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Seltener Besuch Irans Präsident in Bern eingetroffen

Legende: Video Rohani in Bern abspielen. Laufzeit 01:39 Minuten.
Aus Tagesschau vom 02.07.2018.
  • Der iranische Präsident Hassan Rohani ist zu einem offiziellen Besuch in der Schweiz eingetroffen.
  • Er landete kurz nach 16 Uhr auf dem Flughafen Zürich-Kloten.
  • Dort wurde er von Bundespräsident Alain Berset mit militärischen Ehren empfangen.

Nach dem Empfang in Zürich ist am Montagabend in Bern ein erster Austausch geplant, an dem auch Bundesrat Ignazio Cassis und der iranische Aussenminister Mohammad Jawad Zarif teilnehmen. Die offiziellen Gespräche sind dann für Dienstag vorgesehen, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bekanntgegeben hatte.

Neben Berset und Cassis werden auch Bundesrätin Simonetta Sommaruga und Bundesrat Johann Schneider-Ammann dazustossen. Schneider-Ammann hatte 2016 als damaliger Bundespräsident in Teheran den iranischen Präsidenten zum Gegenbesuch eingeladen.

Protest-Demo in Bern

Rund 50 Iranerinnen und Iraner demonstrierten am Nachmittag in Bern gegen Ruhanis Besuch. Sie prangern den iranischen Präsidenten unter anderem wegen Menschenrechtsverletzungen und Unterstützung von Terrorismus an.

Demonstranten mit Fahnen
Legende: Die Demonstranten prangerten den iranischen Präsidenten wegen Menschenrechtsverletzungen an. Keystone

Von der Lockerung wirtschaftlicher Sanktionen profitiere nicht das Volk, sondern lediglich eine «Mafia-Wirtschaft». Dieser Profit wiederum fliesse in die Unterstützung terroristischer Organisationen in der Region wie etwa der Hisbollah und des Assad-Regimes in Syrien, stand auf einem Zettel, den die Demonstrierenden auf dem Berner Bahnhofplatz verteilten.

Übergeordnetes Ziel der Demonstrierenden ist die friedliche Auflösung der heutigen Strukturen im Iran und die Errichtung einer säkularen Demokratie.

Gesundheit, Wissenschaft, Atomabkommen

Während des zweitägigen Besuches von Ruhani in Bern sollen laut EDA auch Absichtserklärungen und Vereinbarungen unterzeichnet werden. Bersets Sprecher sprach gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA von einer Absichtserklärung zu Gesundheitswesen und Wissenschaft.

Sondersendung zum iranischen Staatsbesuch

Die Sondersendung «Live aus Bern» zum Staatsbesuch von Hassan Rohani sehen Sie am Dienstag ab 11:10 Uhr auf SRF 1 sowie online in der SRF-App und auf srf.ch. Die Sendung wird um 14:05 Uhr auf SRF info wiederholt.

Zentrales Thema des Rohani-Besuches wird aber die jüngste Entwicklung rund um das vor drei Jahren geschlossene Iran-Atomabkommen sein. Seit dem Ausstieg der USA aus dem Abkommen vor bald zwei Monaten bemüht sich die Staatengemeinschaft, das Vertragswerk zu sichern. Es enthält Bestimmungen zur Kontrolle des iranischen Atomprogramms und im Gegenzug die Aufhebung internationaler Sanktionen gegen den Iran.

Nach dem Schweiz-Besuch wird Rohani nach Österreich weiterreisen. In Genf war seinerzeit das Atomabkommen ausgehandelt und in Wien dann unterzeichnet worden.

Beziehungen Schweiz Iran

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Tanner (mikado5034)
    Man kann über alles reden. Immer. Ich habe schon meine Zweifel an den vielen Kommentaren hier nach dem Motto "Pfui! Aber nicht mit Iran!". Hallo? Wenn nicht mehr geredet wird, ist es schon ziemlich arg. Wir sind selbst ein Land, das sich von anderen nicht drein reden lässt (wenigstens meinen wir das). Finde dieses Treffen gut.
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  • Kommentar von mario hellberg (fusci)
    Puh... Beziehungen mit Iran... besser die Finger davon lassen... für mich eines der schlimmsten Länder mit einer sehr getarnten Diktatur... wer nicht nach der islamischen Pfeife tanzt wird aus dem Weg geräumt... ob Gefängnis oder mehr... Schweiz, bitte keine Fehler machen!
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    1. Antwort von W. Pip (W. Pip)
      So lange sie das in ihrem eigenen Land tun, ist das ihr gutes Recht. Wir sollten endlich aufhören, anderen Ländern unsere welstlichen Lebensweisen aufzwingen zu wollen. Die entwickeln sich schon selber.
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  • Kommentar von Marc Bühler (Capten Demokratie)
    Demokratie im Iran? Dass hatten wir schon mal, das kann der Westen jedoch nicht zu lassen. Kein Land das über Wichtige Resourcen verfügt darf eine Demokratie werden. Unser aller Reichtum und Lebenstandart hängt davon ab.
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