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Schweizer Vegi-Boom Konsum von Fleischersatz-Produkten steigt stetig

  • Ob Tofu-Burger oder Getreide-Plätzli: Die Nachfrage nach Fleischersatz-Produkten hat in den letzten fünf Jahren stark zugenommen.
  • Gemäss dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) wurden seit 2016 jedes Jahr im Schnitt über 18 Prozent mehr von diesen Produkten verkauft.
  • Vor fünf Jahren lag der Umsatz noch bei 60 Millionen Franken, im vergangenen Jahr waren es 117 Millionen.
  • Im Vergleich zu Fleisch bleibe der Fleisch-Ersatz aber ein Nischenprodukt, schreibt das BLW.
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Aus dem Archiv: Wie gesund sind Fleischersatz-Produkte?
Aus Puls vom 21.09.2020.
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Alternativen zu Fleisch boomen, besonders beliebt sind Burger auf pflanzlicher Basis. Seit 2016 betrage die Wachstumsrate der Fleischersatz-Produkte jährlich 18.4 Prozent, schreibt das Bundesamt für Landwirtschaft im ersten Fleischersatz-Report der Schweiz, Link öffnet in einem neuen Fenster. Dies entspreche seit 2016 nahezu einer Verdoppelung. Verglichen mit Fleisch handle es sich mit einem Marktanteil von 2.3 Prozent im Detailhandel jedoch um ein Nischenprodukt.

Auch die Pandemie habe zum Erfolg beigetragen – der Detailhandel habe 2020 insgesamt einen Rekordumsatz erzielt. Bei den Fleischersatz-Produkten stieg der Absatz gegenüber dem Vorjahr sogar um 49.4 Prozent auf 5705 Tonnen. Damit sei das pandemiebedingte Rekordwachstum von 12.1 Prozent der Warengruppe Fleisch deutlich übertroffen worden.

Die höchsten Wachstumsraten verzeichneten laut BLW sogenannte «Meat-Analog-Produkte». Das sind Produkte, die wie Fleisch aussehen und schmecken sollen.

Jeder sechste Burger ist pflanzlich

Die fleischähnlichen Artikel machen laut BLW mittlerweile über 50 Prozent des gesamten Absatzes von Fleischersatz-Produkten aus. Bereits jeder sechste verkaufte Burger bestehe aus pflanzlichen Rohstoffen. Vor fünf Jahren sei es noch jeder 14. Burger gewesen.

Der durchschnittliche Kilopreis der Fleischersatz-Produkte betrug laut dem Bericht 20.53 Franken, damit blieb der Preis seit 2016 (20.31 Franken pro Kilogramm) relativ konstant.

Veggieburger kostet 42 Prozent mehr

Im direkten Produktvergleich einzelner Produktgruppen seien Fleischersatz-Artikel deutlich teurer als Fleischprodukte. Ein pflanzlicher Burger koste im Durchschnitt 42 Prozent mehr als Fleischburger, bei Geschnetzeltem liege die Differenz bei +16 Prozent. Vor allem bei jungen, gutverdienenden Familien aus der Deutschschweiz seien die Fleischersatz-Produkte beliebt, schreibt das BLW weiter.

Verschiedene Studien prognostizieren für die nächsten Jahre einen erneuten Wachstumstrend für Fleischersatz-Produkte. Für die Schweizer Landwirtschaft bietet der Markt für Fleischersatz laut BLW deshalb grosses Potenzial, da derzeit nahezu alle pflanzlichen Proteine für die inländische Fleischersatzproduktion importiert werden.

SRF 4 News, 17.05.2021, 10:00 Uhr;

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90 Kommentare

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  • Kommentar von Jasmin Haudenschild  (Haudenschild)
    Da geht noch viel mehr. Die starke Tendenz weist langsam und sicher darauf hin, dass wir alle uns in einem grossen Umdenken befinden. Und das ist gut so.
    Unnötiges Tierleid darf nicht sein und ist im 21. Jahrhundert längst nicht mehr zeitgemäss.
    Und auch FOOD WASTE ist äusserst bedenklich. Schaut euch dazu die Fakten und Zahlen an auf "TOO GOOD TO GO - INTERNATIONAL" und die durchschnittlichen pro Kopf-Zahlen diesbezüglich der SchweizerInnen.
  • Kommentar von Franziska Beetschen  (Himbeeri)
    Toll! Je weniger Tiere leiden müssen umso besser. Dient der ganzen Natur!
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Franziska Beetschen: 2.3 Prozent Marktanteil ist viel zu wenig. Da leiden immer noch viel zu viele Tiere.
  • Kommentar von Beat Reuteler  (br)
    Wenn ich vegetarisch essen will esse ich vegetarisch. Weshalb ich dann Fleischersatzprodukte brauchen würde leuchtet mir nicht ein. Wenn ich Fleisch essen will esse ich Fleisch.
    1. Antwort von Urs Rösti  (szuechype)
      Einfach mal probieren! Vielleicht geht dann ein Licht auf. Mir leuchtet auch nicht ein, wieso man noch Tiere essen muss.
    2. Antwort von Patrick Thaufrisch  (PTZH)
      Diese Einstellung hatte ich auch sehr lange. Jedoch macht es schon Sinn, Fleischersatzprodukte anzubieten für Personen, welche zwar den Fleischgeschmack mögen, jedoch aus anderen Gründen kein Fleisch mehr essen möchten.

      Dieselbe Logik könnte man eigentlich auf alkoholfreies Bier anwenden. Wenn jemand weil er fahren muss auf alkoholfreies Bier ausweicht schreit auch niemand auf, dass diejenige Person entweder richtiges Bier oder gar keines trinken sollte.

      Dies ist zumindest mein Eindruck.
    3. Antwort von Aaron Davis  (aaron.davis)
      Wenn man sich vegan ernährt ist es recht aufwendig, die Mikronährstoffe ausgewogen zu konsumieren. Ich als veganer Sportler brauche enorme Mengen Proteine und diese in einem ausgewogenen Aminosäurenprofil das ansonsten nur in Fleisch anzutreffen ist. Da ist es für mich sehr gäbig wenn ich mir eine Packung Vegi-Fleisch packen kann in welcher 36g Proteine aus verschiedenen Quellen verarbeitet sind. Nur weil ich vegan lebe will ich nicht täglich eine Stunde mehr am Herd verbringen.