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Legende: Audio Bundesrätin Viola Amherd stoppt die Pläne ihres Vorgängers abspielen. Laufzeit 12:52 Minuten.
12:52 min, aus Info 3 vom 16.05.2019.
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Neue Militärstrategie Viola Amherd startet mit ehrgeizigen Plänen ins Amt

15 Milliarden Franken. Neue Jets, moderne Cyberabwehr, mobile Terrorbekämpfung. Viola Amherd macht ernst. Die zurückhaltend Unscheinbare, die erste Frau an der Spitze des Schweizer Verteidigungsministeriums wagt den grossen Wurf mit der Armee. So viel Geld hat noch kein Verteidigungsminister in der Schweizer Geschichte budgetiert.

Amherds Ausgabeplan ist kein Schnellschuss. Er ist strategisch klug angedacht, durch den Schweizer Astronauten und Jetpiloten Claude Nicollier abgesegnet und dadurch in den Augen vieler glaubwürdig – und Amherd hat die Modernisierung logisch begründet.

Durchdachter Plan

Basierend auf einer instabileren Welt, in der sich neu formierende Mächte bedrohlich aufrüsten, und in der die europäische Schutzmacht USA unzuverlässig geworden ist. Zudem stützt sie sich auf waffentechnische Auslaufmodelle, welche die Schweiz in Zeiten des Kalten Kriegs angeschafft hat.

Amherd ist im linken Flügel der CVP verortet. An ihrem Aufrüstungsplan legt sie aber offen, wie sie politisch wirklich tickt. Nicht ideologisch, sondern pragmatisch. Womit sie mit diesem Wurf die konservative Seele der CVP und ihre Kritiker im bürgerlichen Lager bedient, damit aber auch die Hoffnungen bei Links und Grün zu nichte macht, von teuren Aufrüstungen in der Armee abzusehen.

Entscheidende Volksabstimmung

Von Links und Grün dürfte es denn auch den grössten Widerstand gegen das 15 Milliarden teure Aufrüstungsprojekt geben. Und auch die Romandie wird aufbegehren, weil sie aufgrund der reduzierten Gegengeschäfte für die Kampfjets wirtschaftlich weniger profitieren kann.

Dieser Widerstand allein dürfte vorerst nicht reichen, um Amherds Vorhaben zu stoppen. Letztlich aber wird das Stimmvolk im Herbst 2020 entscheiden, ob es neue Kampfjets will oder nicht. An diesem Entscheid wird man Viola Amherd messen.

Störmanöver zu erwarten

Das Volk wird langfristig über Erfolg oder Misserfolg der ersten Schweizer Verteidigungsministerin urteilen.

Bis zu dieser Abstimmung wird es noch viele Störmanöver und Indiskretionen geben. Kampjetgeschäfte sind Milliardengeschäfte, deshalb schmutzig und skrupellos wie keine anderen. Unberechenbar für alle Beteiligten. Auch für Amherd. Sie ist fulminant gestartet. Schnell und bislang fehlerfrei. Am Ziel ist Viola Amherd aber noch lange nicht.

Legende: Video Amherd und ihre ehrgeizigen Pläne (Tagesschau am Mittag) abspielen. Laufzeit 00:51 Minuten.
Aus News-Clip vom 16.05.2019.
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25 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Wäre nicht besser Claude Nicollet Bundesrat, respektive Armeeminister geworden? Er dient jetzt als persönlicher Berater der VBS Vorsitzenden Amherd.
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  • Kommentar von Willi Fetzer  (wi)
    Waaas? Ich verstehe die Schweizer Politikerwelt nicht mehr! Wo bleibt die EINHEIT der Matherie in diesem Fall? Ist die nur gegebenen und gefragt wenn es der Politik in den Kram passt?
    Desshalb am 19. MAI zum Kuhandel ein kräftiges NEIN !
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  • Kommentar von E. Eisermann  (ecatweazle)
    Beim letzten Mal wurde der Jet vom Volk abgelehnt. Was rechtfertigt eine Investion von 6 Mrd CHF und was hat das Volk davon? Mehr Sicherheit? Lächerliches Argument in der heutigen geopolitischen Lage. Die Milliarden wären in den Sozialversicherungsträgern besser aufgehoben.
    Frage: Wie lange braucht ein Jet um von Ost nach West die Schweiz zu überqueren? :-)
    Besser in die Datensicherheit und Cyberkrimininalität investieren, dort ist der Konflikt der Zukunft. Gehackt werden kann alles...
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