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Greta und die Ölgiganten
Aus SRF News vom 23.01.2020.
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Nur ein Viertel Frauen Der typische WEF-Teilnehmer: Banker, Amerikaner und Mann

Das diesjährige WEF wird dominiert von der Bankbranche, Vertreter erneuerbarer Energien sind kaum dabei. Die Teilnehmerliste im Daten-Check.

Fast 2800 Menschen sind offiziell ans diesjährige WEF eingeladen worden. Der Frauenanteil ist bescheiden, nur gut ein Viertel der Teilnehmenden ist weiblich. So viel gibt das WEF bekannt. Bisher nicht bekannt war jedoch, aus welchen Branchen die Teilnehmenden stammen, welche Länder am stärksten vertreten sind und ob tatsächlich so viele CEOs anreisen, wie das gemeinhin angenommen wird. SRF hat die Gästeliste ausgewertet.

Öllobbyisten statt Vertreter erneuerbarer Energien

Eine Branche dominiert das WEF klar, es ist die Finanzbranche. Mit gut 500 Vertretern – wenn man neben Banken und Finanzinstituten auch noch private und institutionelle Investoren dazu zählt – ist die Finanzbranche tonangebend am WEF. An zweiter Stelle stehen Medienschaffende, Politikerinnen und Beamte sind am drittmeisten vertreten.

Lässt man Politik, Medien und die Wissenschaft aussen vor, belegen Vertreter der Informatik-Branche den zweiten, die Gesundheitsbranche den dritten Rang. Die Öl- und Gasindustrie ist am viertmeisten vertreten. NGOs schaffen es auf den 10. Rang.

Einer der Schwerpunkte des diesjährigen WEF war der Klimawandel. Bei der Auswahl der Gäste zum Thema scheint es aber noch Luft nach oben zu geben: Auffallend ist die grosse Anzahl an Vertretern der Öl-, Gas- und Kohlelobby. Über 100 dieser Gäste sind eingeladen, aber nur gut zehn Firmen, welche hauptsächlich Windturbinen betreiben oder Solarzellen herstellen. Saudi Aramco, der mit Abstand grösste Ölförderer der Welt, ist ausserdem Partner des WEF.

Sieht man einen WEF-Teilnehmer, ist er mit grösster Wahrscheinlichkeit Geschäftsführer oder Verwaltungsrat einer grossen, weltweit tätigen Firma. Fast die Hälfte aller Teilnehmer schmückt sich mit dem Kürzel CEO oder VR.

Afrika und Südamerika kaum vertreten

Dominiert wird das WEF durch die Amerikaner. Gut 700 Teilnehmer stammen aus den Vereinigten Staaten, gefolgt von Grossbritannien und der Schweiz.

Schaut man auf die Kontinente, führen Europäer und Nordamerikaner die Liste an. Asiaten (wobei hier auch die arabischen Staaten dazu zählen) sind mit 26 Prozent vertreten. Schlusslicht bilden die Afrikaner mit vier Prozent und die Südamerikaner mit drei Prozent.

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Aus dem Archiv: Das war der zweite Tag am WEF
Aus 10vor10 vom 22.01.2020.
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22 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Holti  (M.A.Holti)
    Wenn die am meisten zitierte Studie von John Cook besagt (u. a. von Obama sehr unterstützt), dass wohl über 60% der Wissenschaftler eine menschliche Mitwirkung an der globalen Erwärmung von ca. 1° C erkennen, jedoch keine Aussage zum Zusammenhang auf Naturkatastrophen machen, sollten dies auch die Politiker und Journalisten endlich wahrnehmen. Eine depressive, apokalyptische Ableitung ist weder wissenschaftlich noch förderlich für die Gesundheit. Ansonsten besteht Verdacht auf Ideologisierung.
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Das WEF hat zu wenig gezeigt, dass es um ein Umdenken ginge:Die Ehrfurcht vor Bankern und sonst Mächtigen in der Welt und u.a.vor Trump war zu gross. Achtung ja gegenüber anderen, aber nicht Ehrfurcht. Es bräuchte halt ein gänzliches Umdenken: Dem neoliberalen Wirtschaftsordnung müssten einige Grundregeln verpasst werden. Weltweit Steuern nach Einkommen und Vermögen. Ein nicht kleiner Teil für die Armen und Projekte für Hilfe zur Selbsthilfe. Bessere Subventionierung von erneuerbaren Energien.
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  • Kommentar von Haller Hans  (H.Haller)
    Was mir auffällt, da sind wohl keine Vollblut-Industrielle vertreten, oder werden die einfach auch noch unter der Rubrik "Private Investoren" geführt? Oder ist es gar so, dass sog. Vollblut-Industrielle keine Zeit für so eine Show-Veranstaltung haben und die doch happigen Kosten scheuen?
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    1. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Der "Vollblut-Industrielle" wenn ich sie richtig interpretiere Herr Haller, wäre so im Zuschnitt, des Patrons, der seine Verantwortlichkeiten im Konkreten +Alltäglichen und Herausforderungen materieller Art schultert? Dieser gehört wohl auf die rote Liste, der aussterbenden Berufe. Denn es gibt etwas was der echte Vollblut-Kapitalist hasst, Verantwortung zu übernehmen. Darum ein ideales Feld, anonymisierte numerische Plattformen ... Möglichst weitweg von den Sorgen ums Überleben der Menschen.
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