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Delegierte von SVP, GLP und Grüne haben Parolen gefasst
Aus Tagesschau am Vorabend vom 21.08.2021.
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Positionen der Parteien Grüne und GLP klar für «Ehe für alle», SVP sagt dreimal Nein

  • Die SVP-Delegierten haben dreimal die Nein-Parole beschlossen: zur «Ehe für alle», zur sogenannten «99-Prozent-Initiative» und zum Covid-19-Gesetz.
  • Die Grüne Partei unterstützt die «Ehe für alle» und die Initiative Kapitalbesteuerung. Ein Ja gibt es auch zum Covid-19-Gesetz und die «Pflege-Initiative».
  • Die Delegierten der Grünliberalen Partei haben sich einstimmig für die «Ehe für alle» und deutlich gegen die «99-Prozent-Initiative» ausgesprochen.

Gleich drei Parteien haben am Samstag an ihren Delegiertenversammlungen die Abstimmungsparolen gefasst. Besonders deutlich fiel das Resultat bei der SVP in Granges-Paccot (FR) aus: Die Delegierten sagen dreimal Nein; zum Covid-19-Gesetz, zur «Ehe für alle» sowie zur 99-Prozent-Initiative. Sie folgen damit dem Parteivorstand.

Wie die Junge SVP unterstützt die SVP Schweiz damit das zweite Referendum gegen das Covid-19-Gesetz, über das am 28. November abgestimmt wird. Kritisiert wird vor allem das Covid-Zertifikat sowie die Ausweitung der bundesrätlichen Befugnisse. Viele Delegierte betrachteten die geltenden Corona-Massnahmen als nutzlos. 

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SVP-Delegierten sagen Nein zu den Abstimmungs-Vorlagen
Aus Tagesschau vom 21.08.2021.
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Bezüglich Nein zur «Ehe für alle» zeigte sich die Mehrheit der SVP-Delegierten besorgt um das Kindeswohl. Es sei nicht natürlich, dass ein gleichgeschlechtliches Paar Kinder aufziehe, so der Tenor. Das Nein zur Kapitalbesteuerungs-Initiative der Juso begründete die Partei mit den in ihren Augen verheerenden Folgen für Schweizer Familienunternehmen sowie für die Startup- und Innovationsszene.

Grüne Partei befürwortet «Ehe für alle»

Die Grüne Partei Schweiz hat in Freiburg ihre Abstimmungsparolen gefasst: Die Delegierten sagten einstimmig Ja zur «Ehe für alle» und unterstützen auch die «99-Prozent-Initiative». Auch zum Covid-19-Gesetz und zur Pflege-Initiative, über die am 28. November abgestimmt wird, beschlossen die Delegierten die Ja-Parole. Die Justiz-Initiative hingegen, mit der Bundesrichterinnen und Bundesrichter im Losverfahren bestimmt werden sollen, wurde abgelehnt.

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Grüne Partei fasst Parolen und lanciert Klima-Initiativen
Aus Tagesschau vom 21.08.2021.
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Dafür befürworteten die Delegierten der Grünen die Volksinitiative gegen den Kauf der US-amerikanischen F35-Kampfjets, die von der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA), der SP und den Grünen angekündigt worden war. Sie soll noch im August lanciert werden.

Weiter beschlossen die Delegierten, die Umweltverantwortungs-Initiative der Jungen Grünen zu unterstützen, die eine grundlegende Änderung des Wirtschaftssystems zum Ziel hat.

Grünliberale gegen Kapitalbesteuerung

Die Delegierten der Grünliberalen Partei Schweiz (GLP) haben sich einstimmig für die «Ehe für alle» und grossmehrheitlich gegen die «99-Prozent-Initiative» ausgesprochen. Einem Teil der Gesellschaft würden die Rechte der zivilen Ehe bis heute verweigert, hiess es an der Delegiertenversammlung in Rüschlikon (ZH). Der Staat habe sexuelle Präferenzen und individuelle Lebensentwürfe nicht zu werten.

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Grünliberale Partei fasst Parolen und geht auf Klima-Kurs
Aus Tagesschau vom 21.08.2021.
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Die Initiative Kapitalbesteuerung dagegen sei «verfehlt» und «nicht zielführend». Der Entscheid fiel mit 139 zu 6 Stimmen bei 3 Enthaltungen. Das Steuersystem müsse zwar reformiert werden, «aber nicht so».

Ein Thema an der Versammlung der GLP war zudem die Gentechnologie. Für die Partei ist die Verlängerung des Moratoriums für klassische Formen der Gentechnologie unbestrittene. Bei neuen Methoden sei jedoch ein separates Zulassungsverfahren angezeigt, teilte die Partei mit.

Tagesschau, 21.08.2021, 18:00 Uhr;

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180 Kommentare

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  • Kommentar von Remy Chevalier  (CheRemy)
    Naja, leider ist die SVP gegen jede Familienpolitik und gegen Einwanderung. Mit anderen Worten, bei 1,48 Kind pro Familie schaffen sich die Schweizer selbst ab. Wahrscheinlich wird sich SVP dann öffnen oder unter gehen.
  • Kommentar von Nico Stäger  (Nico Stäger)
    Ich halte auch nicht viel von der SVP und habe diese noch nie gewählt. Aber es wäre Zeit für einen Reifungsprozess der "SVP-Bashing-Community", denn Sie machen im Kern genau dies, was Sie der SVP vorwerfen... Mit Verstehenwollen erreichen Sie mehr, als mit einem unreflektierten Hau-Drauf-Geschwurbel. Sie dürfen auch mit Verständnis für andere Positionen die eigene Position behalten.
    1. Antwort von Christian Casutt  (Christian_C_57)
      Auf den Punkt gebracht, Herr Stäger. Ich finde: Wer von Anderen unentwegt Toleranz einfordert, sollte mit gutem Beispiel vorangehen und Andersdenkenden auch Toleranz entgegen bringen. Sonst macht sich diese Kreise unglaubwürdig.
    2. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Stäger: Warum halten sie nicht viel von der SVP?
  • Kommentar von Fabio Scheidegger  (Fabioski)
    Achso, Kindern geht es nicht gut ohne beide Geschlechter im Elternhaus. Somit verbieten wir konsequenterweise jetzt Alleinerziehende? Oder wie stellt man sich das bei der SVP vor?
    1. Antwort von Christian Casutt  (Christian_C_57)
      Herr Scheidegger, ich persönlich bin davon überzeugt, dass ein homosexuelles Paar einem Kind genau gleich viel Liebe entgegen bringen kann wie Eltern in der klassischen Form (Mutter und Vater). Die Frage nach den Auswirkungen auf ein heranwachsendes Kind erscheint mir jedoch nicht ganz so einfach zu beantworten. Ich persönlich tue mich schwer bei dieser Abstimmungsfrage. Die Interessen des Kindes sollten im Zentrum stehen, aber ich masse mir nicht an, über richtig und falsch zu urteilen.
    2. Antwort von Manuel Castillo  (Beresina)
      Man stellt sich gar nichts vor... Ein Grossteil der SVP-Wähler sind sehr konservativ und halten die "traditionelle" Familie für die einzig wahre Lebensform. Multikulti, LBGT, Regenbogenfamilien, alle Menschen sind gleich etc. ist bei der Parteibasis noch nicht angekommen. Natürlich geben sie das offen nicht so ohne weiteres zu. Vielmehr wird versucht die ideologische Abneigung durch Scheinargumente wie mögliche Mehrkosten oder juristische Unklarheiten zu kaschieren.
    3. Antwort von Christian Casutt  (Christian_C_57)
      @Castillo: Diese Leute wollen gar nichts „kaschieren“. Sie haben einfach eine Andere Meinung. Ausserdem: In einer Demokratie sollte man respektieren, was die demokratische Mehrheit für gut und vernünftig hält und nicht bloss, was einige hippe Weltbürger für schön halten.