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Radon-Aktionsplan des Bundes greift nicht
Aus Info 3 vom 31.01.2020.
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Radioaktives Edelgas Was man über Radon wissen muss

Was ist Radon? Radon ist ein radioaktives Edelgas, das beim natürlichen Zerfall von Uran im Untergrund entsteht und bis zur Erdoberfläche aufsteigen kann. Grundsätzlich ist Uran und damit auch Radon überall in der Schweiz vorhanden. Die Radonbelastung ist allerdings dort am grössten, wo der Untergrund durchlässig ist: Dies ist in der Schweiz vor allem in den Alpen und im Jura der Fall.

Wie gefährlich ist Radon? Radon ist nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs in der Schweiz. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) rechnet damit, dass jedes Jahr 200 bis 300 Todesfälle auf übermässige Radonbelastung zurückzuführen sind.

Radonkarte der Schweiz
Legende: Wahrscheinlichkeit den Referenzwert zu überschreiten [%] im Jahr 2018 BAG

Wie ermittelt man die Radonbelastung eines Gebäudes? Die Radonkarte, Link öffnet in einem neuen Fenster gibt Auskunft über die Radonbelastung in der Schweiz. Wenn man seine Wohnadresse eingibt, erhält man Auskunft über die potenzielle Gefährdung mit Radon und eine Empfehlung, ob eine Radon-Messung angezeigt wäre.

Wann sollte eine Radon-Messung veranlasst werden? Das BAG teilt die Gebäude in 5 Prioritätsstufen ein. Bei den Stufen 4 und 5 wird eine Messung «dringend empfohlen», bei den Stufen 2 und 3 ist sie «empfohlen», bei der Stufe 1 kann eine Messung «in Betracht gezogen werden». Radon-Messungen sind relativ einfach und kostengünstig durchzuführen. Einige Kantone bieten sogar kostenlose Messungen an. Vom BAG anerkannte Messstellen findet man auf dieser Liste., Link öffnet in einem neuen Fenster

Wann wird eine Radon-Sanierung nötig? Wenn die durchschnittliche Radonkonzentration in Räumen, in denen sich regelmässig während mehrerer Stunden pro Tag Menschen aufhalten, 300 Becquerel pro Kubikmeter oder mehr beträgt (Radonreferenzwert), so muss der Gebäudeeigentümer auf eigene Kosten die notwendigen Sanierungsmassnahmen einleiten. Bleibt er untätig, kann der Kanton die Radonsanierung anordnen. So steht es in der Strahlenschutzverordnung, die seit 1. Januar 2018 in Kraft ist. Bei Schulen oder Kindergärten, bei denen der Referenzwert überschritten wird, sind die Kantone in jedem Fall verpflichtet, innerhalb von drei Jahren eine Radonsanierung anzuordnen.

Wie kann man ein Gebäude sanieren? Die geeignetste Sanierungsmethode hängt sehr stark vom Einzelfall ab. Zu den gebräuchlichsten Massnahmen gehören das Abdichten des Kellerbodens, der Einbau eines Ventilators im Keller oder das Absaugen der Bodenluft unter dem Gebäudefundament, damit Radon gar nicht erst ins Gebäude eindringen kann. Um die ideale Sanierungsmethode zu ermitteln, sollte eine Radon-Fachperson beigezogen werden.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Claus Prochazka  (Verfalsdatum1007)
    Unsere Ferien verbringen wir mehrmals im Jahr in der Schweiz.
    Jetzt sind wir sehr erschrocken über die Radon Karte.
    Haben uns aber gleich erinnert, dass Bad Gastain in Österreich mit den Radon Quellen und den Radon Heilstollen so große Reklame macht.
    Gibt es da unterschiedliche Radon.
    Jetzt gehen wir erst einmal 4 Wochen nach Arosa um unseren Lungen etwas Gutes zu tun. Ist laut Karte nicht sehr gefährlich.
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    1. Antwort von Andreas Burkhart  (Burkharta)
      Es gibt nicht verschiedene Sorten von Radon. Radon ist radioaktiv und eine zu hohe Strahlendosis führt zu gesundheitlichen Schäden. Radontherapien wie die in Bad Gastein sind daher umstritten. Ihre Wirkung ist nur sehr schwach belegt, das Strahlungrisiko ist aber sehr real. Ist aber ein super Marketing-Gag
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    2. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Nein, es ist dasselbe, gefährliche Radon das in den Bädern eingesetzt wird. Die Risiken sind bekannt und exakt kalkulierbar. Die Anwendung wird deshalb nicht verboten, weil sie offenbar bei Morbus Bechterev eine belegte Linderungswirkung hat.
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    3. Antwort von Peter P. Odermatt  (Peter P. Odermatt)
      Das Problem existiert in Erdgeschosswohnungen. Attikageschosse sind sicher.
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    4. Antwort von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
      Herr Beuteler, Ihre Aussage ist falsch. Radongas ist leichter als Luft und steigt deshalb auf. Am meisten gefärdet sind Gebäude mit Feuchtkeller, also eher ältere Bauten, die später nachisoliert und abgedichtet wurden. Das Radon kann durch den Keller ohne Betonboden ungehindert eindringen aber durch das dichte Dach nicht mehr gut entweichen. Deshalb ist in den oberen Geschossen mit mehr Radongas zu rechnen.
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