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Der Bundesrat präsentiert sich Schulter an Schulter – dank Photoshop
Aus Tagesschau vom 31.12.2020.
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Regierung im Bild «Wir können (kein) Photoshop» – Netz lacht übers Bundesratsfoto

Es gehört eher zur traditionellen Sorte, ist nüchtern gehalten, fast langweilig – und sorgt doch für Lacher.

Was haben sich die Vorgängerinnen und Vorgänger des neuen Bundespräsidenten Guy Parmelin doch an Originalität überboten in den letzten Jahren: Die studierte Pianistin Simonetta Sommaruga liess ihre RegierungskollegInnen für die «Autogrammkarte der Landesregierung» als Kammerorchester posieren. Ueli Maurer, heuer mit gestrenger Miene abgebildet, lächelte vom Bundesratsfoto 2019 mit einem Handy in der Hand, umgeben von seinen Gspänli in «Selfie-Manier».

Das Jahr zuvor liess Alain Berset sich und den Rest-Bundesrat vor einem Graffiti ablichten, das Erinnerungsbild war zudem erstmals interaktiv. An ein Cover der Rockband «Queen» erinnerte das von Doris Leuthard in Auftrag gegebene Bild von 2017. Sogar der als eher nüchtern geltende Johann Schneider-Ammann bewies 2016 Mut und Originalität. Den Hintergrund des Fotos ziert eine Druckerei – er wollte damit auf den Werkplatz Schweiz hinweisen. Und im Jahr zuvor posierte die Landesregierung wie die Apostel auf dem letzten Abendmahl von Leonardo da Vinci. In der Mitte: Simonetta Sommaruga.

Do it Yourself

Dieses Jahr aber scheint dem «primus inter pares» die Fantasie abhandengekommen zu sein, oder er wollte angesichts der Corona-Krise lieber Werte wie Tradition und Nüchternheit hervorheben. Doch das kommt zumindest in den sozialen Medien nicht gut an:

Kritisiert wird auch, dass das alles beherrschende Thema, die Pandemie, nicht berücksichtigt wird, nicht einmal das sogenannte Social Distancing – Gebot der Stunde – wurde nicht eingehalten. Oder doch?

Die Pandemie spielte eine wichtige Rolle bei der Entstehung des Bildes – wurden doch die Räte per Photoshop zusammengefügt. Was auch einige User bemerken:

So wird das viel zitierte Bonmot von Innenminister Alain Berset: «Wir können Corona» umfunktioniert.

Obwohl die Meinungen über die Beherrschung der Bildbearbeitung auseinandergehen.

So mutmasst ein User, dass hier die scheidende Bundespräsidentin und führende Stimme im Kampf gegen Corona selbst Hand angelegt hat.

Dabei scheinen mehrere Anläufe für das Endresultat notwendig gewesen zu sein:

Umso besser scheinen die Twitterer die Bildbearbeitungsprogramme zu beherrschen – allen voran der Chefredaktor des «Nebelspalters», der die Landesregierung mal auf der Skipiste platziert...

... und in Anspielung auf das Hin und Her um das – Zitat Sommaruga – «Gstürm» zwischen Bund und Kantonen während der Coronakrise mal hinter Gittern:

Und zuletzt gibt es auch solche, die sowieso an der Echtheit des Bildes zweifeln:

So trifft das Bundesratsfoto 2021 – obwohl traditionell gehalten – doch total den virtuellen Zeitgeist: Es ist von der Pandemie geprägt, vom Social Distancing bis hin zu den Verschwörungstheorien.

Tagesschau, 31.12.2020, 13 Uhr

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27 Kommentare

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  • Kommentar von Jeanôt Cohen  (Jeanot)
    Von fotografieren verstehe ich nichts. Aber die Menschen auf dem Bild, sind Schweizer die sich für unser Land einsetzen. Und wenn ich sehe wie es uns als ganzes Volk so geht, auch im vergleich mit die Nachbarn, bin ich sehr zufrieden mit der Leistung dieser Menschen. Und bin zuversichtlich was 2021 angeht. Darum es grosses MERCI an der gesamten Bundesrat.
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  • Kommentar von Claudia Beutler  (Claudia)
    Ich wünsche allen Kommentatoren einen guten Start in ein hoffentlich besseres 2021. Auf das wir nächstes Jahr wieder fair und engagiert mit einander diskutieren.
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  • Kommentar von Armin Schweigler  (Armin)
    Und mögen diese Karikaturen aber noch so gut gemacht sein möge dieser Job noch so schwer sein verliert diese Gruppe für mich seine Glaubwürdigkeit. Das Handeln ist für mich nicht mehr nachvollziehbar entspricht nicht dem was für mich Normalität wäre. Wie kann ich sein dass es erlaubt ist Skigebiete zu öffnen ohne jegliche Kontrolle von Schutz es uns dann aber nicht erlaubt ist mit gebührendem Abstand irgendwo ein Abendessen zu genießen es gibt Leute in der Schweiz die große macht ausüben
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