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Swisstopo geht die Arbeit nicht aus: Die Schweizer Landschaft verändert sich ständig
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 05.10.2021.
abspielen. Laufzeit 05:43 Minuten.
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Sichtbarer Klimawandel Veränderte Landschaft: Wie man Schweizerkarten neu zeichnet

Weil Gletscher schmelzen oder Hänge rutschen, müssen Landkarten laufend angepasst werden.

Murgänge, die sich Richtung Tal pflügen, Permafrost, der auftaut und Felsen bröckeln lässt, Gletscher, die schmelzen und sich zurückziehen – die steigenden Temperaturen beeinflussen Umwelt und Natur, die Landschaft wird immer wieder neu geformt. Diese Veränderungen sind auch in den Karten des Bundesamts für Landestopografie Swisstopo sichtbar.

Immer wieder neu

Diese Kartengrundlagen müssen laufend aktualisiert werden. Dafür ist unter anderem die Abteilung Kartografie am Hauptsitz von Swisstopo in Wabern bei Bern verantwortlich. Jürg Gilgen ist Geomatiker, früher hiess sein Beruf noch Kartograf. An seinen zwei grossen Bildschirmen in seinem Büro arbeitet sich Gilgen Zentimeter um Zentimeter über die Karte, die er gerade aktualisiert.

Legende: SRF

Digitale Luftbilder dienen als Grundlage. Häuser und Strassen werden auf den Karten mithilfe der Software vereinfacht dargestellt. Detailkorrekturen erfolgen jedoch immer noch per Hand. So müssen zum Beispiel Verläufe von Felsbändern, Gletscherspalten oder Eisabbrüche mit dem digitalen Zeichenstift nachgezeichnet werden. «Wenn man das Tempo sieht, mit dem sich die Gletscher im Alpenraum zurückziehen und wie viel neue Fläche frei wird, kommt man bei der Arbeit ab und zu ins Grübeln», sagt Jürg Gilgen.

Woher kommen die Informationen für die Karten?

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Legende: Keystone

Seit knapp 100 Jahren fotografiert Swisstopo die Schweiz von oben mit einem Flugzeug: Zuerst analog und schwarz-weiss, dann farbig und seit 2005 arbeiten die Kameras digital.

Die Geoinformationen, die so entstehen, werden vielfältig eingesetzt. Zum Beispiel von weiteren Forscherinnen und Forschern, um die Auswirkungen des Klimawandels zu dokumentieren. Sei es zum Beispiel, wie Hitze und Trockenheit die Wälder verändert, um das neue Gletscherinventar zu erstellen oder die steigenden Temperaturen in den Schweizer Flüssen abzubilden. Auf der Internetseite von Swisstopo laufen diese riesigen Datenmengen zusammen und werden mit dem Kartenmaterial aufbereitet, sodass der Klimawandel bequem von zu Hause aus am eigenen Computer oder dem Tablet mitverfolgt werden kann.

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Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 29.09.2021, 17:30 Uhr

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32 Kommentare

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Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von alfred maurer  (zeitgeist)
    Was gibt es da zu debattieren? Ich finde es einfach nur peinlich wie im srf mit der gesprächskultur umgegangen wird. für mich ist das nicht nachvollziehbar. einsicht in das kommunikationskonzept wäre angesagt- der/die experte*in haben meiner ansicht nach nicht genug geboten. die grauen infokästchen bei gewissen beiträgen, die eine interessante debatte erwarten liessen, helfen mir auch nicht weiter. die analyse der debatte dieses artikels zeigt auf, dass nicht zum thema debattiert wurde -
  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Liebe Community. Vielen Dank für das Teilnehmen an der Debatte, auch wenn es eher um die neue Handhabung der Kommentarspalte als um das eigentliche Thema ging. Wir schliessen hier nun die Kommentarspalte und freuen uns morgen auf neue Diskussionsthemen. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Dies ändert auch nichts an der Überbevölkerung in der Schweiz, welche endlich und aktiv reduziert werden muss!