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Null soziale Kontakte für Familien ab fünf Personen?
Aus Rendez-vous vom 14.01.2021.
abspielen. Laufzeit 02:59 Minuten.
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Schärfere Corona-Massnahmen 5-Personen-Regel: Familien mit drei und mehr Kindern triffts hart

Im privaten Rahmen dürfen sich ab Montag nur noch maximal fünf Personen treffen – Kinder inklusive. Eine sinnvolle Regelung für die Wissenschaft. Doch was bedeutet sie für Familien?

Familien mit drei Kindern können aufgrund der neuen Regel bis Ende Februar keine andere Person mehr treffen. Kinder werden bei der 5-Personen-Regel nämlich mitgezählt.

Alle müssten nun die Massnahmen mittragen, sagt Philipp Gnägi, Direktor von Pro Familia, dem Dachverband der Familien Organisationen in der Schweiz. «Ja, alle müssen das berücksichtigen. Die Lage ist schwierig für alle, auch für Familien.»

Und doch sei die Situation jetzt anders als noch im März im Lockdown: «Die Schulen und die externen Betreuungsstrukturen sind offen. Und das ist ganz wichtig für die Familien. Die Kinder können in die Schule gehen. Das war im März nicht der Fall. Das ist der erste Unterschied und der zweite ist, dass wir nun von einer begrenzten Periode sprechen. Es sind sechs Wochen bis Ende Februar.»

Kontakte ohne Schutzkonzept verringern

Nicola Low ist Epidemiologin an der Universität Bern und Mitglied der wissenschaftlichen Covid-Task-Force. Sie sagt, die 5-Personen-Regel sei sinnvoll. «Diese Regel ergibt sicher Sinn. Sie ist tatsächlich eine der wichtigsten Massnahmen.»

Im Privaten käme es öfters zu näheren Kontakten, im Gegensatz etwa zur Schule. «Und in der Schule müssen sie Schutzkonzepte haben, um die Übertragung zu minimieren. Aber im Privaten, wenn sich Kinder oder Erwachsene treffen, ist es wirklich schwieriger, die Übertragung zu kontrollieren.» Es gehe darum, diejenigen Kontakte zu beschränken, bei denen es kein Schutzkonzept gibt.

«Umso weniger Personen sich treffen, umso besser die Prävention. Wenn wir uns wirklich im kleinen Kreise treffen, dann hat das Virus weniger Gelegenheit, übertragen zu werden.»

Epidemiologin Low sagt, sie hätte sich noch strengere Massnahmen gewünscht, für Skigebiete beispielsweise. Diese müssten nun halt die bestehenden Schutzkonzepte verschärfen. Schuld an Übertragungen wollten sie ja sicher nicht sein.

Weiterhin giltVerbot Veranstaltungen > 100 PersonenEinführung Schengen-GrenzkontrollenEinreise aus Italien mit Ausnahmen verboten10 Mrd. Fr. Soforthilfe Kein Unterricht an SchulenMax. 50 Personen in Restaurants, Bars, Diskotheken Quelle: Bundesrat, 13.01.21Empfehlung: zu Hause bleibenFernunterricht an HochschulenVerbot von VeranstaltungenGeschlossen:Discos und TanzlokaleMaximal 5 Personen bei Sport und KulturAusnahmen für unter 16-Jährige (Sport/Kultur)!Ausgedehnte MaskenpflichtRegeln für SkigebieteGemeinsamer Gesang nur in Familie und Schule
Das hat der Bundesrat am 13. Januar kommuniziert Öffentliche VeranstaltungenMassnahmenverlängerungKulturbetriebeFreizeiteinrichtungenRestaurantsSportanlagenBleiben geschlossen:Maskenpflicht am Arbeitsplatz bei mehr als einer Person im gleichen RaumTreffen im öffentlichen Raum mit max. 5 PersonenMassnahmenverschärfung ab 18. JanuarHomeoffice-Pflicht wo möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbarLäden mit Waren des nicht-täglichen Bedarfs werden geschlossenErhöhter Schutz besonders gefährdeter Personen(Recht auf Homeoffice, gleichwertigenSchutz oder Beurlaubung)Private Treffen mit max. 5 Personen (inkl. Kinder) Empfehlung: aus max. 2 HaushaltenQuelle: Bundesrat, 13.01.21

Rendez-vous, 14.01.2021, 12:30 Uhr

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168 Kommentare

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  • Kommentar von Laura Hochuli Pochon  (LauraH)
    Wie machen es nun 5-köpfige Familien mit einer Kinderbetreuung zu Hause? Die Tagesmutter kündigen und aufhören zu arbeiten? Eine Busse riskieren weil die alten Nachbarn mit einem Polizeianruf drohen? Und all dies während Herr und Frau Schweizer weiterhin Skifahren gehen :-(
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  • Kommentar von Adi Berger  (adib)
    Ansonsten ein folgsamer Bürger stehe ich dazu, dass ich bei der 5-Personen-Beschränkung die unter 12-jährigen Enkelkinder nicht mitzählen werde.
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  • Kommentar von Hannes Zubler  (Zubi)
    Diese Kommentarmöglichkeiten von SRF finde ich toll. Somit kann sich jeder seinen Frust losschreiben und sich emotional noch auffrischen, wenn das Verhältnis Zustimmen/Ablehnen stimmt. Für mich auch positiv, denn ich hoffe jetzt, dass ich das Gejammere nicht mehr im Tram / Bus / Zug via Natelschreien hören muss.
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