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Viola Amherd: «Ethik-Charta muss gelebt werden»
Aus News-Clip vom 10.12.2020.
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Reaktion auf Sportlerklagen Startschuss für Meldestelle bei Misshandlungen im Sport

  • Nach dem Ständerat hat sich auch der Nationalrat für eine nationale Anlauf- und Meldestelle für Misshandlungen im Sport ausgesprochen.
  • Auslöser waren Klagen verschiedener Schweizer Spitzenturnerinnen über die Trainingsmethoden am Nationalen Sportzentrum Magglingen (NSM).
  • Der Ball liegt nun beim Bundesrat respektive dem zuständigen Bundesamt für Sport (Baspo), eine solche Anlauf- und Meldestelle zu schaffen.

Sportministerin Viola Amherd zeigte sich in der grossen Kammer betroffen von den Vorkommnissen in Magglingen, die mehrere Sportlerinnen in den sogenannten Magglinger Protokollen geschildert hatten.

Sie betonte jedoch auch, eine Meldestelle alleine löse die Probleme nicht. Man müsse auch über die Geldverteilung im Sport sprechen. «Es muss meines Erachtens auch geprüft werden, ob die Verbände nur nach sportlichen Erfolgen finanziert werden sollen», sagte die Bundesrätin.

«Ist es richtig, wenn einzig Medaillenränge darüber entscheiden, wie viel Geld ein Sportverband von Swiss Olympic erhält?», fragte Amherd. Es gelte auch die Einhaltung von ethischen Grundsätzen zu bewerten.

Einführung 2022 – Finanzierung noch offen

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Magglingen
Legende:Keystone

Im November hatte sich unabhängig von der politischen Debatte bereits der Exekutivrat von Swiss Olympic für eine nationale Meldestelle ausgesprochen. Die operative Einführung ist per 2022 vorgesehen. Zu klären sind bis dahin noch die Finanzierung, die Organisation und die Struktur einer solchen Stelle. Wahrscheinlich ist eine von Swiss Olympic und dem Bund gemeinsam getragene Stiftung, ähnlich der Stiftung Antidoping Schweiz.

SRF 4 News, 10.12.2020, 09:00 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Diethelm  (Okapi)
    Wusste ich gar nicht, dass die Finanzierung der Verbände rein erfolgsabhängig ist, das stinkt ja gewaltig im dem Laden. Aber Reformen dürfen sich nicht auf Meldestelle und Änderungen bei der Finanzierung beschränken. Es braucht einen Kulturwandel. Im Schulwesen leuchtet die Aufsichtsfunktion durch die Schulpflege den meisten ein. Wieso sollte Sportausbildung ohne eine unabhängige Sportpflege auskommen? Meldung von Missbrauch hilft den Opfern wenig. Missbrauch muss unterbunden werden.
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  • Kommentar von Pia Müller  (PiMu)
    Ich glaube kaum, dass die jungen Leute den Mut haben, dann wirklich zu dieser Stelle zu gehen und ihr Herz auszuschütten. Vor allem mit diesem Psycho-Terror bis anhin !!
    Wichtig wäre, in diesem verantworlichen Magglinger-Saustall generell aufzuräumen per sofort !!!
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  • Kommentar von Johan Tobel  (naturfründ)
    Die Idee ist gut. Doch in der Realität ist es so, dass die Kinder und Jungendlichen im Spitzensport viele Stunden mit dem Trainer/Trainerin allein sind oder in der Gruppe trainieren. Es müsste an vielen Stellen eine Art fachliche Vertrauensperson vorhanden sein, die unangemeldet im Training vorbeikommen kann und z.B. zuschauen. Diese Person müsste als Vertrauensperson bei den jungen Athleten bekannt sein. Damit würde der Druck auf die Trainer erhöht.
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