspielen. Laufzeit 3 Minuten 12 Sekunden.

Die Zunahme bestätigte Andreas Heimer von der Firma PK Rück gegenüber der «NZZ am Sonntag». Seine Auswertung, die auf eine Zunahme von 20 Prozent kommt, basiert auf Daten von rund 250'000 Angestellten aus 6000 Unternehmen.

Es dürfte sich dabei nicht um einen Nachholeffekt nach der Covid-Pandemie handeln, so Heimer. Er gehe von einem strukturellen Trend aus. Die erfassten Fälle seien zudem gravierend. Im Schnitt sei ein betroffener Arbeitnehmer oder eine betroffene Arbeitnehmerin elf Monate abwesend.

Heimer warnt auch vor einer neuen Welle, die auf die Invalidenversicherung zukomme: «Viele der Betroffenen werden für längere Zeit nicht ins Arbeitsleben zurückkehren können oder gar für immer ausscheiden.» Bereits im letzten Jahr nahm die Zahl der Neurentner in der IV um 16 Prozent zu. Jeder zweite Fall ist dabei psychisch bedingt.

Neuartige Beschwerden belasten auch die Krankenkassen

Dabei stünden auch immer neue Krankheitsbilder im Vordergrund, zum Beispiel posttraumatische Belastungs- und Anpassungsstörungen.

Korrektur-Hinweis der Redaktion

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In einer früheren Version des Artikels war in diesem Zusammenhang auch vom sogenannten Fatigue-Syndrom und vom Post-Covid-Syndrom die Rede. Unter Expertinnen und Experten gilt es allerdings mittlerweile als unbestritten, dass dies keine psychisch bedingten Erkrankungen sind – vielmehr führen sie teilweise zu psychischen Folge-Erkrankungen (z.B. Depressionen). Wir entschuldigen uns für das Missverständnis.

Die Krankenkasse Swica gilt als grösster Anbieter von Taggeldversicherungen – und bestätigt gegenüber der «NZZ am Sonntag» den Trend. Demnach sind die Fallzahlen im Bereich psychiatrische Erkrankungen in diesem Jahr um 15 Prozent gestiegen. Der Kostenanstieg sei dabei noch höher.

SRF 4 News, 4.12.2022, 9 Uhr;

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54 Kommentare

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  • Kommentar von SRF (SRF)
    Guten Abend liebe Community, vielen Dank für Ihre interessanten Beiträge - für heute schliessen wir die Kommentarspalte und wünschen Ihnen einen schönen Sonntagabend! Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Urs Stäbler  (Stab)
    Ich hatte ca. 15 Jahre vor meiner Pensionierung ein Burnout und wurde in einer Klinik behandelt.
    Ich musste 1 Jahr früher in Pension gehen, wobei ich auch betonen muss dass ich täglich ca. 12 Stunden gearbeitet habe. Ich bin nun seit 6 Jahren pensioniert und spüre wie Nachwehen des Burnout heute noch.
  • Kommentar von Philipp Notter  (Phil1)
    «Es dürfte sich dabei nicht um einen Nachholeffekt nach der Covid-Pandemie handeln, so Heimer». Da bin ich ja Mal gespannt, wann dann dieser Nachholeffekt mit all der Dank der medial befeuerten Angstmache, sowie durch die Massnahmen zerstörten Existenzen, Existenzängste und Spaltungen, die sogar bis in Familien hineingingen, einschlagen wird. Jetzt noch kumuliert mit Krieg und Energiekrise. Sehe es düster mit der Volksgesundheit, wen ich so in die Medienberichte schaue…
  • Kommentar von Martin Lehmann  (Herr Lehmann)
    wir arbeiten, damit wir überleben - dieses naturgesetz wird manchen kindern noch beigebracht, doch zu vielen nicht mehr und so wachsen immer mehr heute mit der vorstellung auf, dass ihnen das gebratene hähnchen wohl in den schlund flattert. diese privilegien sieht man überall im sozialstaat und militär (ua) und es wird mit jedem jahr schlimmer. keinem tier würde jemals in den sinn kommen, sich nicht um ihr eigenes überleben zu kümmern, doch der nanny-staat erzwingt genau dies [1/2]