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Coronakrise: Sind die Spitäler bereit?
Aus Tagesschau vom 27.07.2020.
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Spitäler und Coronavirus «Wir sind gut vorbereitet auf die zweite Welle»

Der Sommer macht sich auch in den Spitälern bemerkbar. Viele Ärztinnen, Ärzte und Pflegefachleute sind in den Ferien und erholen sich von den Monaten, in denen das Coronavirus gewütet hat. Doch für eine Entwarnung ist es noch zu früh – das zeigen auch die Fallzahlen der vergangenen Tage.

Und das, obwohl viele Menschen sich an die Vorschriften versuchen zu halten, vermehrt an der frischen Luft oder in den Ferien sind. Weiterhin besteht die Gefahr, dass das Virus von den Ferien in die Schweiz verschleppt wird.

Sind die Spitäler gewappnet?

Stephan Jakob, Chefarzt vom Inselspital Bern findet, dass die Spitäler gut vorbereitet sind. Das Inselspital Bern beobachte die Entwicklung der Coronafallzahlen genau, bleibe dennoch gelassen.

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Jakob: «Könnten, falls nötig, Kapazitäten erhöhen»
Aus Tagesschau vom 27.07.2020.
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Wenn es nötig würde, könnte das Inselspital seine Kapazitäten innerhalb von zwei Tagen bis auf 110 Beatmungsplätze aufstocken. Momentan betreut das Spital drei Menschen, die an Covid-19 erkrankt sind – bei einer Kapazität von 30 Beatmungsplätzen.

Ähnlich tönt es beim Universitätsspital Zürich. Peter Steiger, stellvertretender Leiter des Instituts für Intensivmedizin, sagt: «Wir sind gut gewappnet. Aber hoffen trotzdem, dass die grosse Welle nicht kommt.»

Fest steht: Man kann auf die Erfahrungen zurückgreifen, die man während der ersten Welle gemacht hat. Das sind Abläufe, wie beispielsweise eine Covid-19 Station aufgebaut werden muss, wie Ärzte und Pflegepersonal Covid-19 Patienten behandeln müssen oder wie sich das medizinische Personal schützen soll.

Wo sind die Knackpunkte?

Beide Spitäler haben also noch genügend Kapazitäten und sind durchaus vorbereitet für ein allfälliges Hochschnellen der Covid-19 Fälle. Jedoch gibt es durchaus auch Knackpunkte.

Aufgrund der Sommerferien ist ein Teil des medizinischen Personals verreist. Auch die Mitarbeitenden könnten das Coronavirus in die Schweiz einschleppen, müssten in die Quarantäne oder, sofern es nicht bemerkt wurde, auch andere Angestellte anstecken. So ein Fall würde bedeuten, dass Fachpersonal ausfallen würde und bei einem Ansteigen der Covid-19-Fälle ein Engpass entstehen könnte.

Vom «Courant Normal» zum «Courant Corona»

Das Inselspital Bern und das Universitätsspital Zürich haben also ihre Lehren gezogen und ihren Betrieb so angepasst, dass sie schnell vom «Courant Normal» zu einem «Courant Corona» umstellen können. Eine Einschätzung, die auch der Spitalverband Hplus teilt. Der Verband resümiert, dass die Spitäler und Kliniken die erste Welle gut gemeistert haben und dabei wertvolle Erfahrungen für eine zweite Corona-Welle sammeln konnten.

Dabei seien unterschiedliche Massnahmen abgeleitet worden: Diese würden von der Einrichtung von Covid-19-Testcentern, Isolierstationen, über die Aufstockung von Bettenkapazitäten und Intensivpflegeplätzen bis hin zu vorgelagerten Triage-Stationen reichen.

Tagesschau, 27.7.2020, 19:30 Uhr;

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41 Kommentare

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  • Kommentar von Pia Grüninger  (pgrüninger)
    Wenn von den Medien noch weiter so Panikmache betrieben wird, werden wir sicherlich krank. Und wer bitte kann jetzt schon sagen, dass eine zweite Welle kommt? Ach ja, es wird mehr getestet werden, so werden auch die Zahlen steigen. Und wieso soll es tödlicher werden, es ist doch noch dasselbe Virus?
    Schützt die alten Menschen, lasst uns alle gesünder leben und zeigt uns Statistiken welche seriös gemacht wurden.
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  • Kommentar von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
    Ich lese diese Beiträge mit gemischten Gefühlen, da es, wie hier bei diesem Thema meistens, keine Zwischentöne gibt. Was dieses Virus so herausfordernd macht, ist doch gerade, dass es sich nicht um Pest und Cholera handelt, wohl aber mindestens um eine ziemlich heftige Grippe, wie uns v. A. Schweden zeigt. Nach meiner Ansicht sind alle, die das können und wollen, selbst verantwortlich, sich vor einer Ansteckung zu schützen. Entscheidend ist doch aber, dass man sich bestmöglich informieren kann.
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    1. Antwort von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
      Ich möchte noch anmerken, dass diese Verantwortung natürlich nicht ausschliesst, dass alle auf einander aufpassen. Wer ein erhöhtes Risiko hat, ist sogar auf die ganz besondere Vorsicht seines nächsten Umfelds angewiesen. Auch äussere ich mich nicht grundsätzlich gegen das Projekt der Eindämmung. Man sollte nur sehr genau hinschauen, auf welche Kosten es betrieben werden darf. M. E. ist die Grenze dort erreicht, wo andere massiv darunter leiden, sei es wirtschaftlich oder in der Lebensqualität.
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  • Kommentar von Margrit Holzhammer  (Margrit Holzhammer)
    Beatmungsplätze innerhal 2 Tagen von 30 auf 110 hochfahren....... Wo wird das nötige Personal hergeholt???
    Ganz vergessen, der Bundesrat kann dann wieder die Ruhezeiten des Spitalpersonals aufheben!!!
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    1. Antwort von Nico Stäger  (Nico Stäger)
      Die Beatmungsgeräte werden ja nicht per Velo betrieben. Da muss niemand daneben sitzen oder strampeln.
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    2. Antwort von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
      Gerade diese Patienten sind angeblich sehr pflegeaufwändig. Trotzdem ein wenig speziell ist die Sorge, das Personal könnte das Virus aus den Ferien mitbringen. Natürlich gönnt man gerade diesen Leuten die Ferien - aber hat man denn noch immer zu wenig Testkapazität?
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