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Taskforce des Bundes 25 Millionen Franken pro Tag sparen – dank schnellerem Impfen

  • Mit jedem Tag, durch den die Durchimpfung schneller erreicht wird, könnte laut Taskforce die Schweiz 25 Millionen Franken einsparen.
  • Demnach hätten auch teure Massnahmen zur Beschleunigung ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis, schreibt die Taskforce in ihrem neuesten Policy Brief.
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Aus dem Archiv: Warum impfen andere Länder schneller?
Aus 10 vor 10 vom 25.03.2021.
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Im Vergleich zu einer Welt ohne Corona beliefen sich die Verluste beim Bruttoinlandprodukt (BIP) in der Schweiz allein im Januar und Februar auf drei Milliarden Franken pro Monat, heisst es in dem Schreiben. Das entspreche einem Wertschöpfungsausfall von 100 Millionen Franken pro Tag.

Dieser werde jeweils ungefähr zur Hälfte durch die international geschwächte Konjunktur und die «staatlichen Eindämmungsmassnahmen und spontane Verhaltensänderungen» verursacht. Würde man also über Nacht alle Schweizerinnen und Schweiz impfen, dann könnte man 1.5 Milliarden Franken pro Monat oder 50 Millionen Franken pro Tag einsparen.

Weil das nicht machbar ist, gingen die Forscherinnen und Forscher «von einer weitgehenden Durchimpfung» von 75 Prozent aller Erwachsenen bis Ende August aus. Und sie nahmen der Einfachheit halber an, dass die Durchimpfung und die Normalisierung des Wirtschaftslebens linear erfolgen würden.

25 Millionen Franken pro Tag – 750 Millionen pro Monat

Unter diesen Umständen betrüge der Wertschöpfungsverlust über sechs Monate von März bis August rund 4.5 Milliarden Franken. Das bedeute, dass dieser Verlust mit jedem Tag, um den der Endpunkt der Impfkampagne verschoben wird, um 0.55 Prozent reduziert werden könnte. Und das entspräche 25 Millionen Franken pro Tag.

Wenn man die Durchimpfung einen Monat früher erreichen könnte, hätte die Schweiz also in etwa 750 Millionen Franken an direkter Wertschöpfung gewonnen, so die Taskforce. Umgekehrt ginge bei einer Verzögerung der Impfkampagne entsprechend die gleiche Summe an Wertschöpfung verloren.

Auch Menschenleben würden gerettet

Neben dem wirtschaftlichen Vorteil müsste man laut dem Policy Brief der Taskforce zudem berücksichtigen, dass eine schnellere Durchimpfung auch Menschenleben rettet, schwere Krankheitsverläufe verhindert und eine raschere Lockerung sozial und psychisch belastender Einschränkungen erlaubt. Dies wiederum würde auch einen wirtschaftlichen Gewinn bringen.

Dementsprechend würden sich auch grössere Investitionen lohnen, die Impfkampagne zu beschleunigen. Laut der Taskforce könnte man sich unter anderem überlegen, auch jetzt noch mehr Impfdosen zu bestellen und in die Beschleunigung der Impflogistik in den Kantonen zu investieren.

SRF 4 News, 26.3.2021, 11:30 Uhr;

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47 Kommentare

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  • Kommentar von Pirmin Schläpfer  (Gwunderer)
    Man könnte die Wirtschaftsschäden durch die Massnahmen und andere noch viel gravierendere Schäden auch vermeiden, indem man weniger schädliche Massnahmen implementiert. Haben sich auch schon andere hier gefragt, ob es den Damen und Herren Wissenschaftlerinnen auch darum gehen könnte, am Ende mit ihrer Zwänglerei recht zu behalten oder wenigstens so auszusehen? Ein Ruf zählt da auch viel, nicht nur in der Privatwirtschaft.
  • Kommentar von Dani Keller  (¯\_(ツ)_/¯ ____)
    Da gäbe es zwei Sofortmassnahmen: Impfintervall zwischen den beiden Dosen von 4 auf 12 Wochen erhöhen (macht GB schon seit Monaten).
    Und/oder: Impfdosis (gespritzte Menge) halbieren - selbst die Hersteller sprechen von dieser Möglichkeit.
    Aber wie immer ist unser BR, BAG und Swissmedic untätig und verpulvert ststtdessen Fr. 50-100 Mio Steuergelder pro Tag.
    1. Antwort von Walter Bachmann  (Waltsch001)
      Die dritte Möglichkeit ist die einfachste: alle Massnahmen aufheben.
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Schweizer "Taskforce"....was für ein edel klingender, vielversprechender "Begriff"....!
    Effektiver Nutzen und Notwendigkeit der Schweizer "Taskforce".....??