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Viel Corona-Post aus dem Volk für die Bundespräsidentin
Aus HeuteMorgen vom 16.11.2020.
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Seismograph der Pandemie Flut von persönlichen Corona-Briefen an die Bundespräsidentin

Lob – Verzweiflung – Wut: Corona hat die Zahl der Briefe und Mails aus dem Volk an die Landesregierung vervielfacht.

Statt täglich ein paar Schreiben wie letztes Jahr erhält Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga nun deutlich mehr. «In den letzten Monaten hat sich die Anzahl der Zuschriften vervielfacht. Wir haben tausende Zuschriften erhalten», stellt die stellvertretende UVEK-Kommunikationsleiterin Géraldine Eicher fest.

Vier von fünf Zuschriften drehten sich um Corona, und in den anderen Departementen sehe es ähnlich aus. Typische Briefschreiber in der Krise gebe es nicht, so Eicher: «Einige schreiben, dass sie zum allerersten Mal jemandem von der Regierung schreiben. Das zeigt auch, wie gewichtig die Sorgen sind.»

Hallo Frau Sommaruga. Ein grosses Merci für die Führung in der Krise. Gerne möchte ich Sie einmal persönlich treffen.»
Auszug aus einem Bürgerbrief an Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga.

Die Tonalität gehe von freundlich, lobend zu besorgt, fordernd bis wütend und verzweifelt. Im Vergleich zum Frühjahr habe sich die Stimmung inzwischen verdüstert. Es zeige sich eine gewisse Corona-Müdigkeit.

Meine Hoffnung ist seit einigen Wochen, ehrlich gesagt, weg. Ich fühle mich im Stich gelassen, verloren und manchmal einfach wütend über die nicht einheitlichen Massnahmen der Behörden.
Auszug aus einem Bürgerbrief an Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga.

Unter den Einsendungen sind sorgfältig formulierte Schreiben, flüchtige Mails oder Briefe in zittriger Handschrift. Die Schreiben werden laut Eicher parallel zum Tagesgeschäft beantwortet.

Wenn wir nicht parieren, werden wir gebüsst oder gar verhaftet, das Gewerbe geschlossen. Spüren Sie überhaupt noch, was mit den Menschen in diesem Land passiert?
Auszug aus einem Bürgerbrief an Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga.

Teils sind Fachleute involviert, um Klarheit zu schaffen: «Die Briefe der Bürgerinnen und Bürger sind so etwas wie ein Seismograph der Gesellschaft. Sie zeigen auch, wie bewegt die Bevölkerung ist. Steigen beispielsweise die Fallzahlen, dann steigt auch die Zahl der Briefe und umgekehrt», sagt Eicher.

Die Briefe sind so etwas wie ein Seismograph der Gesellschaft. Sie zeigen auch, wie bewegt die Bevölkerung ist.
Autor: Géraldine EicherStv. Kommunikationsleiterin UVEK

Aktuell sind also die Poststapel bei den Bundesrätinnen und Bundesräten aussergewöhnlich hoch – und mit Blick auf die Fallzahlen dürfte das noch andauern.

Heute Morgen, 16.11.2020, 07:00 Uhr

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60 Kommentare

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  • Kommentar von christian drack  (Chregel)
    @Michel Koller (Mica):
    Habe nur in einem einzigen Geschäft in der Schweiz gesehen, das Handwagen desinfiziert wurden. Ich gehe davon aus dass das pure Gegenteil der Fall ist: die Einkaufskörbe und Handwagen werden höchstens gelegentlich desinfiziert. Dasselbe gilt für die Zahl terminal... usw. Und beim Rausgehen gibt es insbesondere bei Aldi und Lidl keine Möglichkeit für Handdesinfektion. Und bei Migros und Coop trifft man auf diejenigen, die reingehen. Einige vergessen auch die Nutzung...
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    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ christian drack: Aldi und Lidl sagen sich halt: Hauptsache billig! Dann hat man sich wenigstens billig infiziert. Bei Migros, Coop und Volg kann man sich wenigstens desinfizieren, wenn man will.
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  • Kommentar von Daniel Widmer  (DanielWidmer)
    Ich hoffe, dass die Anwendung staatlicher Gewalt im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie kritisch hinterfragt und nachbereitet wird. Insbesondere sollte die Frage der Verhältnismässigkeit eingehend und "unmaskiert" untersucht werden. Ist es richtig, das Leben zu unterdrücken, um das Sterben zu verlängern. Darf der Schutz von Partikularinteressen im Gesundheits- und Spitalwesen staatlich erzwungen werden, wenn die zu Grunde gelegten Fachmeinungen aus dem gleichen Sektor kommen? Ich bezweifle es.
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    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Daniel Widmer: Das tönt ja dramatisch. Aber jetzt mal ehrlich: "... das Leben zu unterdrücken, um das Sterben zu verlängern ..." ist schon recht hart. Ich weiss nicht, ob Sie das schreiben würden, wenn es um Sie oder Angehörige von Ihnen gehen würde. Und es wird ja kein Leben unterdrückt; man hat einfach im Moment stark eingeschränkte Vergnügungsmöglichkeiten. Der Mehrheit wird es das wert sein, um Leben zu verlängern.
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    2. Antwort von Susanne Saam  (Biennoise)
      Daniel Widmer: Anwendung staatlicher Gewalt? Leben unterdrücken? Echt?
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    3. Antwort von Nico Stäger  (Nico Stäger)
      @Leu: Wenn die physische Gesundheit weniger über die mentale Gesundheit vieler gehen soll, dann finde ich dies durchaus als okay, die staatlichen Massnahmen zu hinterfragen. Zumal es noch selten so einfach war, sich selber vor einer in seltenen Fällen tödlichen Krankheit zu schützen.
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    4. Antwort von Nico Stäger  (Nico Stäger)
      Biennoise: Ja, unterdrückt. Wieviele tausend Lebensjahre haben wir gerettet mit den staatlichen Massnahmen und wieviele tausend Lebensjahre haben wir durch die Massnahmen unterdrückt? Das ist meines Erachtens die eine von zwei ganz zentralen Fragen. Die andere ganz zentrale Frage ist die Frage nach der Selbstverantwortung. Wenn sich jemand selber schützen kann (Stichwort FFP2-Maske und/oder Abstand), warum muss dann der Staat diesen Menschen schützen.
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    5. Antwort von Christophe Bühler  ((Bühli))
      @Daniel Widmer; Ich bin ganz bei Ihnen; es ist sehr fraglich und vermutlich unverhältnismässig, wenn eine Regierung die Mehrheit eines Volkes in Coronageiselhaft nimmt, um einigen, wenigen evtl. das Leben zu verlängern. Die Legitimität dieses Vorgehens ist zwar durch das EpG abgedeckt. Die Dreistigkeit des Staates zu bestimmen wer wann stirbt, ist ungeheuerlich und macht den Staat als solchen unglaubwürdig. NS-Eutanasie hat mit Gesundheitsgesetzen begonnen.
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    6. Antwort von Margrit Holzhammer  (Margrit Holzhammer)
      Natürlich wird das Volk unterdrückt! Es schein, dass die Meisten diese Unterdrückung brauchen. So muss Mann / Frau nicht selbständig denken sondern kann sich von "oben" diktatorisch leiten lassen. Den Meisten scheint es nichts auszumachen, wenn ihnen langsam die Luft abgeklemmt wird. Spürt niemand Einengung unter der Maske? Ich schon!
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  • Kommentar von christian drack  (Chregel)
    Habe an die zwei Bundesräte Fr. Sommaruga und Hr. Berset eine e-mail mit dem Titel
    Optimierung Covid-19 Maßnahmen
    gesendet. Ausser Eingangsbest. am 13. Oktober 13:18 Uhr habe ich seither nichts gehört - das ist mehr als ein Monat !!
    E-Mail war prägnant mit Vorschlägen bez. Covid formuliert, basierend auf Wissen von Natw. Masterabschluss an d. ETH.
    @BUND -> DRINGEND:
    Leute anstellen: eingehende Emails triagieren, bündeln, weiterleiten und beantworten, DAS ist in DEMOKRATIE essentiell !!!
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    1. Antwort von Thomas Schneebeli  (TS+LL)
      Die Demokratie wurde auch zum Homeoffice verbannt....
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    2. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Wieso erwarten Sie persönlich Aufmerksamkeit? Wegen Vorschlägen, welche dutzendfach eintreffen, von allen möglichen Personen mit oder ohne Fachwissen und Erfahrung? Ein MSc in Naturwissenschaften sagt noch wenig über das Fachwissen im aktuellen Gebiet aus. Von Statistik Physik, Mathe, Quantenmechanik etc. ist alles möglich. Auch hat der Bund ja keinen Mangel an fachkundigem Rat.
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    3. Antwort von christian drack  (Chregel)
      @Michel Koller (Mica):
      Es geht sicher nicht um persönliche Aufmerksamkeit wie sie meinen, sondern darum, dass eingehende Vorschläge seriös geprüft werden bez. Relevanz, Häufigkeit und Nutzen. Natürlich benötigt das gute Mitarbeiter! Sonst gelangen wichtige Ideen oder Hinweise nicht rechtzeitig an den Adressaten, und wie das Beispiel zeigt, sind die Fälle massiv gestiegen!! Einige davon hätte man vermeiden können, z.B. mit Angebot HandHygiene auch beim Verlassen von Geschäften (Einkaufswagen!!)
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    4. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      In diversen Geschäften kann man sich auch beim Verlassen die Hände desinfizieren lassen, Wägelchen und Körbe werden laufend desinfiziert und die Menschen können sich selbst die Hände waschen und/oder desinfizieren. Zumal die Übertragung über Schmierinfektionen so eine Sache ist... Grundsätzlich wäre es zielführender, wenn mein sein persönliches Umfeld, für die simplen Massnahmen, sensibilisiert. Diese Menschen kann man direkt erreichen.
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