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Private Corona-Tests Anwaltskanzlei stoppt Virentest

Bär und Karrer liess seine Mitarbeiter auf das Corona Virus testen. Jetzt hat das Unternehmen weitere Tests gestoppt

Es musste schnell gehen. Am vergangenen Sonntag, 15. März, kurz nach Mittag, informierte die Geschäftsleitung der renommierten Zürcher Anwaltskanzlei sämtliche ihrer 353 Mitarbeiter per Mail darüber, dass sich alle einem vorsorglichen Corona-Test unterziehen müssen. Am Dienstag, 17. März, und noch tags darauf wurden Teile der Belegschaft zu den vorsorglichen Tests aufgeboten.

Doch am selben Dienstag erlässt die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich eine Weisung, Tests ausschliesslich nur noch für symptomatische Verdachtsfälle zuzulassen Spitäler haben klar Vorrang: «lm Hinblick auf die vom Bundesrat heute um 00:00 Uhr in Kraft gesetzte revidierte Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus müssen wir Sie schliesslich darauf hinweisen, dass Arztpraxen – wie auch alle anderen Gesundheitseinrichtungen – auf nicht dringend angezeigte medizinische Eingriffe und Therapien verzichten müssen.» Eine Testung sei erst dann angezeigt, wenn sich der Zustand verschlechtere.

Trotz Weisung wurde weitergetestet

Es gelte zu bedenken: Testmaterial wie auch Laborkapazitäten stünden der ganzen Schweiz nur in begrenzen Rahmen zur Verfügung, entsprechend müssten diese Ressourcen sinnvoll und gezielt eingesetzt werden, schreibt die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich der Ärzteschaft und allen Gesundheitsdienstleistern im Kanton Zürich.

Die Anwaltskanzlei hält fest: «Praktisch alle Tests der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden am Dienstag durchgeführt». Die restlichen Tests sind erst gegen Mittwochabend abgeschlossen worden. Weitere Tests – die offenbar für die Belegschaft in Lugano und Genf für nächste Woche geplant gewesen waren – seien aufgrund der nunmehr bekannten Informationen gestoppt worden, schreibt Bär und Karrer auf Anfrage von SRF News.

Bär und Karrer will sich an Weisungen halten

Gemäss internem Mail, das SRF News vorliegt, freute sich die Bär-und-Karrer-Geschäftsleitung darüber, dass alle Mitarbeiter aus den Offices Zürich und Zug getestet werden konnten: «Wir erwarten morgen die ersten Resultate», heisst es darin.

Konfrontiert mit den Sachverhalten schreibt Bär und Karrer: «Keine der mit den Tests betrauten Firmen hat uns auf eine anderslautende Weisung der Behörden hingewiesen. Wir halten uns selbstverständlich an alle uns bekannten Weisungen der Behörden, verlassen uns aber auch auf unsere externen Spezialisten, die die Adressaten von allfälligen spezifischen Weisungen sind», schreibt Bär und Karrer in ihrer Stellungnahme.

Der Gesundheitsdienstleister, der die vorsorglichen Tests durchgeführt hatte, hatte am Dienstag wie alle anderen zertifizierten Unternehmen Zugang zu den behördlichen Informationen und hat dennoch am Mittwoch munter weiter getestet. Er schreibt SRF News: «Wir haben ab dem Zeitpunkt unserer Kenntnisnahme dieser Weisung auf weitere Tests verzichtet.»

Echo der Zeit, 17.03.2020, 18 Uhr

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Jeder Mensch, jede/rBürgerIn, muss/sollte sich jetzt und bis die Epidemie vorbei ist....., vollumfänglich an die Weisungen, Bestimmungen von Bundesrat und BAG, etc halten und zwar indiskutabel. Alles andere ist kontraproduktiv!
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    1. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      ich wohne in der Nähe von Basel auf dem Land. Gestern wurden wir von Autos überflutet. die am Waldrand und an den Feldern standen. Da ist
      absolut nichts dagegen zu sagen. Vor allem wandern und frische Luft ist gesund, aber Abstand wird unter den einzelnen Gruppen nicht gehalten. Wir sind ja auf dem Land und frische Luft ist gesund. Wie dumm sind
      Eigentlich manche Menschen und wenn man etwas sagt, ich war auch unterwegs, bekommt man garantiert noch eine dumme Antwort.
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  • Kommentar von Rolf Hofer  (yes4ever)
    Liege ich da richtig, wenn wir jetzt flächenmässige Tests durchführen könnten, gäbe es eine Trennung der Gesellschaft in Infizierte und nicht Infizierte. Die nicht Infizierten müssten in kurzen Abständen wieder getestet werden, um auf der ihnen zugewiesenen "Seite" bleiben zu können. Scheint mir unrealistisch, diese Szenarien. Kann mich da jemand aufklären, wie das gehen soll.
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    1. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Ist so nicht notwendig. Halten sich die Menschen an die derzeitigen Regeln, werden die Infektionsketten unterbrochen und man muss nicht grossflächig testen. Die Welle flacht ab und die med. Institutionen werden entlastet.
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  • Kommentar von Alfred Schläpfer  (191.5yenokavan)
    Christoph Ansermot (Nergal), Ihre Behauptung, dieses Testset könne zu Zehntausenden bei Alibaba online bestellt werden, entbehrt jeder Tatsache. Warum verbreiten Sie solchen Stuss? Bitte belegen Sie Ihre Behauptung.
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